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Bundesregierung ließ Online-Ghetto für Kinder anlegen

Donnerstag, 29 November 2007 15:07 von Ralf Müller

Deutschland möchte die Internetkinder in einem “geschützten Netz” gut aufgehoben wissen. Und nur dort. Schöne neue Welt?

Bundeskanzlerin Angela Merkel präsentierte heute eine Internetplattform für Kinder. In dem geschützten “Netz für Kinder” sollen sich künftig alle jungen Deutschen in unterhaltsamer Weise informieren, in sicheren Chats miteinander kommunizieren und gleichzeitig durch selbständiges Navigieren den Umgang mit dem Medium Internet gefahrlos erlernen.
Und wie machen wir daraus einen Zwangs-Internet-Hort? Die noch ziemlich schwammige Antwort: Durch eine Ergänzung im Betriebssystem oder ein Zusatztool, dass den Eltern in die Hand gedrückt wird. Damit könne der Kinderzimmer-PC auf diese eine Webadresse limitiert werden. Pluralismus? Individualität? Außer Dienst gestellt. (rm)

Telefontarif

Kommentare

Dass solche Methoden nicht greifen, demonstrieren schon seit bestimmt 10 Jahren NetPatrol, CyberNanny und Co mit ihren oft lächerlich einfach zu umgehenden Schutzmechanismen – im Zweifelsfall löst eine BootCD die Sperre einfach durch Nutzen eines anderen Betriebssystems. Schon spannend, wofür Steuergelder verschleudert weden.

  • von DJGummikuh
  • 29.11.07 15:13
  • comment

Mal ganz abgesehen davon, dass die Bundesregierung damit ein interessantes Werkzeug in der Hand hat, um unsere Kinder zu manipulieren, kann ich mir diese Plattform gut für Schäubles Spielzeuge vorstellen.

Kinder denken zudem wenig darüber nach, was sie wie sagen und gerade, wenn solche Chats über Regierungsserver laufen, die womöglich von allen Geheimdiensten überwacht werden, kann da imho wirklich ein Versuch hinterstecken, politisch links orientierte Kreise zu dezimieren oder zumindest Analysen über Herkunft, Vorlieben, Tätigkeiten und Zusammensetzung der Familien vorzunehmen.

Wobei mir die Bundesregierung da sogar noch lieber ist, als wenn Google sowas aufziehen würde.

  • von Markus
  • 29.11.07 16:35
  • comment

und wieder eine beschneidung der freien Meinungsäusserung oder deren Einsicht im Deckmantel der Sicherheit… Ich mein, wer Definiert dieses kIndernet? Politiker? oder andere Propagandagruppen? das alles um Kinder noch Früher zu gezielten Zombies der Medien machen zu können? Internet bedeutet Freiheit, zumindest ausserhalb von China, und das für Jeden. sowas KANN man nich reglementieren

  • von Propagandhi
  • 29.11.07 16:35
  • comment

NEIN wir werden KEINE Chance haben, denn auch wenn dies in keine Land der Welt funktionieren wird, die deutsche Beamtenschaft wird ohne weiteres so weit aufgebohrt und perfektioniert werden, daß es funktioniert! – SIC!

Es ist ein Skandal, wie Politiker, allen voran die Frau Bundes-Cancel-erin bereits in GEDANKEN mit den Grundwerten unseres Welt- und Mensch-Seins herumSPIELEN!
Ist dies etwa die andere Alternative um sich der eigenartigen interpretation der Menschenrechte in China besser annähern zu können?- Wenn ja, so kann man nur erstaunt sein, wie beliebig Denken und Gedanken selbst für Cancel-erinnen heute sein darf.
Eigentlich sollte jemand, der derart massiv gegen Grundrechte bereits in seinen Gedanken verstößt sofort wegen Volkverhetzung, Sabotage, Landesverrat u.a. einschlägiger Strafvorschrften verhaftet werden. – !Trotz Immunität! – Das Prekäre daran ist leider, daß ein derart “Denkender” sich – ideologisch gesehen – eigentlich bereits im verbotenen Lager befindet! –

Aber wer ist denn wohl heute noch in der Lage SELBST-Ständig derartige Gedanken-Verbindungen und Schlüsse zu schlagen!???

Gedanken werden zu Realitäten! FALSCHE Gedanken werden zu FALSCHEN REALITÄTEN!!!

kl

Vermutlich kann das nur jemand verstehen der Kinder hat. Meine Kinder 7 und 11 Jahre haben eine eigene E-mail-Adresse.
Was da an Porono-Spam reinkommt ist schon verbrecherisch.
Ich beführworte es und die Eltern, die ihre Kinder ins normale Netz lassen wollen, sollen es tun.

Freiheit heist auch Verantwortung für die Schwächeren zu übernehmen.

Erst mal @Uwe: FullAck

Liebe Leute: Es ist ein *Angebot*. Es geht darum, dass viele Eltern nicht jeden Einzel-Schritt des Kindes (sagen wir mal 8 Jahre alt) mitbeobachten muss. Manche Eltern finden es gut, wenn ihre Kinder weder Kill Bill, Nightmare on Elm Street oder den Adult Channel sehen; Entsprechendes gilt auch für vergleichbare Webangebote.

Klar kann man die umgehen. Aber erstens sind Eltern wie auch andere Erzieher und Jugendbetreuer in einer gewissen Pflicht, Kinder vor nicht jugendfreien Inhalten zu bewahren.
Andererseits suchen Kinder bis zur Pubertät nicht von sich aus nach Porno und Gewalt – werden aber trotzdem per Spam und Werbung im Netz damit konfrontiert.

Ab und an muss auch mal die Paranoia etwas Augenmaß anlegen…

  • von Dunkeltron
  • 30.11.07 11:42
  • comment

Kinder brauchen eine ausgewogene Menge an Erziehung, Vertrauen und Kontrolle.
Wenn man für den Schulweg der Kinder eigene Strassen ohne Gefahren bauen würde, wäre das für die Kinder zwar gefahrlos, aber es würde sie nicht auf das richtige Leben vorbereiten. Wie sollen sie denn den Umgang mit Gefahren lernen?

@Uwe:
Man kann E-Mail-Accounts exakt so konfigurieren, dass die Kinder nur die SPAM-Mails sehen, die durch den Filter geschlüpft sind. Das sind bei mir ca. 2-3, die pro Monat durchkommen, bei einem Gesamtvolumen von ca. 850 SPAM-Mails. (Wenn das der eigene Mail-Provider nicht kann, dann leitet man halt nur die Nicht-SPAM an einen anderen Account weiter und lässt die Kinder nur dort zugreifen.)

Verantwortung zu übernehmen heißt nicht, einen virtuellen Zaun zu errichten, sondern die richtigen Wege aufzuzeigen und gemeinsam zu gehen.

  • von Trendsetter
  • 30.11.07 12:09
  • comment

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