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Atari-Skandal: Gamestar in Erklärungsnöten

Montag, 23 Juni 2008 12:34 von Bernd Kling

Die eigenen Leser misstrauen dem Spielemagazin und seinen Tests. Die Redakteure wehren sich – mit seltsamen Unterstellungen gegen ihre Konkurrenz.

Auf mäßige Bewertungen des neuen Spiels “Alone in the Dark” reagierte Atari mit juristischen Tabula-Rasa-Aktionen gegen 4Players.de und weitere europäische Online-Publikationen. Das blieb auch den Lesern von Gamestar nicht verborgen. Sie erfuhren es zwar nicht bei Gamestar.de, denn dort wurde absichtlich und auffällig nicht darüber berichtet. Dennoch fragten sich im Gamestar-Forum Leser, warum diese Publikation das gleiche Spiel so viel besser bewertet hatte. Und nicht einmal über Ataris dreiste Aktion gegen die Kritiker berichtete. Seither tobt im Thread “Gekaufter Aitd-Test” eine Kommentarschlacht, in der unversehens die Redakteure des Spielemagazins in eine ernste Gefechtssituation gerieten.

Leser Theo unterstellte Zusammenhänge: “Ich denke mal, da spielt die Tatsache, dass auf Gamestar.de eine Werbekampagne, ein Megatest und ein Gewinnspiel zu Aotd läuft eine große Rolle. Und dass ihr es deswegen nicht als News rausbringt unterstelle ich euch jetzt mal frech wie ich bin. Denn mit Professionalität hat es nichts zu tun wenn man den Lesern die krassen Tätigkeiten von Atari unterschlägt.”

Bei Gamestar lagen die Nerven nun sichtlich blank. Redakteur Fabian Siegismund versuchte den Spieß umzudrehen und unterstellte der Konkurrenz von 4Players in einer “persönlichen Theorie”, Atari absichtlich gereizt zu haben durch eine niedrige Bewertung und damit selbst Ataris Klagedrohung verschuldet zu haben:

“… und nun suhle man sich in der angeblichen Unterdrückung und werfe mit Schlagworten wie ‘Pressefreiheit’ herum, um richtig rebellisch zu wirken.”

Atari als unschuldiges Opfer einer boshaften Online-Publikation? Redakteur Rene Heuser setzte nach: Gamestar habe nicht über die Atari-Affäre berichtet, “weil wir 4Players keine Bühne für ihren Schaukampf bieten wollen”. Und überhaupt, dessen Chefredakteur schreie “in jedem Satz nach Geltungsbedürfnis”. Und so sieht Gamestars vielsagende Auffassung zur Pressefreiheit aus:

“Außerdem ist es auch nicht so, dass Meinungsfreiheit bzw. Pressefreiheit in Deutschland bedeutet, man kann alles sagen und schreiben. Dem ist mitnichten so, wie die unzähligen Gerichtsurteile zwischen Verlagen und Firmen und Privatpersonen zeigen …”

Es ist auch so, dass ALLE Rechte an einem Produkt bis zu dessen Veröffentlichung beim Hersteller liegen teilweise auch danach noch. Deswegen haben wir ja auch so oft mit diesen Embargos/NDAs zu tun, die uns daran hindern bestimmte Infos/Bilder zu veröffentlichen.”

Und loyal bis zur journalistischen Selbstkasteiung spielt Gamestar das Spiel der Publisher mit, macht sich abhängig von Knebelverträgen und lässt sich an der Leine führen: “Deswegen konnte halt PC Games auch ihren Test früher veröffentlichen als andere Seiten. Sie hatten eine Version von Atari und einen anderen Embargo-Termin. Wir zb. durften erst den Test am Mittwoch online stellen, wir hätten es auch gerne früher gemacht, aber durften es aufgrund der rechtlichen Bestimmungen (NDA) eben nicht.”

Schön, dass wir diese Praktiken mal wieder bestätigt bekamen.

(bk)

Gamestar

INQ: Atari dreht durch und geht auf Kritiker los

Kommentare

es ist schon krass
vor allem da 4Players nicht gegen ein NDA verstoßen hat, weil sie gar keins unterschrieben haben. Sie haben sich einfach das Spiel im Laden gekauft und getestet !

