Microsoft verkrüppelt die Netbooks
Donnerstag, 24 Juli 2008 12:34 von Bernd Kling
Microsofts schreibt harte Einschränkungen vor für Geräte, die günstig mit Windows XP zu haben sind. Sie gehen weiter als bisher angenommen.
Wenn Hersteller das Microsoft-OS zu einem günstigen Preis bekommen wollen, müssen sie ihre Geräte einem ganzen Katalog von Einschränkungen unterwerfen, die teilweise mehr als lächerlich erscheinen. Eine davon ist die unsinnige Einschränkung auf nur 1 GB RAM, alles andere als zeitgemäß angesichts niedriger Speicherpreise und aktueller Leistungsanforderungen. Und mehr als DX 9.0 ist nicht drin für die Grafik.
Die Kappung für die Festplatten wurden im letzten Monat etwas gelockert von 80 GB auf 160 GB, weshalb neuere Modelle teilweise mit mehr Speicherplatz kommen. Solid State Drives sind hingegen weiterhin auf 16 GB für Windows XP limitiert – lassen sich Hersteller hingegen zu Vista Basic überreden, dürfen die SSDs bis zu 24 GB gehen. Displays sind eigentlich nur bis zu einer Größe von 10,2 Zoll zugelassen, es scheint jedoch eine weitere Kategorie bis zu 14,1 Zoll zu geben. Besonders seltsam aber liest sich, wie Microsofts Apparatschiks die CPU limitiert wissen wollen:
“”Das System verfügt maximal über eine Single-Core-CPU mit 1.0 GHz; oder Intel Atom (N270, N230, Z500, Z510, Z520, Z530, Z540); oder Intel Celeron 220; oder AMD Geode LX, Athlon (2650e, Sempron 210U); oder VIA C7-M (ULV), Neon (U2300, U2400, and U2500) CPU”.
Mit Neon – nicht etwa unser Flipptehler – scheinen sie übrigens Nano zu meinen.
Und was löhnen die Hersteller für XP, nachdem sie sich diesen Schikanen unterworfen haben? 32 $ in entwickelten Märkten, 26 $ hingegen in solchen, die als weniger entwickelt gelten. Russland und China bekommen XP für Netbooks zum Sonderpreis von 19 $. Vista Home Basic hingegen schlägt mit 47 $ und einem russischen Sonderpreis von 36 $ zu Buche.
Diese Preise gelten ausschließlich für Netbooks mit den genannten Einschränkungen. Für Nettops sowie Netbooks mit größeren Displays kostet auch XP mehr, nämlich zwischen 36 und 47 $.
(bk)

Kommentare
Mhm nunja… Ich denke mal MS will verhindern das jetzt die Netbooks immer größer werden und dann irgendwann wieder 17″ Geräte mit Windows XP auftauchen… teils verständlich, teils typisch M$ kleinkarriert ;D
Linux drauf und durchatmen…
Displays sind eigentlich nur bis zu einer Größe von 10,2 Zoll zugelassen, es scheint jedoch eine weitere Kategorie bis zu 14,1 Zoll zu geben.
14,1” ist noch ein netbook?! da wurden wohl über nacht hunderttausende 13,3” notebook besitzer downgegradet ;P
Und mehr als DX 9.0 ist nicht drin für die Grafik.
jetzt wirklich das alte 9.0 oder zählt da die version 9.0c auch noch dazu? wenn ja: dx10 packen netbooks eh net und auf xp gibts das ja scho gar net…
Für Nettops sowie Netbooks mit größeren Displays kostet auch XP mehr
Reden wir jetzt über 10,2” oder 14,1”?
Toll M$, ihr nehmt eure zahlenden Kunden an die Leine – andere geben alle Freiräume, ohne dafür Geld zu verlangen!
Und warum muss ein armer Afrikaner mehr zahlen als ein Russe oder ein Typ aus dem boomenden China???
Tja das Gebaren eines Fast-Monopolisten der sein neuestes Wunderwerk selbst nicht so toll findet ! Anständigerweise müßte Vista normal für 20$ verkauft werden, wenn den keiner haben will geht das halt nur so, aber den Kunden was aufzwingen zu wollen ist schon echt ‘ne Frechheit !
Microsoft, aha.
Wer ist das jetzt genau?
wie kann ein Konzern eigentlich gleichzeitig so kundenunfreundlich und erfolgreich sein? da möcht ich dem balli doch glatt an die kehle gehen… halt, nein, da war doch irgendetwas mit eiern… -.-
Also will mit diesen Wink mit den Zaunpfahl sagen das es besser ist Linux einzusetzen da es dann keine Einschränkungen gibt.
DIese bescheuerten Einschränkungen kann sich nur ein praxisferner BWL’er ausdenken.
Es wäre doch besser auf die einschränkungen zu verzichten um die Kunden in den Entwicklungsländer nicht mit den Linux-Virus zu infizieren.
