NASA: Asteroiden-Abwehr durch Gravitations-Schlepper
Dienstag, 05 August 2008 11:00 von Fritz Effenberger
Ablenken von Asteroiden durch Schwerkraft? Mit einem konventionellen Raumschiff? SciFi?
Die NASA hat unter anderem die Aufgabe, sich über das Problem der lästig herumschwirrenden Asteroiden den Kopf zu zerbrechen. Brocken aus dem Asteroiden- oder Kuipergürtel mit respektablem Umfang und Gewicht haben die schlechte Angewohnheit, alle paar hunderttausend Jahre auf die Erde zu fallen und dort grössere Verwüstungen anzurichten.
Die Deep Impact Mission testete vor drei Jahren das Ablenken eines solchen Himmelskörpers durch brachialen Aufprall. Der Nachteil des Verfahrens: man kann nicht genau kontrollieren, welche Wirkung die Kollision hat. Nun verfielen die Ingenieure der NASA auf eine andere Idee: die Schwerkraft selbst soll Asteroiden vom Aufprallen auf die Erdoberfläche abhalten. Dazu wird eine handelsübliche Raumsonde gestartet und auf Asteroiden-Parallelkurs gebracht. Wenn das Robo-Raumschiff mindestens einen ganzen Umlauf an der Seite des Weltraumkiesels fliegt (und seinen eigenen Kurs brav korrigiert), genügt die Massenanziehung zwischen den beiden Körpern, um die Bahn des Irrläufers nachhaltig zu ändern.
Bis zu 140 Meter durchmessende Gesteinsbomben können so abgelenkt werden. Das haben zumindest die Wissenschaftler am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, California, so ausgerechnet. [fe]

Kommentare
schön… und was is wenn der brocken größer ist?
und lasst mich raten.. diese 100k jahre sind jetzt dann demnächst wieder fällig oder wie?
na proschd. bitte über washington runter gehn
wenns über Washington (D.C.) runterkommt, ists als Erstschlag der Aliens – die da draußen irgendwo sind – anzusehen, und die USA muss aufrüsten und alle restlichen Vorkommen unter ihre Gewalt bringen….
Apophis 2004 MN4 kommt 2029.
http://echo.jpl.nasa.gov/~ostro/mn4/index.html
Wäre gut, wenn das Abwehr-System bis dahin ausgereift ist – nur für alle Fälle, und 2036 rauscht das Ding schon wieder knapp an uns vorbei…
Viel wirksamer ist es, dass die ”Sonde” ganz nah an dem Asteroiden vorbeifliegt. Die ”Sonde” wird stark abgelenkt. Dies nutzt man ja sonst dazu, Raumsonden zu beschleunigen und auf Kurs zu bringen. Hier soll das nun dazu dienen, dass der Asteroid den Kurs ändert. Denn gemäß Impulserhaltungssatz führt das Herausschleudern der ”Sonde” natürlich dazu, dass der Asteroid seine Geschwindigkeit in Betrag und Richtung ändert also seine Bahn verlässt. Bei Planeten fällt das wegen deren riesen Masse nicht ins Gewicht. Bei den relativ kleinen Asteroiden jedoch bringt diese Technik den entscheidenden Tick. Notfalls muss man halt gleich ein ganzes Dutzend ”Sonden” abfeuern ………….
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