Facebook-Krise: Wohin soll es gehen?
Donnerstag, 29 November 2007 15:11 von Ralf Müller
Die Manager des Social Networks eilen gerade von Krisensitzung zu Notfallmeeting. Die brennende Frage: Was tun mit dem in die Kritik geratenen Werbe-Werkzeug Beacon.
Das Rad einfach zurückdrehen auf die Prä-Beacon-Zeit wollen die Facebook-Macher nicht so leicht – hatten sie sich doch schon ausgemalt, was für Yachten und Sportwagen sie sich leisten können. Doch aus dem Traum von den Werbe-Milliarden wird vielleicht nichts, denn die eigene Community wie auch der Markt protestierten lang und lauthals (wir berichteten).
Ein diskutierter Ausweg: Beacon werde ganz solide per Auswahlfenster den Nutzern bewusst vorgeschlagen. Die können sich dagegen entscheiden. Sind sie dafür, dann dürfen sie auswählen, wo und wann Beacon ihre Schritte aufzeichnen darf. Das wäre zwar eine saubere Lösung, dürfte aber nur von einem Bruchteil der Community angenommen werden. Damit wäre es aus mit dem Traum vom Geldsegen durch qualifizierte Werbung. Die andere Lösung wäre einfach, die Kritik zu ignorieren und Beacon weiter schnüffeln zu lassen. Abgesehen von einem Imageschaden könnten sich allerdings misstrauischere Zeitgenossen von Facebook verabschieden. Wie viele Nutzer dadurch verloren würden, weiß natürlich niemand. Es wird also spannend, für welchen Weg sich das Social Network entscheidet. (rm)
AlleyInsider
Datenschutz vs. Social Networks
Facebook: Von der Kritik umspült

Kommentare
Ach, so wie ich das sehe, haben die meisten User solcher Plattformen eh keinen Schimmer von Datenschutz- oder sie interessiert es einfach nicht.
Wer auf so einer Plattform sein Unwesen treibt, muss eigentlich damit rechnen, dass seine Aktivitäten irgendjemandem nutzen- warum sonst, sollte jemand ein solches Projekt auf die Beine stellen? Das ich das Verhalten von den Facebook-Entwicklern verstehe, heißt nicht, dass ich es gutheiße. Aber genau aus diesem Grund versuche ich mich nur in Foren anzumelden- und da lassen sich eigentlich schon zu viele Sachen über mich lesen (sofern man denn die Geduld aufbringt, und die Beiträge über mich zusammensucht, die relevant übe rmeine Person sind).- aber in diesen Nackigmachstationen wie Facebook ist das doch “normal” das sowas passiert. Alleine schon aus dem Grund, weil es supereinfach ist. Die User machen das Wichtigste doch schon selber- Informationen preisgeben. Oder verstehe ich da was falsch?
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