Dell-Notebooks mit selbst verschlüsselnden Festplatten
Donnerstag, 06 Dezember 2007 14:41 von Bernd Kling
Fünf vergebliche Authentifizierungsversuche sind erlaubt, dann macht das Laufwerk dicht.
Laut Dell sind die Latitude-Notebooks mit der Selbstverschlüsselung ab sofort erhältlich, mobile Precision-Modelle sollen folgen. Verbaut sind Seagate-Laufwerke vom Typ Momentus 5400 FDE.2 mit 120 GB. Sie verschlüsseln Daten in Echtzeit mit 128 Bit AES. Eine Leistungseinbuße soll dabei nicht zu spüren sein.
Es handelt sich im Prinzip um Festplatten, die sich unabhängig von Computer und Software verschlüsseln, und laut Seagate gibt es dafür auch keinen Notschlüssel für vergessliche Nutzer. Dell erweitert die Funktionalität allerdings mit der Software Wave Embassy Trust Suite for Dell 3.0, die für Pre-Boot-Authentifizierung, lokale Passwörter sowie deren Wiederherstellung sorgen.
Nur Administratoren erhalten damit die übermächtige Befugnis, den Encryption-Schlüssel zu löschen. Das soll für unwiderruflich unlesbare Daten sorgen, bevor Firmennotebooks verkauft oder dem Recycling zugeführt werden.
(bk)
Inquirer: Notebook mit verschlüsselter Festplatte

Kommentare
Wers glaubt. Die Teile dürften theoretisch in England dann gar nicht verkauft werden.
Gut – im Prinzip. Die Datensicherung auf externe Laufwerke ist natürlich nicht verschlüsselt. Wenn Junior heftig mit Papas Notebook spielt, sind die Daten also unwiderruflich futsch. Der Arbeitskollege kann das natürlich auch. Bin mal gespannt.
Wieso so schwach verschlüsselt?
Standard unter dm_crypt sind mindestens 256 bit mit essiv:sha256. Falls AES überhaupt verwendet wird.
Ob das unserem Innenminister gefällt?
Ist AES nicht der Standard den die NSA empfehlt?
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