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Google Street View nimmt’s mit Privatgrundstücken nicht so genau

Montag, 25 August 2008 11:07 von G. Kustermann

Der Ärger um die Fotos von Privatpersonen in Street View ist noch nicht ausgestanden, da naht schon neues Ungemach: Offenbar schert Google sich beim Bildermachen nicht darum, was öffentliche und was Privatgrundstücke sind.

Vor allem aus Kalifornien häufen sich die Beschwerden, dass die Fahrer der Street-View-Mobile Hinweisschilder, die Betreten und Befahren untersagen, einfach ignorieren – was Google durch die Veröffentlichung der so entstandenen Bilder selbst belegt.

Bei der Argumentation, weshalb das Unternehmen sich so verhält, verheddert Google sich. Zum einen behauptet Google in einem derzeit anhängigen Gerichtsverfahren, dass es so etwas wie Privatraum im Zeitalter der Satellitenphotographie ohnehin nicht mehr gebe und man daher auch auf nicht öffentlichen Straßen Aufnahmen machen könne.

Zugleich behauptet ein Google-Sprecher aber auch, dass die Fahrer bestimmte Routen erhalten hätten und dass es Politik von Google sei, nicht auf Privatgrundstücke zu fahren.

Diese Äußerung allerdings wurde zurückgezogen, als der Sprecher von einer Zeitung mit der Aussage eines Fahrers konfrontiert wurde, der die Anweisungen, die er bekommen hatte, kurz und knapp mit “rumfahren und Bilder machen” zusammenfasste. [gk]

news.com

Kommentare

Zum Glück ist das in Deutschland ganz einfach:

Auch Privatgrundstücke sind öffentlicher Verkehrsraum, wenn sie nicht eingezäunt sind. Jeder darf da herumfahren und parken. Der Besitzer darf nicht schießen.

Allerdings ist ein Tor oder eine Kette an der Einfahrt schon eine Absperrung – auch, wenn sie offen ist!

@eeeee: Soweit war mir das auch bekannt. – Aber was ist mit einem Hinweis-Schild?

  • von Anonymous
  • 25.08.08 19:17
  • comment

Schilder haben keine Wirkung. Auch auf einen “Privat-Parkplatz” kannste dich einfach hinstellen, wenn der nicht in einem abgesperrten Raum steht.

Der “Besitzer” des Parkplatzes wird dich abschleppen lassen. Aber er muss das bezahlen. Die meisten Leute bezahlen unwissend, wenn sie ihr Auto abholen. Einfach weigern, zu bezahlen. Vor Gericht hat der Parkplatzbesitzer keine Chance.

@eeee

Und genau darum lasse ich nicht abschleppen, sondern schreibe mit grossen Buchstaben auf den Lack, dass er sich gefälligst von meinem Parkplatz verpissen solle….und da Kamera überwacht, freue ich mich auch wenn der Falschparker sich dann an meinem Wagen rächt und dann noch ein paar fette Strafanzeigen bekommt….der letzte musste mir 5000.- Euronen abdrücken…der nächste Bitte ^^

Und du weißt, dass du eine sehr schwere Straftat begehst?

Nicht wegen des Lackschadens. Wegen der Überwachung des öffentlichen Raumes! Wenn der Platz nicht ganz klar von der Straße abgetrennt ist (Tor oder so, wie erwähnt), darfst du das nicht.

Der Filialleiter einer Volksbank wollte mir das nicht glauben. Halbes Jahr auf Bewährung war das Ergebnis.

ich mag es street view, das ist super praktisch! ich hoffe google wird es für alle Städte…

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