Die praktiken sind lange bekannt.
aus persönlicher erfahrung (war mal in dem business) kann ich sagen, nur PCGames HW und C’t lassen sich schwer kaufen. Bei allen anderen ist nicht der redakteuer, sondern die marketing abteilung ansprechpartner….
Wer allerdings wie Gamestar so offenkundig mit der bescheisserei umgeht, verdient zurückgegebene abbos.

  • von Anonymous
  • 23.06.08 13:32
  • comment

Wie war das:
Andere mit Dreck bewerfen macht die eigene Weste auch nicht sauberer.

Ich meine, dass die gesamte Branche -ob online, print oder kombiniert- das Problem hat gerade von denen (mit)finanziert zu werden, die sie kritisch betrachten sollen bzw wollen, ist ja ein offenes Geheimnis. Die (potentiellen) Auswirkungen kann sich jeder selbst ausmalen.
Und andere Vertreter der Branche nennt man doch nur, wenn daraus ein Vorteil erwächst, weil sonst wäre es ja ein Schnitt ins eigene Fleisch – das ist auch klar.

Aber anstatt die ruhige Schiene zu fahren und sowas zu sagen wie “Wir wollten keine Spekulationen und Gerüchte verbreiten.”, sind die Aussagen dieses Redakteurs bzw Gamestars schon selten dämlich (meiner Meinung nach) und eine Bestätigung der Sache.
Da wird jetzt eher die Chance ausgenutzt auf die Konkurrenz zu spucken und dem Geldgeber Honig ums Maul zu schmieren…

  • von The_Mell
  • 23.06.08 13:46
  • comment

Für mich ist auch das nur ein Symptom einer Krankheit, die sich Turbo Kapitalismus nennt.
Nicht, dass es ausschließlich das System schuld ist ( es fällt ja nicht vom Himmel ) aber es fördert und provoziert niedere Bewegründe der Menschen.

Solange Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, können wir nicht primär sachorientiert arbeiten ( also z.B. Computerspiele unabhängig auf deren Gehalt testen ).

Es gibt unzählige Beispiele dafür. Ein weiteres:
Fakt: Der Pflegebedarf steigt. Fakt: In den letzten 5 Jahren wurden ca. 50000 Pfleger entlassen.

Das ist also keine sachgerechte Entwicklung sondern rein Profit orientiert ( die privatisierung ist auch im Gesundheitssektor voll im Gange ).

Es gib unfassbar viele solche Beispiele.

  • von Spielemännchen
  • 23.06.08 14:16
  • comment

Aus genau dem Grund habe ich vor einigen Jahren aufgehört Spielezeitschriften zu lesen.
Hypes werden gnadenlos durchgezogen obwohl das Spiel mittelmäßig ist, siehe Doom3, völlig unbekannte Randspiele werden über den grünen Klee gelobt usw.
Schlechte Spiele bekommen 90+ Prozent weil sie das beste Spiel ihres Sub-sub-sub-sub-Genres sind, ja klar!

Ohne mich

Selbst Schult wenn man den Tests bei den meißten Computer Zeitschriften glaubt.
Die C´t ist definitiv die rühmliche Ausnahme, die bestellen nähmlich als Privatperson und testen dann.
Hatte in einem Systemhaus gearbeitet, dass es nicht mehr gibt. Die PCs waren aber Reihenweise Testsieger in diversen Zeitschriften, obwohl die Kisten Reihenweise ausgefallen sind. So wie es hier lief ist es gang und gebe.

Selbst Schuld wenn man den Tests bei den meißten Computer Zeitschriften glaubt.
Die C´t ist definitiv die rühmliche Ausnahme, die bestellen nähmlich als Privatperson und testen dann.
Hatte in einem Systemhaus gearbeitet, dass es nicht mehr gibt. Die PCs waren aber Reihenweise Testsieger in diversen Zeitschriften, obwohl die Kisten Reihenweise ausgefallen sind. So wie es hier lief ist es gang und gebe.

“Sie hatten eine Version von Atari und einen anderen Embargo-Termin.”

