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Neuer webbasierter MP3-Player von Yahoo

Mittwoch, 09 Januar 2008 13:40 von Bernd Kling

Yahoo macht wenig Lärm um das Update des MP3-Players, der eine Webseite in eine Playlist verwandeln kann. Trendpropheten sehen mehr, nämlich das Mediaweb kommen – und ein neues Geschäftsmodell für Yahoo.

Zuvor durfte Yahoos MP3-Player nur 30 Sekunden lange Musik-Samples und Tracks von Yahoos eigener Musikseite abspielen. Der neue MP3-Player aber, den Benutzer mit Javascript in eigene Seiten einbinden können, kann auch beliebig Musik von den Seiten Dritter abspielen. Zur Wiedergabe braucht es keinen separaten Medienplayer auf dem PC.

Die Webauguren rätseln jetzt, was Yahoo damit bezweckt. Einen Hinweis geben Äußerungen des bei Yahoo Music als Vizepräsident für die Produktentwicklung zuständigen Ian Rogers. Unter anderem hält der Itunes für nicht mehr als die Anwendung eines alten Geschäftsmodells, verbunden mit dem Besitz von Musik-Content, was zu einem eher langweiligen Produkt führe.

Wie Apple selbst ins Music-Business wolle Yahoo nicht, schlussfolgert Michael Arrington von Techcrunch. Es gehe vielmehr um die Verbindung von Content (den die Labels kontrollieren) und Kontext (dem, was die Benutzer in Blogs und Social Networks zur Musik zu sagen haben). Und das könne schließlich für Yahoo gewinnbringend ablaufen wie in einer Präsentation von Rogers gezeigt: Ein Benutzer entdeckt bei Yahoo Musik, zweigt zum Kaufen ab zu Amazon und kehrt zu Yahoo zurück, um dort die eigene Musik zu verwalten.

(bk)

Search Enging Journal

Techcrunch

Yahoo Media Player

Kommentare

[...] Soweit also schön für Yahoo, dass es einen innovativen Musikchef hat. Nun hat der Konzern einen neuen Musikplayer veröffentlicht. Das Spannende daran: Dieser kann, im Gegensatz zu seinem Vorläufer, auch beliebig viele (vollständige) Songs von den Seiten dritter abrufen. Nix mehr mit 30-Sekunden-Schnipsel. Heißt konkret: User kauft Song bei Amazon oder iTunes oder von einer CD und verwaltet seine Bibliothek bei Yahoo. Im Netz. Leutz, that’s the Mediaweb. Schau mer mal… (Quelle: theinquirer.com) [...]

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