Also zu dem Artikel an sich muss man ja schon nichts mehr sagen… Einfach total unüberlegt. der ist sogar noch schlimmer als die Bild Zeitung…
Zu den Kommentaren:
Es ist natürlich schon eine freschheit das Leute Geld für ihre Arbeit verlangen. Die ganzen Microsoft Mitarbeiter sollten sich schämen das erfolgreichste Betriebssystem überhaupt entwickelt zu haben, und dann auch noch Geld für ihre Arbeit verlangen… Sie sollten lieber alles wie die Linux Programmierer machen, alles umsonst, und von Sozialhilfe oder so leben… Ach nein, das gibt es ja nicht in Amerika. Was haltet ihr eigentlich von Maurern? sind das auch alles Betrüger, weil sie für Geld Arbeiten? Oder ihr selber? Findet ihr das ihr für eure Arbeit kein Geld verdient hättet? Oder arbeitet ihr gar nicht? Nur weil Linux umsonst ist, heist es nicht, das ein Riesen Konzern wie Microsoft auch umsonst Arbeiten kann, und Unwirtschaftlich sein muss weil sie kein Geld für ihre Produkte verlangen… Warum nutzen die Meisten Menschen denn Windows? weil sie gerne Geld für nichts ausgeben? Ganz bestimmt nicht, vielleicht finden die meisten Menschen Windows einfach nur besser, und freuen sich darüber, das es jetzt günstiger für ihr netbook ist. Und wenn Microsoft regeln für das vergünstigte Windows aufstellt, ist das auch völlig normal. schließlich will man für die größeren Rechner die als Hauptrechner genutzt werden noch die normalen Preise verlangen.
@Met@l
Du weisst schon das MS jeden Hardwarehersteller zwingt WindowsXp auszuliefern. Ich möchte mir auch ein neues Netbook kaufen und darauf Linux installieren.
Aber nein, ich muss trotzdem für eine WIndows Lizenz zahlen die ich garnicht will.
Ich verstehe ja manche Menschen die einfach zu dumm sind um Linux zu besitzen, die können ja Billy Boy Geld in den Hintern stecken.
Echte Computer User sollten sich gegen diese Diktatur seitens MS wehern.
Nur so können wir endlich Fortschritte im Computermarkt setzen.
@ Met@l
Was redest du eigentlich fuer ein Mist?
Hier sagt keiner das Micky Soft kein Geld fuer ihr OS nehmen darf. Aber es ist ja wohl der Oberhammer das die den Herstellern vorschreiben wie die Hradware auszusehen hat.
Jeder der Linux bevorzugt kann sich bei solchen Meldungen eigentlich nur freuen, denn diejenigen die auf Linux setzen bekommen auf jeden Fall mehr fuer ihr Geld.
Ich haette aber auch lieber ein Netbook mit XP, aber ich denke MS schafft es noch das es doch eins mit Linux wird. Denn nur da bekomme ich wohl die Hardwareausstattung die ich gerne haette.
Und da du eh kein Plan zu haben scheinst ( von wegen Open Source und Sozialhilfe ) solltest du dir mal anschauen wie viel Geld MS in Linux investiert ( http://www.heise.de/open/Microsoft-und-Novell-die-finanziellen-Details-und-die-Patente–/news/meldung/80690 ) um nicht in ein paar Jahren voellig unter zu gehen.
@Met@l
“Warum nutzen die Meisten Menschen denn Windows? weil sie gerne Geld für nichts ausgeben? Ganz bestimmt nicht, vielleicht finden die meisten Menschen Windows einfach nur besser …”
Ahahahaha, toller Witz. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, sich die Realität zurechtzubiegen.
Ist bloß komisch, dass immer mehr Behörden weltweit anfangen auf Linux umzusteigen. Klar, es ist auch eine Kostenfrage, vor allem aber ist es eine Frage der Sicherheit und der Stabilität.
Im übrigen ist Linux schon seit einiger Zeit (lagst Du die letzten Jahre im Koma?) ebenso leistungsfähig und anwenderfreundlich wie Windows. Es ist eben nur anders und es bedarf einer gewissen Einarbeitungszeit, wenn man von Windows auf eine der Linux-Distributionen umsteigt.
PC-Neueinsteiger, die mit Linux beginnen, können beispielsweise nicht viel mit Windows anfangen (hab selbst einige Fälle in meiner Bekanntschaft).
Im übrigen hab ich noch von niemandem in meiner näheren und weiteren Umgebung gehört, der nach dem Umstieg auf Linux wieder zu Windows zurück wollte.
Wer natürlich erwartet, dass Linux= Windows ist, sollte lieber weiter Microsoft das Geld in den Hintern blasen und sich mit all den tollen Bugs, Sicherheitslücken, DRM-Gegängel usw. herumschlagen, die Microsoft als Features verkauft.
Ciao, Wiseman!
Zu Met@l:
Es ist natürlich schon eine freschheit das Leute Geld für ihre Arbeit verlangen.
Diese Unterstellung hat hier niemand behauptet.
