Microsoft: Mehr Geld für Linux
Mittwoch, 20 August 2008 10:30 von G. Kustermann
Gut für die Open-Source-Gemeinde, dass Steve Ballmer sein Geld nicht an Yahoo verplempert hat: So gibt’s jetzt nochmal 100 Millionen Dollar für Novell, um Linux zu unterstützen.Die milde Gabe kommt zusätzlich zu den 240 Millionen Dollar auf den Tisch, die Microsoft schon 2006 gezahlt hatte, und ist am 1. November fällig.
Und da dann schon der Geist der Vorweihnachtszeit weht, will Novell seinerseits eine nicht näher bezeichnete Summe in die Entwicklung neuer Tools sowie Support und Training stecken.
Abzuwarten bleibt, ob diese Vertiefung der innigen Freundschaft zwischen Microsoft und Novell auch bei den Entwicklern auf Gegenliebe stößt – der erste Vertrag war seinerzeit heftig kritisiert worden; die befürchtete Machtübernahme durch Microsoft allerdings ist ist bis her ausgeblieben. [gk]

Kommentare
Microsoft unterstützt Linux? wtf?! Kann mir einer sagen, warum die Novell 100 Mio. geben? Ich meine… da muss es doch einen Grund geben.
weil microsoft halt mit novell zusammenarbeitet ganz easy…und sie unterstützen linux weil sie anscheinend in diesen markt einsteigen wollen…
und vergiss bitte nicht, lieber benkei’, dass Microsofts erstes Betriebssystem Xenix hieß und ein Unix-Derivat war. Microsoft hat auch im Non-Windows-Umfeld ein wenig Kompetenz und sicher auch eine Linux-Strategie in der Schreibtischschublade.
Wenn irgendwann keiner mehr Windows will, dann kann M$ ja Linux vertreiben und für Support abkassieren.
Mircrosoft hat doch ganz dick seine Finger bei Suse am Stecken.
Hatte jetzt aber irgendwie erwartet, dass dieser Artikel ironisch gemeint ist. Dachte es würde um Patentzahlungen gehen, die M$ an Novell zahlen müsse^^…
Was hat Novell mit Open Source zu tun ? Nicht allzu viell. Seit SuSE an die Kriecher Novel gefallen ist, wurde ja da jedwede Multimediaunterstützung rausgenommen – man könnte ja verklagt werden….
Und das wars mit Suse :(
Novell macht halt mehr Geschäfte mit Serversoft und da wird Kleinweich wohl Geld hinlegen, damit man sich an M$ Witzda ankoppeln kann….
jarod hat recht
Ich verstehe nicht wie man mit Support reich werden kann?
Ich mein im Internet steht alles zu 100% gschrieben wie was geht und funktoniert.
Das geht von leichten bis schwierigen sachen????
Wer ruft dort an?
Systemadmins? Aber die kennen sich ja mit dem Inet aus?
Normale benutzer die Linux benutzen informieren sich meist auch im Internet oder?
Aber das wisst ihr sicherlich : )
Wie?
@ Klausi: Stell dir vor du bist ein Callcenterbetreiber und brauchst Betriebssysteme, Datenbanken und Software für die Rechner. Da wendest du dich an einen OpenSource-Dienstleister und lässt dir bei der Einrichtung der Rechner helfen, die Vernetzung realisieren und Software maßschneidern für deine spezielle Bedürftnisse. Dafür bezahlst du dann.
Alternativ kann ein Betrieb, eien Behörde, eine Organisation, eine Institution, … sich auch aus der OpenSource-Landschaft selbst bedienen, die Software selbst anpassen und damit bares Geld sparen, weil sie nicht für jeden Rechner eine Lizenz latzen müssen.
Ein Einzeluser braucht im Allgemeinen keinen kostenpflichtigen Support, aber bei Firmen & Co. ist das Gang und Gäbe.
Nicht zu vergessen, dass die Strategie auch andere Vorteile beinhaltet: Ein wenig Einflussnahme, Know How sammeln, Anpassung von MS-Produkten an Linux (z.B. Windowskompatibilität zu Linux-Servern verbessern, denn dort führt Linux ja mit grossem Abstand) etc… Man muss das auch nicht alles wegdenken, nur weil sie es vielleicht nicht an die grosse Glocke hängen oder möglicherweise auch erst veröffentlichen, wenn sie es müssen, dann aber mit Lösungen da stehen.
Ihr vergesst offenbar alle oder wisst es wirklich nicht, dass M$ bereits vor ein paar Jahren im Opensourcebereich angekommen ist.
Oder habt ihr nie etwas von Singularity gehört?
Ein Quelloffenes OS mit Microkernel, das sich jeder von Euch umsonst runterladen kann. Allerdings muss man um es zu benutzen etwas von der Materie verstehen. Nichts für clicki-bunt- fans
H.
@ Hugo Waldem:
Mit anderen Worten: Ein Griff ins Klo seitens MS. Der durchschnittliche Windows-Nutzer würds niemals anpacken, weil nicht-klickibunti. Und Leute die sich mit der Materie auskennen ziehen Linux vor.
Nuja. Ein Versuch wars wert. :D
Nun ja, solange MS die GPL nicht antatscht dürfts den Puristen wurscht sein…
Microsoft produziert innovative Hardware. Bei hundert prozentiger Linuxunterstützung würde ich dort zugreifen.
@ über mir:
ich weiß nich obs an mir liegt, aber meiner meinung nach ergibt das geschriebene kein sinn^^
microsoft=innovative hardware?
wo gibts denn sowas?
@ Anonymos
wieso Griff ins Klo? Diese Frage zeigt eigentlich nur, dass Du von der Materie keine Ahnung hast (und Dir auch nicht die Mühe gemacht hast, Singularity einfach mal bei Google ein zu geben oder in Wikipedia nach zu lesen).
Wie lange hat Linux gebraucht um auf dem Desktop anzukommen?
17Jahre, wenn man mal davon ausgeht, dass in diesem Jahr endlich ein paar Distros dabei sind die endlich auch Otto Normaluser administrieren kann, ohne erst ein Informatikstudium zu absolvieren, oder hunderte von kryptischen Befehlscodes auswendig zu lernen. (ich schreib dies gerade auf Linux Mint 5 Main, der besten Distro, die ich bisher in den Fingern hatte)
Singularity liegt bisher als Entwicklerversion vor, aber wenn es jemals komplett mit Programmen ausgestattet sein wird, hat Linux vermutlich nicht mehr viel zu lachen.
Lade es Dir doch einfach mal runter, kompiliere es Dir und probiere es aus.
H.
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