Eben dies stimmte nicht bei 4P, sie hatten eine Version die von einem normalem Händler stammte. Auf die Anfrage bei Atari hin bekamen sie keine Testversion.

btw.:
“Der Atari-Sprecher sagte ausdrücklich, dass es nur Tests mit einer hohen Wertung gestattet sei, vor Freitag zu erscheinen.” (gamona)

“Our review copy was sent directly to us by Atari and [was] not a pirated copy. They explicitly told [Gamer.nl] that they only let high scoring reviews break the post-release embargo date.” (shacknews)

  • von Fledermaus
  • 23.06.08 15:35
  • comment

GAMESTAR ist in den letzten Jahren sowieso zu nem Drecksmagazin verkommen. Ich vermisse den PCJoker, das war wenigstes noch halbwegs professionell und sachlich!

  • von Anonymous
  • 23.06.08 15:54
  • comment

Ui…Rechtschreibfehler-Eldorado auch noch doppelt…^^

  • von Anonymous
  • 23.06.08 16:01
  • comment

Kann da nur zustimmen… vor Jahren war GamerStar sogar noch kaufbar (als Print-Magazin).
Wegen des sinkenden Niveau’s kaufe ich GameStar schon lange nicht mehr.

  • von Sarge701
  • 23.06.08 16:09
  • comment

Ich habe ein Abo, bin auch bisher durchaus zufrieden, umso mehr schockt mich jetzt dieser Artikel doch a bisserl. Hätte ich denen nicht zugetraut. Aber ist mir auch relativ egal, bevor ich mir nochmal ein Spiel im Laden kaufe saug ich´s mir zuerst, wenn´s gut und bugfrei ist, dann wirds gekauft, bin zu oft reingefallen in letzter Zeit, aber das isn anderes Thema… ;)

  • von Anonymous
  • 23.06.08 16:14
  • comment

mal an den INQ

Ist es nicht normalerweise so das Verlage und Journalist bei sowas zusammenhalten, wohl auch nicht zuletzt der selben Interessen wegen…?

Schlimm genug wenn Gamestar hier offen ein schwarzes Schaf markiert, aber dadurch das ihr es so aufgreift macht ihr die Sache nicht unbedingt besser…;)

think about it…

  • von stanniiee
  • 23.06.08 16:25
  • comment

@stanniie
Aha, interessant, Journalisten sollten also zusammenhalten, wenn Tests von Publishern gekauft werden?
Journalisten sollten doch eben solche miesen Absprachen und Gemauschel aufdecken, IMHO…

  • von HollaDieWaldfee
  • 23.06.08 16:44
  • comment

Bei 4Players und GameStar wird bestätigt, dass Versuche der Einflussnahme durch Publisher zum Alltag gehören und mit einem Achselzucken aus dem Posteingang in den Papierkorb verschoben werden.
Einzig die Tatsache, dass ATARI mit der Androhung einer Klage den üblichen Rahmen gesprengt hat, hat zu diesem “Aufschrei” von 4Players geführt. Die einzig gerechtfertigte Kritik sollte wohl an ATARI gerichtet sein, weder an GameStar, noch an 4Players.

  • von Benkei
  • 23.06.08 18:10
  • comment

Ob ich mir ein Spielemagazin kaufe oder nicht, das hängt ganz stark davon ab, ob ich den dafür Verantwortlichen vertraue. Ich lese die GameStar jetzt seit 1999 und ja: ich habe Vertrauen darin. Das ist nicht doof/blöd/naiv von mir und das ist vor allem kein blindes Vertrauen. Vertrauen nämlich muss über eine längere Zeit hinweg wachsen. Und egal wie lang es auch gewachsen sein mag: Es kann auch ganz schnell wieder in die Brüche gehen.

Letzteres ist mir bei der GameStar noch nicht passiert.