Sie sollten lieber alles wie die Linux Programmierer machen, alles umsonst, und von Sozialhilfe oder so leben.
Ich kenne keinen einzigen Linux-Programmierer, der von “Sozialhilfe oder so” lebt. Ich kenne aber welche, die sind Studenten an Universitäten und Mitarbeiter an Software-Firmen (natürlich nicht bei der aus Redmond).
… vielleicht finden die meisten Menschen Windows einfach nur besser …
Das ist nun der größte Mist, den Du schreibst. Es ist eher so, dass vielleicht die meisten Menschen einfach keine andere Wahl mehr haben (oder zumindest keine andere mehr kennen), als Windows zu nehmen. Ein gutes Beispiel dafür, wieso das so ist, ist hier im Artikel zu lesen. Dass es dazu gekommen ist, liegt an der aggressiven Vermarktungspolitik, wie sie sich nur noch ein Monopolist erlauben kann. Kleinere Software-Firmen mit solch überzogenen Bedingungen an die Netbookhersteller wären wahrscheinlich abgewiesen worden und gingen langfristig pleite.
Zu Met@l:
Es ist natürlich schon eine freschheit das Leute Geld für ihre Arbeit verlangen.
Diese Unterstellung hat hier niemand behauptet.
Sie sollten lieber alles wie die Linux Programmierer machen, alles umsonst, und von Sozialhilfe oder so leben.
Ich kenne keinen einzigen Linux-Programmierer, der von “Sozialhilfe oder so” lebt. Ich kenne aber welche, die sind Studenten an Universitäten und Mitarbeiter an Software-Firmen (natürlich nicht bei der aus Redmond).
… vielleicht finden die meisten Menschen Windows einfach nur besser …
Das ist nun der größte Mist, den Du schreibst. Es ist eher so, dass vielleicht die meisten Menschen einfach keine andere Wahl mehr haben (oder zumindest keine andere mehr kennen), als Windows zu nehmen. Ein gutes Beispiel dafür, wieso das so ist, ist hier im Artikel zu lesen. Dass es dazu gekommen ist, liegt an der aggressiven Vermarktungspolitik, wie sie sich nur noch ein Monopolist erlauben kann. Kleinere Software-Firmen mit solch überzogenen Bedingungen an die Netbookhersteller wären wahrscheinlich abgewiesen worden und gingen langfristig pleite.
[...] Microsoft verkrüppelt die Netbooks! [...]
weiß nich ob das hier reinpasst…aber vll benutzten alle windows weil man mit linux keine spiele spielen kann (abgesehn von tetris ^^) …sich programm schwer oder garnicht insterlieren kann…es oft nicht für jede tv karte,usb stick,soundkarte, usw….linuxtreiber bzw. diese nicht verwenden lassen (also mir gelingt es nicht)…usw…ich benutze selber linux …weil ich nicht spiele und meine harware erkannt wurde….sonst würd ich mir das auch nicht antun……
[...] auch damit zu tun haben könnte, dass Microsoft Windows XP nur noch ungern und mit dummen Einschränkungen an die PC-Hersteller liefert – eben mal wieder ins eigene Bein [...]
@ met@l: Mann! Du machst das echt gut! Und ich dachte immer, meine Hetzparolen gegen die kommunistischen Umtriebe der so genannten “freien Software” wären hart. Gegen diese geistigen Hartz-4-Empfänger, denen weder die Säulen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung noch das bewährt-kapitalistische Wirtschaftssystem heilig sind, kann ich mich kaum besser ereifern!
Krass Respekt, Alter!
[...] auch damit zu tun haben könnte, dass Microsoft Windows XP nur noch ungern und mit dummen Einschränkungen an die PC-Hersteller liefert – eben mal wieder ins eigene Bein [...]
Ich sehe das Problem nicht, jeder Hardwarehersteller kann sich XP zu den normalen Preisen kaufen ohne irgendwelchen Einschrankungen, er bekommt es nur nicht vergünstigt, freut euch doch wenn die Hersteller es vergünstigt kriegen.
Wennschon müsst ihr euch über die Netbook-Hersteller beklagen, weil die ihre Netbooks so bauen das sie diese 10 $ sparen können.
Naja der Bringer ist es ja nicht solche einschränkungen zu setzen.. Mindestens genauso schlimm ist es jedoch das die Hersteller der NEtbooks die Preise für Windows zu 200% an die Endkunden weitergeben. Ein Netbook eines Namhaften Herstellers kostet in der Linux Variante 349,– Euro, gleiche Hardwareaustattung und Windows dabei kostet 399,– gut zu wissen das aber der Hersteller wohl nur knapp 32 US. $ dafür hingelegt hat.. Aber so ganz nebenbei um diese “einschränkungen” aufzuhebeln.. jede normale Windows XP Home CD “frist” den Key des netbooks.. einmal neu installieren und fertig ist .. und die netten leute die jetzt rumheulen “neu installieren geht ja ohne CD laufwerk nicht bla bla bla blubb” -> erst denken… dann sprechen oder schreiben…
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