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Studie: IT-Abteilungen bremsen Wirtschaft

Mittwoch, 26 September 2007 16:34 von Ralf Müller

Das jährliche Wachstum der Industrienationen könnte 6 Prozent höher liegen, wenn es die IT-Abteilungen in den Unternehmen nicht gäbe.

inq_itbremser.jpgWer in größeren Firmen schon mal den unglaublichen Supportservice der eigenen IT-Abteilung erleben durfte, hätte es sich denken können. Mit einer ernsthaften Studie belegt die Management-Beratungsfirma A.T. Kearney nun, dass ein Großteil der IT-Abteilungen europäischer Unternehmen das wirtschaftliche Betriebswachstum behindere. Vor allem das mangelnde unternehmerische Verständnis sei Schuld daran (“…wir brauchen es heute noch. Der Kunde wartet…”).
Die Unternehmen – und damit auch die Gesamtwirtschaft – müssen daher jährlich auf durchschnittlich 6 Prozent Wachstum verzichten, rechnen die Marktforscher hoch. Allein in Deutschland belaufe sich diese Lücke auf mindestens 50 Milliarden Euro.
In fast allen Branchen beklagten die Befragten die teils großen Defizite bei inkonsistenten Daten und die zu langen Reaktionszeiten der IT bei der Erfüllung von Anfragen nebst fehlender Transparenz über den konkreten IT-Nutzen. “Defizite liegen aber auch darin, dass lediglich jedes vierte Unternehmen den tatsächlichen Mehrwert seiner IT-Projekte evaluiert. Es mangelt am Verständnis, welchen Beitrag die IT leisten könnte”, relativiert Michael Römer, Studienleiter bei A.T. Kearny. Leider werde in der “klassischen” Wahrnehmung die IT als reiner Kostenfaktor gesehen. So verwundert es kaum, wenn die meisten Unternehmen in ihren eigenen IT-Abteilungen keinen Wachstumstreiber sehen. Vor diesem Hintergrund integrieren nur 19 Prozent der befragten Unternehmen die IT aktiv in die Strategiephase von Wachstumsprojekten. Ein gemeinsamer Business Case zwischen Geschäft und IT würde viel zu häufig verhindert. Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Berater darin, dass die IT ihren Nutzen für das Unternehmen künftig klarer aufzeigt. Dafür müssten die IT-Verantwortlichen aber auch ein stärkeres unternehmerisches Verständnis entwickeln. (rm)

pte

Kommentare

Ein gemeinsamer Business Case zwischen Geschäf und IT würde viel zu häufig verhindert.

Ich glaub das muss Geschäft heißen, oder?

  • von Markus
  • 26.09.07 19:08
  • comment

Wie bitte? Sind die da oben im Gehirnstübchen noch ganz dicht? Wenn die IT so unwichtig ist, dann kann die ja mal 4 Wochen komplett Urlaub machen. Schade bloss, dass wenn die IT aus diesem Urlaub wiederkommt, keine Firma mehr findet.

Es ist nicht die IT, die kein Verständnis für die Vertriebies hätte, die Kommunikationslücke steckt im technischen Unverständnis der Vertriebies. War schon immer so, bleibt auch so, egal ob irgendwelche Berufstrottel was anderes pupulistieren.

  • von klapp_macht_wahn
  • 26.09.07 20:43
  • comment

ja, das problem kenne ich! :)))
bin selber in einer GROSSEN Firma, der IT-Supporter.
ich weiß das wir schlecht(relativ gesehen) sind, aber die gründe liegen woanders! wo kein Geld da keine Innovation. und welche Firma Bitteschön gibt
freiwillig mehr geld für IT Aus!?
BILLIG! BILLIG Muss es sein! auslagern, Outsourcen! mitarbeiter sparen! Lehrgänge sparen! das ist die Devise! und dafür lohnen die
mit Umsatzeinbussen! JA der Kunde muss warten,
weil der IT’ler die Störung nicht beheben kann weil er zu lange Anfartszeit hat, erst um Auto kämpfen muss, weil das unternehmen eine Hotline in Timbuktu hat und die kein Deutsch verstehen,
weil eine Support Firma eine Dritt-Support Firma
mit dem Auftrag beglückt und der Mitarbeiter der da rausfährt keine Ahnung hat….. und…. und… und….

Die Überschrift kotzt mich an!!! denn WIR haben zum Wachstum beigetragen!!!

Kalle der IT’ler.

Hi @all,

ich meine, das der Wert der IT massiv unterschätzt wird. Wenn etwas in einer Firma schief läuft ist immer IT schuld. Es geht heutzutage nun mal nicht mehr ohne. Und denen das nicht passt, die arbeiten natürlich dagegen. Aber gutm schaffen wir mal email ab und für Hauspost ein. Telefon wird auich abgestellt und Telegramm eingeführt. Mal sehen wie die Leute damit zurecht kommen, ich glaube kaum, dass das produktiver ist!
In diesem Sinne…

Tja das unterscheidet nunmal (langfristig)profitable unternehmen vom rest.. die IT ist da jedoch nicht das einzige bespiel ;-)

Klar,
alles outsourcen und weggeben. Dann wundern warum diese zentrale IT es nicht schneller als lokale Abteilungen auf die Reihe kriegen. Und immer dran denken. If you pay peanuts, you only get monkeys..
Wenn ich nur daran denke wie schnell wir lokal Userkonten erstellen konnten. Jetzt dauert es 2-3 Tage..

  • von Nickschonweg
  • 27.09.07 10:52
  • comment

[...] A. T. Kearney zeigt in einer Studie auf, dass das Wachstum von Unternehmungen 6 % höher liegen könnte, wenn a) die IT unternehmerischer denken würde und b) Unternehmensstrategie und IT-Strategie besser aufeinander abgestimmt würden. [...]

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