Mir geht die Hutschnur hoch bei den ständigen Verweisen auf Gothic 3. Gucken diejenigen, die sich über die Wertung echauffieren, eigentlich auch nochmal auf irgend etwas anderes als auf die finale Wertung? Lesen vielleicht den Text dazu? Die Wertungskästen? Die Beteuerungen eines Christian Schmidt, der erzählt dass er seit Wochen nichts anderes spiele als eben dieses Spiel und nicht aufhören kann damit, obwohl er sich über die Bugs furchtbar ärgert? Der dann ja sogar noch ein Video nachlieferte, dass sich auf humoristische Art und Weise aber auch wirklich nur mit diesen Bugs beschäftigte? Es ist irgendwie seltsam, wenn sich einerseits viele User so auf Jörg Langer’s Mantra: “… geniales Spieldesign lässt sich eben nicht durch Checklisten ergründen – man muss es fühlen” beziehen und dann aber wiederum bei einem Spiel, dass ja offensichtlich sehr viel richtig macht (nur halt leider verbuggt ist wie nix Gutes) vollkommen durchdrehen, wenn die Redakteure ihre Wertung darauf aufbauen, dass sie das Spiel trotz all seiner Fehler, trotz all seiner Unverschämtheit, mögen.

Und da konnte dann die PC Powerplay noch so oft das Spiel erst gar nicht werten und später in einem Nachtest 67 Prozent zücken; ich habe trotzdem eher der GameStar vertraut. Weil mir die Art und Weise des Tests bei der PC Powerplay schon wieder zu sehr die beleidigte Leberwurst war. Man kann ein Spiel nämlich auch künstlich abwerten. Kann man. Zumal die “Gothic”-Reihe den Spieler schon immer hat leiden lassen. Schon immer. Das ist nicht gut so. Das hätte man ändern müssen. Aber man hat es nunmal nicht geändert und es kam trotzdem noch etwas dabei heraus dass man lieb gewinnen konnte.

Und jetzt also “Alone In The Dark”. Werde ich mir kaufen. Weil ich im GameStar-Test gelesen habe, wie vorzüglich die Inszenierung ist. Weil ich schon in vielen anderen GameStar-Tests gemerkt habe, dass man sich darauf verlassen kann wenn die Redakteure sagen: “Das ist toll inszeniert.” Weil ich dafür bereit bin, andere Fehler links liegen zu lassen. Weil ich nämlich aus eben demselben Grund “Fahrenheit” noch immer in den Himmel lobe. Daniel Matschijewski übrigens hat oft genug (Test, GameStar TV, Podcast) die Fehler aufgezählt, in deutlichen Worten. Es sind halt nur seiner Meinung trotzdem noch 82%. Die Wertung von 4players geht mir in dem Fall am Allerwertesten vorbei, da die entfernter von einer Vertrauensbasis gar nicht sein könnten. Das gilt auch für andere Magazine, speziell für die PCAction: Bei mir baut sich Vertrauen nun mal leider nicht dadurch auf, wenn sich Redakteure in jedem einzelnen Wertungskasten mindestens einmal in sexuelle Gefilde begeben. Ich habe den Test nicht gelesen, aber ich tippe auf so etwas wie: “Normalerweise habe ich ja im Dunkeln bessere Dinge zu tun als durch den Central Park zu wandern, aber für Alone In The Dark mache ich eine Ausnahme. Den Sex muss ich dann jetzt halt auf den Vormittag schieben.”

Und damit habe ich schon wieder viel zu viel über das Thema geschrieben.

Ich vertraue der GameStar. Ich glaube, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt ist. Und ich habe dafür reichlich gute Gründe. Punkt.

Ein hervorragender Text, ich erkenne großes Potential im Autor.
Ich selbst bin Chefredakteur einer Zeitschrift die einen ähnlichen Schreibstil praktiziert, melden sie sich doch bitte mal bei mir.

  • von Kai Diekmann
  • 23.06.08 19:07
  • comment

Ich lese nun auch seit mehreren Jahren die Gamestar, nachdem ich damals von einigen Tests enttäuscht der PC Games den Rücken gekehrt habe, und meistens waren die Wertungen der Gamestar meiner Meinung nach recht realistisch. In den letzten Monaten hatte ich allerdings auch immer mal wieder Zweifel an einigen Wertungen und überlege immer mal wieder mein Abo zu kündigen. Solche News tragen dann auch ihren Teil dazu bei.

  • von Anonymous
  • 23.06.08 19:17
  • comment

Sicherlich unglücklich wie sich die Gamestar hier ausgedrückt hat!

Trotz allem ist das “Geltungsbedürfniss” der 4Players und speziell des Chefredakteures nicht wegzureden.

