Radiosender feuert 10 Mitarbeiter nach tödlichem Wii-Wetttrinken
Mittwoch, 17 Januar 2007 7:23 von Bernd Kling
Eine Mutter starb, weil sie die Nintendo-Spielekonsole Wii für ihre drei Kinder gewinnen wollte. Der Radiosender KDND 107.9 feuerte jetzt zehn Mitarbeiter und stellt die Radio-Show “Morning Rave” ein.
Es ging nicht um Hochprozentiges, wie wir berichteten, sondern um das schnelle Trinken von möglichst viel Wasser bis zum Überdruck auf der Blase. Das kann durch den verringerten Natriumanteil im Blut gesundheitsgefährdend und sogar tödlich sein. Die Teilnehmer am Wettbewerb wurden darüber offenbar nicht hinreichend informiert, und die Moderatoren hielten sogar eine anwesende Krankenschwester zurück, die mehr darüber erklären wollte.
Wie das Lokalblatt Sacramento Bee berichtete, wussten die Moderatoren jedoch sehr wohl um die Gefahren und hatten sich sogar darüber unterhalten. Bei einem ähnlichen Trinkwettbewerb einer anderen Radiostation war bereits ein Teilnehmer anschließend im Krankenhaus gelandet.
Der Gerichtsmediziner von Sacramento bestätigte, dass Anzeichen für eine Wasservergiftung entdeckt wurden und diese wahrscheinlich den Tod der Frau verursacht hatte. Eine andere medizinische Ursache konnte nicht gefunden werden.
Der Wettbewerb hatte den sinnigen Titel “Hold Your Wee for a Wii” – Halt dein Pipi für eine Wii. Die Frauen plauderten bei ihrem Wassergelage fröhlich, prosteten sich mit “Wii” zu und schütteten sich das Wasser in die Kehle.
Zweifelnden Lesern können wir versichern, das wir weder dubiosen Quellen aufgesessen sind noch sie falsch gelesen haben. Wie die lokalen Medien von Sacramento übereinstimmend berichten, trank Jennifer Lea Strange mindestens eine halbe Gallone Wasser, und eine Gallone ist ein Hohlmaß von 3,78 Liter. Das berichtete ein anderer Teilnehmer des tödlichen Wettbewerbs, der bei etwas mehr als dieser Flüssigkeitsmenge ausgestiegen war – zu seinem Glück hielt seine Blase den Druck nicht mehr aus. Es ist eher nicht anzunehmen, dass das Show-Opfer über eine deutlich größere Blase verfügte und noch wesentlich mehr getrunken hat.
Andere Zeugen hingegen steigerten sich inzwischen in ihren Berichten bis zu einem mutmaßlichen Wasserkonsum von 2 Gallonen. Wie das in eine menschliche Blase fließen und dort verweilen soll, müsste uns allerdings erst mal jemand vorführen – nein, doch lieber nicht, dass können wir nicht verantworten!
Das Wasser wurde in kleinen Flaschen verabreicht, die innerhalb von zwei Minuten und mit einem Abstand von zehn Minuten getrunken werden mussten, immer lautstark angefeuert von den inzwischen gefeuerten Moderatoren.
Mit der gleichen Menge Bier (natürlich “brewed according to the German reinheitsgebot”, wie es auch kleine lokale US-Brauereien für qualitätsbewusste Biertrinker erzeugen) und einem ehrlichen Prost wäre das vermutlich nicht passiert. Allerdings ist auch das gesundheitsfreundliche Bier mit 30 mg Natrium pro Liter ein natrium- und kochsalzarmes Getränk und eignet sich sogar für salzarme Diäten, wie die Mettlacher Abtei-Brauerei versichert.
(Redaktion Inquirer/bk)
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Kommentare
Schon beim ersten post habe ichs nicht so ganz geglaubt und jetzt noch weniger: es kann doch nicht sein, dass man von 2 litern normalem wasser (also nicht irgendwie deionisiert oder gar destilliert) sterben kann.
Ich trinke eigentlich täglich vormittags 1,5l mineralwasser innerhalb von einer viertelstunde, und bis auf pinkeln gibts keine nebenwirkungen.
Beim sport könnens auch mal 5l in einer stunde werden.
Habe vor einigen jahren mit ein paar freunden auch ein wasser-trink-battle gemacht, alle hatten von mittags bis abends zwischen 7,5 und 11l wasser getrunken und keiner hatte irgendwelche probleme.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die frau nur wegen trinkens von 2l wasser gestorbe sein soll. dann glaube ich schon eher, dass das schicksal es auf sie abgesehn hat und sie sonst – wenn sie kein wasser getrunken wäre – der spontanen selbstentzündung erliegen wäre :)
Es kommt entscheidend darauf an in welcher ZEIT man eine gewisse Menge Wasser trinkt.
Wenn man mehrere Liter Wasser nahezu auf Ex trinkt ist es durchausmöglich dabei drauf zu gehen!
Das Wasser lagert sich in den Zellen ab. Auch im Hirn. Daran sind schon andere Wettwassertrinker gestorben!
@anonymous
ja wenn man mehrere liter auf ex trinkt vielleicht. aber lies: “…Das Wasser wurde in kleinen Flaschen verabreicht, die innerhalb von zwei Minuten und mit einem Abstand von zehn Minuten getrunken werden mussten…”
kleine flaschen enthalten nicht mehrere liter wasser. Ich glaubs auch immer weniger. Selbst die halbe Galeone (also sogar weniger als 2 Liter) auf EX muss doch ein gesunder Mensch vertragen koennen, oder?
Aber die sollen ja nichtmal auf ex getrunken haben, sondern in kleinen Flaschen. Ich behaupte mal, da waren so 500mL drin. Dann braucht man nach deren verabreichungsphase für 2 Liter ca. 48 minuten und für 2 Galeonen (also 7.5 L) 3 Stunden… wenn das toedlich ist, hätte ich im Leben schon unzaehlige Jenseitserlebnisse haben müssen, weil ich ständig fast gestorben bin..
@anonymous
ja wenn man mehrere liter auf ex trinkt vielleicht. aber lies: “…Das Wasser wurde in kleinen Flaschen verabreicht, die innerhalb von zwei Minuten und mit einem Abstand von zehn Minuten getrunken werden mussten…”
kleine flaschen enthalten nicht mehrere liter wasser. Ich glaubs auch immer weniger. Selbst die halbe Galeone (also sogar weniger als 2 Liter) auf EX muss doch ein gesunder Mensch vertragen koennen, oder?
Aber die sollen ja nichtmal auf ex getrunken haben, sondern in kleinen Flaschen. Ich behaupte mal, da waren so 500mL drin. Dann braucht man nach deren verabreichungsphase für 2 Liter ca. 48 minuten und für 2 Galeonen (also 7.5 L) 3 Stunden… wenn das toedlich ist, hätte ich im Leben schon unzaehlige Jenseitserlebnisse haben müssen, weil ich ständig fast gestorben bin..
@killas
das ist dasselbe wie ertrinken
@killas
das ist dasselbe wie ertrinken
[...] viel zuviel Wasser in zu kurzer Zeit, kann man an Wasservergiftung sterben, was 2001 mal bei einem Wettbewerb um eine Wii passiert ist. (Hier zwei englische Artikel: Hold your Wee for a Wii und die traurige Geschichte [...]
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