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Sony-BMG plant “Musik-Flatrate”

Dienstag, 25 März 2008 17:13 von Bernd Kling

Soll vielleicht noch 2008 losgehen für monatlich 6 bis 8 Euro, sagt CEO Rolf Schmidt-Holtz. Aber wohl nur zum Anhören, so lange man im Abo hängt.

Die Mucke von Charts bis Beethoven darf bis auf mögliche Ausnahmen nur angehört werden, so lange das Flatrate-Abo läuft. Das wäre quasi ein Streaming-Angebot oder wie ein Radioprogramm, das man sich selbst zusammenstellen darf. 40 bis 50 Titel, so stellt der Chef mit dem Doppelnamen treuen Abonnenten in Aussicht, darf man vielleicht nach einem Jahr behalten.

Verkaufen aber möchte Sony-BMG die Ware Musik lieber teurer als bisher, sind Schmidt-Holtz doch die von Apple für einen Song kassierten 99 Peanuts Cents zu wenig: „Sie spiegeln den Wert der Musik nicht ausreichend wider. Unsere Marktforschung zeigt, dass die Kunden bereit sind, für die richtige Musik mehr zu zahlen. Und wir werden versuchen, dies durchzusetzen.“

Dass die Musikindustrie nicht so besonders gut auf Apple zu sprechen ist, lässt er indirekt, aber unverkennbar durchblicken in seiner Antwort auf die freundliche Anregung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Apple einfach zu boykottieren und auf andere Vertriebspartner zu setzen: „Das wäre gegenwärtig nicht in unserem Interesse, und wenn wir es vorhätten, würde ich es Ihnen nicht sagen.“

Die Flatrate könne es für die unterschiedlichsten MP3-Player und Mobiltelefone geben. Man sei mit allen im Gespräch, mit Herstellern und Netzbetreibern. Und auch mit dem Nokia-Konzern, der bereits einen ähnlichen Deal mit Unversal Music verkündet hatte. Und „wir reden mit Apple, wie wir mit vielen anderen Unternehmen auch reden“.

(bk)

FAZ

Apple und der „unbegrenzte“ Musikgenuss

Nokia kommt mit Musik

Kommentare

muss die musikmafia eigentlich jede woche beweisen, dass sie keine ahnung von ihrem eingentlichen geschäft hat?

  • von Anonymous
  • 25.03.08 17:37
  • comment

sie werden es nie lernen…. !

  • von blaub4r
  • 25.03.08 17:41
  • comment

Als ob ich Geld für Musik zahlen würde die man nach Ablauf eines Abos nicht mehr anhören kann. Lachhaft. Wann kapieren sie dass dieser DRM-Dreck einfach nur ein kompletter Schuß in den Ofen ist mit dem man keine Kunden gewinnt sondern vergrault?

“Unsere Marktforschung zeigt, dass die Kunden bereit sind, für die richtige Musik mehr zu zahlen. Und wir werden versuchen, dies durchzusetzen.“

Dann kann man euch eigentlich nur viel Glück wünschen Jungs. Beim schaufeln eures eigenen Grabes…

  • von wilson
  • 25.03.08 19:16
  • comment

Ja natürlich würd ich für die richtige Musik auch mehr zahlen. Aber nicht an diese fetten Bonzendrecksäche von der Musikmafia. Solange die den Mammutanteil der Einnahmen für dich einstreichen und die Künstler die Dummen sind, saug ich meine Musik lieber legal auf Jamendo.com und spende den Künstlern die mir gefallen großzügige Summen. Da kann ich sicher sein, das mind. 90% bei den Künstlern landen.

  • von Anonymous
  • 25.03.08 21:40
  • comment

Ich glaube das Copyright auf Beethovens Werke ist mittlerweile auch für dessen Nachfahren abgelaufen… diese Musik kann sich also jeder kostenfrei und vollkommen legal saugen bis zum Umfallen!

Ich finde 25 bis 50ct für einen Song (natürlich DRM-frei) einen sehr vernümftigen Preis:
- man wird nicht so schnell vom Preis abgeschreckt…
- daher fängt man auch viel eher an etwas zu kaufen, anstatt es etwas umständlicher aus dem Netz zu ziehen…
- und wenn man gerade dabei ist, dann kann man gleich noch dieses und jenes Album mitnehmen, kostet ja nicht die Welt…
>> so, und nur so würde der Umsatz der Musikindustrie wieder steigen

  • von Anonymous
  • 26.03.08 1:19
  • comment

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