Ein Grund warum ich die Seite meide.

Printmedien vertraue ich eigentlich auch schon lange nicht mehr. Nicht mal unbedingt wegen der Käuflichkeit sondern wegen der üblen weil krämerischen Texte, der unglaublichen Fahigkeit nach so vielen Jahren Spiele Business Hypes immer noch nicht zu hinterfragen und der Hochlobung einheitlicher Massenware bei Missachtung spaßiger aber nicht ausreichend budgetierter Titel.

Und abseits der langweiligen Tests hat man meist nur 1 bis 2 Pseudowissenschaftliche, schlecht recherchierte und schon zig mal dagewesene Artikel von Versagern die sonst nirgends publizieren dürfen über langweilige oder ausgeschlachtete Themen.

Ich bilde mir meine Meinung anhand von Demos, Forenthreads (manchmal, da sind zu viele Kleinkinder unterwegs) und vor allem durch eine Handvoll Blogs

  • von Epospecht
  • 23.06.08 20:40
  • comment

Knebelverträge? An der Leine führen lassen?
GameStar gibt zu, sich an Embargos und NDAs zu halten. Das ist aber auch schon alles. Und das machen alle anderen Magazine mit Sicherheit auch. Daraus wie Herr Kling und einige der Kommentatoren schlussfolgern zu wollen, GameStar sei ein “schwarzes Schaf” der Branche, ist ausgemachter Unfug.

Ich bin davon überzeugt, dass sich 4Players normalerweise ebenso an Embargos und NDAs hält – wenn es nicht gerade um die des “Erzfeindes” Atari geht.

Sowohl GameStar als auch 4Players geben zu, dass Publisher öfters mal Druck auf Redaktion ausüben. Und sowohl GameStar als auch 4Players gestehen ein, dass die Aktion von Atari diesmal den Rahmen sprengte. Nur warum sollte GameStar darüber berichten, was sich zwischen 4Players und Atari abspielt? Würde 4Players eine News darüber schreiben, wenn sich GameStar mal wieder mit Zuxxez zofft? Sicherlich nicht.

GameStar also vorzuwerfen, man habe über die Vorkommnisse “absichtlich und auffällig nicht berichtet”, ist deshalb -erneut- ausgemachter Unfug, Herr Kling.

  • von Leserkanone
  • 23.06.08 21:31
  • comment

Leserkanone:

Allein schon dieses “rumreiten auf Embargos/NDAs” seitens GameStar zeigt nur das sie 4P schlechtreden wollen in ihrer Aussage Partei für Atari, das arme Opfer, zumindest indirekt ergreifen.

Es gab kein Embargo/NDA für 4P, sie haben das Spiel von einem Händler erstanden.

Ich sehe im übrigen durchaus einen Unterschied zwischen “mal Druck ausüben” und “Die Rechtskeule gegen diverse Tests schwingen die einem nicht passen, mit fadenscheinigen Begründungen”.

Testmuster nur für gute Wertungen verschicken ist auch sehr durchsichtig.. dies ist bei shaknews zu lesen, und ausserdem wurde dies von einem Atari-Sprecher so besagt.

  • von Fledermaus
  • 23.06.08 23:19
  • comment

GameStar sagt doch an keiner Stelle, dass Atari das arme Opfer sei, im Gegenteil. Die haben doch mit Zuxxez noch viel mehr zu kämpfen gehabt. Da blieb es nämlich nicht nur bei einem affigen Anwaltsschreiben, sondern ging um eine einstweilige Verfügungen vor Gericht, mit dem Ziel, die Auslieferung eines Hefts mit einem unliebsamen Test zu verhindern.

GameStar wehrt sich im Forum allein gegen die aus der Luft gegriffene Behauptung, die Wertung zu Alone in the Dark sei gekauft. Immerhin heißt der Thread-Titel schon »Gekaufter AitD-Test«, und nur darum geht’s. Weil da ein Superhirn davon ausgeht, deren 82er-Wertung müsse gekauft sein, nur weil 4Players ne 68 oder sowas gibt.

Und wenn sich dann der Newsschreiber vom Inquirer nichtmal die Mühe macht, den Thread auch wirklich zu lesen, dann kommen halt verquere Meldungen wie die da oben raus.

