Amazon will Itunes plätten
Montag, 28 Januar 2008 10:43 von Bernd Kling
Amazons Angebot von MP3-Musik ohne digitale Restriktions-Fanghaken, bislang nur für die USA gedacht, gibt es bald auch für den Rest der Welt. Branchenbeobachter sorgen sich um den bisherigen Marktführer Apple.
Bill Carr, Vice President Digital Music beim weltgrößten Onlinehändler, schwärmt von den Amazon-Kunden in aller Welt: „Sie können es kaum erwarten, die größte Auswahl an hochwertigen DRM-freien MP3-Downloads nutzen zu können, die auf praktisch jedem heutigen oder zukünftigen Gerät abspielbar sind. Wir freuen uns, unseren Kunden heute mitteilen zu können, dass Amazon MP3 in diesem Jahr international wird.“
Das von Amazon im September 2007 gestartete Angebot umfasst bereits 3,3 Millionen DRM-befreite Songs. Berichten zufolge steht auch Yahoo mit einem Angebot DRM-freier Musik in den Startlöchern. Und bis zu 25 Millionen Tracks will demnächst der werbefinanzierte P2P-Musikdienst Qtrax mit angeblicher Rückendeckung der großen Labels bieten, allerdings belastet mit Windows-Media-DRM.
Einzelheiten zur geplanten Musik-Expansion wollte Amazon noch nicht nennen. Die Financial Times Deutschland sieht darin aber schon einen „Großangriff gegen Apple“ und sorgt sich um den Itunes-Laden: „Der Konzern könnte so zu einer ernst zu nehmenden Bedrohung für den Itunes-Store von Marktführer Apple werden, denn Amazon ist breit aufgestellt.“
(bk)

Kommentare
Apple wird wohl umstrukturieren müssen, ansonsten können die ihren Laden dicht machen.
Demnächst: ITS wird über einen gewöhnlichen Browser erreichbar sein auserdem keine Kreditkartenpflicht mehr.
Endlich kriegt Jobs mal heftig einen in die Fresse, wurde auch Zeit!
Lächerlich. So lange man mit nem Browser rumsuchen muss, wird das nichts. Apple hat da iTunes und es gibt einfach nichts Besseres. Ist so, ob es einem gefällt oder nicht.
Was mich bisher an iTunes gestört hat, war die Software. Nichts ist schlimmer, als dieses Übel. Wobei mir das auch egal ist, ob die was direkt mit Browser machen oder nicht. Amazon ist mir da deutlich sympatischer. Apple hat sich von Anfang an den Majors so an den Hals geschmissen, dass sie jetzt die Konsequenzen tragen müssen. Und ihre spätere Arroganz wird in ihnen in Zukunft bei weiteren Geschäftsverhandlungen sicherlich im Weg stehen.
@ziczac: “Nichts ist schlimmer, als dieses Übel.”
Schon mal Songbird ausprobiert? Nein, dann wirst auch du vom Gegenteil deiner Behauptung überzeugt sein!
Ich, als FF-User, habe mir natürlich gleich diese OpenSource-Software installiert – allerdings hatte ich nur Probleme:
ständig (aller paar Sekunden) poppten Fehlermeldungen auf!!! Einfach schrecklich!
Und obwohl in Bedienung und Gestaltung an iTunes angelehnt, ist iTunes um einiges besser.
Die Entwicklung scheint auch irgendwie eingeschlafen zu sein – seit Ewigkeiten steht sie bei v0.2
Natürlich ist alles Geschmackssache, mir ist iTunes sehr viel lieber als WinAmp und mir gefällt es auch besser als MediaMonkey (obwohl der auch ganz nett ist :)… dir gefällt die Software eben nicht… ok, ist halt deine Meinung… aber das Allerschlimmste ist iTunes definitiv NICHT!
Sicherlich ist der iTunes-Store wesentlich praktischer als eine Browser-Variante.
Aber mir missfällt, dass dort immer noch haufenweise DRM-Mist vertickt wird und das es dazu noch relativ teuer ist (hoffentlich beachtet Amazon den Wechselkurs zwischen €/$ bei der Preisgestaltung) – von daher freue ich mich auch über Amazon.
Ich sehe harte Zeiten auf Apple zukommen (Endlich)
Apple niederzumachen ist genau so, wie es schon x-Firmen versucht haben einen WoW-Killer auf den Markt zu bringen…..
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