Admin verkauft 8,4 Millionen digitale Identitäten
Dienstag, 04 Dezember 2007 11:58 von Fritz Effenberger
Verbrechen zahlt sich aus. Eine halbe Million Dollar für ein paar rauskopierte Adressen. Ein Hoch auf die Vorratsdatenspeicherung.William Gary Sullivan, Senior Database Administrator bei Fidelity National Information Services im US-Bundesstaat Florida, hatte letztendlich doch Pech. Zunächst lief alles gut und er verkaufte über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg 8,4 Millionen vollständiger Datensätze (Namen, Adressen, Bank-Informationen) an unbekannte Direktvermarkter für insgesamt 580.000 US-Dollar. Also die Leute, die einen immer mit unverlangten Telefonanrufen belästigen. Die Sache flog dann doch auf, weil ein Kunde verdächtige Zusammenhänge entdeckte. Jetzt drohen Herrn Sullivan zehn Jahre Gefängnis und 500.000 US-Dollar Strafe. Aber er bekommt mildernde Umstände, weil er geständig war. Wie ist das eigentlich hierzulande, wenn zum Beispiel Polizeibeamte unberechtigterweise auf Postverteiler zugreifen und den Briefeingang bei Zeitungsredaktionen überwachen? Kriegen die dann auch zehn Jahre? [fe]

Kommentare
Nein – denn hier hält Schäuble seine rechte Hand vor allen korrupten (CDU/CSU) und mit der linken versucht er unsere Grundrechte zu zerquetschen.
schön wärs :),
Tja, kein Wunder, das ich gegen die Daten Speicherung bin, ich mein wer weis wer da seine Finger unbefugt reinsteckt, und was dann erst bei einem Trojaner passiert, wenn der dann erst missbraucht wird.
Aber zum Thema, unberechtigte Datenweitergabe, ja Otto ist so einer, die haben meine Daten auch gerne weiter gegeben, oder wo ich 18 wurde, da bekam ich gleich von 6 Banken nette Briefe, mit dem was ich mir leihen kann bei denen, und in z stand sogar was angedeutet von wegen, nun wo ich so alt bin..
leider kann man nicht mal eben vor Gericht und die verklagen.. :((
was für eine Böse welt..
;).
Naja solange lästige Werbung, alles ist was mit den Daten angestellt wird, gehts ja noch
“Naja solange lästige Werbung, alles ist was mit den Daten angestellt wird, gehts ja noch”
Das glaubst doch selber nicht… jede Wette, dass Schäuble (bzw. einer seiner Untertanen innerhalb der Union) bereits mit den Musiklobbyisten verhandelt.
Jetzt lasst mal Schäuble in Ruhe! Der ist doch nicht der einzige, der was mit Datenspeicherung über lange Zeiträume was zu tun hat. Wählt einfach eine Partei, die euch genug Freiheiten bietet…
Nenne eine!
Es geht ja nicht nur um Freiheiten. Ein Konzept für die restlichen Probleme wäre auch von Vorteil. Und wenn die ganzen inteligenteren mangels wählbaren Parteien nicht mehr zur Wahl gehen, dann wird die Regierung eben von den 20 % Flachhirnen gewählt, denen du alles erzählen kannst. Ist das dann besser? Klar, am Wahltag sind die Gewählten die Doofen bei einer Wahlbeteiligung um die 20 %, aber die Aufregung legt sich schnell wieder.
mich wundert es, warum der herr nur so wenig geld gemacht hab. kenne in deutschland jemand, die verdient pro weitergeleitetem adresssatz über 5 euro :D
Hört doch mal auf mit Schäuble, das ist super naiv. Er vertrifft nur die reichen (Eliten), die die Gesellschaft im Korsett halten will, damit alles weiter so funktioniert, wie sie es möchten: kapitalverträglich.
Piratenpartei? Und wer Probleme mit Parteien hat, arbeite unbedingt bei http://vorratsdatenspeicherung.de mit.
Zu den Werbebriefen: Eine gute Methode ist die “echte” Robinsonliste – die Werbesendungen gehen bei allen, mit denen Du keine Geschäftsbeziehungen pflegst, auf nahe null zurück. Das klappt *wirklich*.
http://www.direktmarketing-info.de/mailing/Robinsonliste.pdf
Der Weitergabe Deiner Daten an politische Parteien musst Du direkt beim zuständigen Einwohnermeldeamt widersprechen. Da wählt man einfach alles ab, was möglich ist.
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