  • von Leserkanone
  • 23.06.08 23:32
  • comment

Als die Gamestar vor (10?) Jahren ganz neu auf dem Markt kam, habe ich sie mir wegen der IMHO guten Quallität immer gekauft und dann auch Abonniert. Manche Ausgaben waren zum Teil fast 2cm dick. Sie waren die ersten, von denen mal etwas neutral zum Thema Gewallt in Computerspielen lesen konnte. (War ein Riesen Aufmacher damals, weil “Quake 2″ indiziert wurde) Sie haben die Manipulierten Screenshots von C&C3 thematisiert und daraus Konsequenzen gezogen und sie haben “Black and With” regelrecht zerrissen :-) Irgendwann habe ich mich dann nicht mehr intensiv für Computerspiele interessiert und das Abo gekündigt.
Echt schade nun so etwas von denen hören zu müssen!

  • von thomas
  • 23.06.08 23:52
  • comment

So etwas von denen hören zu müssen?! Was denn?
Dass die sich gegen haltlose Vorwürfe wehren?

Da mutmaßt sich ein 4Players-Fan einen Quatsch zusammen, was der Inquirer dann unkommentiert zitiert, und plötzlich wittern alle einen Skandal, wo offensichtlich keiner ist. Was für eine Farce!

  • von Anonymous
  • 24.06.08 0:07
  • comment

meiner meinung nach sieht es im moment so aus als wollen die Magazine Druck ausüben, und mit was, MIT RECHT!

Die qualität wirklich VIELER Games die in den letzten Jahren erschienen sind lässt doch sehr zu wünschen übrig. Es hat sich ein ekelhafter “Bugg-Trend” entwickelt + einer Innovationslosigkeit die Ihres gleichen sucht…

das wird bei Alone in the Dark nich anders sein… Ich finds gut das sich da was bewegt, und es “querulanten” wie 4Players gibt!

und Gamestar, mal ehrlich, wer hat die denn schon jemals ernstgenommen? Die Aufmache von dem Blatt is einfach nur billig….

  • von Anonymous
  • 24.06.08 11:19
  • comment

Ich bin verwirrt: Ist jetzt ATARI der Böse oder nicht?!

  • von Benkei
  • 24.06.08 11:22
  • comment

“Atari-Skandal: Gamestar in Erklärungsnöten”, “Gekaufter Aitd-Test” und “Atari kontra Pressefreiheit”.

Tolle Titel, fast schon “Bild”-Niveau, aber sie erfüllen ihre Aufgabe.

Und eins haben alle gemeinsam: Stimmungsmache.
Untermauert mit Halbwahrheiten, etc.

Aber die Wahrheit (wenn es eine gibt) liegt irgendwo dazwischen.

Schönen tag noch ;-)

Gamestar macht genau das was sie andererseits diesem 4P-Fan vorwerfen. Erwidern mittels haltlosen Vorwürfe, und im Zuge dieser brachneninternen Selbstverfleischung spielen sie das Atari-Verhalten herunter.

Zugegeben die Interpretation des 4P-Fans, welcher seine Vermutung auch noch provokativ als Threadtitel gesetzt hat, war wahrlich nicht unbedingt passend gewählt ;)

Eigentlich sollte aber auch GameStar ein solch repressalisches Verhalten seitens Atari nicht gut heißen, was durch den Zwist zwischen 4P und ihnen nicht wirklich gut erkennbar ist.

  • von Fledermaus
  • 24.06.08 11:24
  • comment

@einerausgermany

Und so siehts aus.

Ich finde den Artikel hier extrem unpassend. Was hier der GameStar unterstellt wird ist einfach unmöglich und eine Frechheit. Es werden von euch gezielt die Ausschnitte herausgesucht die euch unterstützen. Das ist mieser und falscher Journalismus. Hier eine ganze Gemeinschaft auf ein Magazin zu hetzen ist unverantwortlich und einfach traurig. Das was hier gemacht wird, ist auf dem Niveau von Atari, mit dem Unterschied dass ihr an die Öffentlichkeit geht und anklagt.

  • von Eldest
  • 24.06.08 16:46
  • comment

@Anonymous:
> So etwas von denen hören zu müssen?! Was denn?
Na diesen “Stellungnahmen”. Zitieren sie als nächstes Gesetzestexte? Die könnten ja ein bisschen über den Vorwürfen stehen. So wirkt das wie Kindergarten.

@Eldest: Tja :-) GameStar hat bei the Inquirer nun mal einen schlechten stand. Sie kopierte einst ganze Artikel von theinquirer.de!

  • von thomas
  • 24.06.08 18:09
  • comment

[...] schlägt ja auch über die Videospielbranche hinaus hohe Wellen. Nachdem erst der deutsche Inquirer darüber berichtet hat, zog, neben anderen Publikationen, auch noch der Spiegel mit einem [...]

Ich seh das Problem überhaupt nicht. Ich finde 4Players ist zu recht an die Öffentlichkeit gegangen, was auch gut für Gamestar ist, weil sich andere Publisher nun zurück halten werden.

Warum Gamestar nicht darüber berichtet hat Herr Lott wohl nachvollziehbar ausgedrückt:
“Allerdings ist der Fall schwierig — wir sind ja Konkurrenz zu 4players und haben einen eigenen Test zu AitD, obendrein mit einer deutlich anderen Wertung. Chris vom Spiegel ist neutral, der kann locker die Fakten zusammenstellen und hat eine schöne Geschichte. Wir können nicht berichten, ohne zu bewerten — wir wissen ja viel mehr über derlei Dinge als der Spiegel. Aber: Wenn ich was gegen Atari sage, klingt es, als wolle ich auf den 4P-Zug aufspringen, sage ich was gegen 4P, klingt es wie Konkurrenzbashing.”

GS einen gekauften Test vorzuwerfen ist eh unhaltbar. Gamestar ist eine feste Größe in der Spielebranche. Und das würden sie nie auf’s Spiel setzten. Außerdem haben viele Spieler von AitD die hohe Wertung bestätigt und die Inszinierung auch gelobt, genau wie Gamestar. Man sollte auch nicht nur den Wertungskasten anschauen sondern den Test dazu lesen.

Den Artikel hier kann ich eh nicht für voll nehmen. Allein schon deswegen weil “Theo der große Danielfan” nicht gerade als helles Licht im Board bekannt ist und schon der Threadtitel völlig unhaltbar (genau wie der Inhalt) ist. Ich wünsche er macht sein Versprechen, was er mal gegeben hat, endlich wahr und schreibt nicht mehr ins GSPB.

Ich habe die Seite hier “The inquirer” nicht gekannt, bis jetzt. Aber wer sich mit “Fakten” und “Kontroverses” brüstet sollte auch mal an den Tatsachen bleiben, außerdem erzeugt das sofort eine “Gelassen aber zupackend” Atmosphäre, a la Frontal 21, die ja in der Spieleszene recht berüchtigt sind, Stichwort “Killerspiele”.
Lächerlich.

Es wäre eh realistischer, dass kleinere Testmagazine bestechlich sind als GS, GS zeigt nur mal wieder aufs neue, dass sie ihre eigene Meinung haben und dazu stehen, wenn sie auch nicht immer mit dem Strom schwimmen, was sie mir nur sympathischer macht.

In dem Sinne…

  • von Blablah
  • 28.06.08 18:16
  • comment

Was soll das alles? Gamestar ist an sich schon lange nicht mehr ernst zu nehmen und wertet den irrsten Mist zusammen, erinnere mich an total falsche Hardware-Anfordungsangaben (z.B. SC4) oder die schlechte Bewertung der EU-Reihe (weil sie die Steuerung nicht auf Anhieb blicken, Tutorial- und Handbuch-Nutzung verweigern und ihnen nicht genug grafisches Spektakel dran ist). So ein Mist wie Spore bekommt dann sogar noch 79% weils ja so schön bunt ist – das es spielerisch einem Hirntoten kaum genügen kann, ist da freilich Nebensache.

Die sind wie eine fleischgewordene Wii-Konsole. Alles soll hübsch aussehen und von einem Einzeller bedient werden können. Ganz ehrlich, mit professionellen und erfahrenen Spielern kann man es da nicht zu tun haben.

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