RFID-Chips machen Kreditkarten unsicher (und niemand soll es wissen)
Sonntag, 31 August 2008 14:22 von Bernd Kling
Sie stecken in immer mehr Ausweisen und Kreditkarten. Die Mythbusters wollten enthüllen, wie hackbar sie sind. Doch Texas Instruments, American Express und Visa machten die populäre TV-Sendung mundtot.
Ko-Moderator Adam Savage gab es bei einer Veranstaltung mit 3000 Zuhörern zum Besten. Er wisse zwar nicht, was er über diese Geschichte überhaupt sagen dürfe, aber er sage einfach, was er wisse. Und nein, sie würden niemals über das Sicherheitsproblem namens RFID berichten (dürfen):
“Texas Instruments kam zusammen mit Chefjuristen für American Express, Visa, Discover und allen anderen … Sie haben die absolut stärksten Geschütze aufgefahren und Discovery klar gemacht, dass sie diese Episode nicht senden werden, in der es darum geht, wie hackbar dieses Zeug ist. Discovery hat sich weggeduckt als große Firma, die auf Werbeeinnahmen angewiesen ist. Jetzt ist es auf Discoverys Radar, und sie lassen uns nicht mehr in die Nähe des Themas.”
Wie gut, dass es unabhängige Blogs gibt wie BoingBoing. Die in einem Video zeigen können, was auch die Mythbusters gerne gezeigt hätten. In einem Bericht von der O’Reilly Emerging Technology Conference führten sie schon vor Monaten vor, wie leicht die Daten einer Kreditkarte mit RFID (Radio Frequency ID Tags) zu sniffen sind. Mit minimaler Ausrüstung für 8 $, zu haben bei Ebay:
(bk)

Kommentare
alt
Die Jungs von Mythbusters sind mir sympathisch, trotz Sendeplatz bei RTL2.
Gleichzeitig finde ich es ziemlich bitter von den großen Firmen, in Zeiten des Internets zu veruschen, sowas zu verschleiern. Und denkt irgendwer daoben überhaupt an die Folgen für den einzelnen Menschen? Ich frage mich welchen Sündebock sie nach den ersten Skandälchen auf Lager haben.
wieso Ko-Moderator?
Meiner ansicht sind doch Adam Savage und Jamie Hyneman gleichgestellt, oder?
Man muss sich davon lösen zu glauben, die grossen Firmen seien gut und schützten den Konsumenten nach besten Kräften.
Wenn man davon ausgeht, dass sie dem organisierten Verbrechen in die Hände spielt, hat man schon eine ordentliche Vorstellung von der Realität.
Vielleicht sind sie aber auch schon Partner der Mafia. Das würde vieles erklären…
…große Firmen SIND entweder die Mafia, Scientology oder Staatsbetriebe.
Soziale Verantwortung, ArbeitGEBER usw. – diese Zeiten sind längst vorbei. Es zählt das KAPITAL, nicht, wie es erwirtschaftet wird.
Gewinnmaximierung, Datensammelwut, missbräuchliche Nutzung von mit höchst fraglichen Methoden erlangten Kontendaten… Nur ein paar Schlagwörter die einem die Galle sprudeln lassen beim Gedanken and die “großen” Firmen, die anscheinend durch ihre Wirtschaftsmacht mehr Rechte haben als wir kleinen Normalbürger. Hmm, 1984..da war doch was?
Unternehmen dieser Größe sind eine Gefahr für die Demokratie.
*scary* Sobald ich meine neue EC-/Kreditkarte oder Ausweis bekomme, muss ich nachfragen, ob da so ein RFID-Chip drin ist. Und dann ggf. die Annahme verweigern. Anders kapieren diese Unternehmen das ja nicht.
Sind die Unternehmen eigentlich verpflichtet, mich auf RFID hinzuweisen oder Auskunft zu erteilen? So wie bei Gen-manipulierten Zutaten.
Ich finde die Entwicklung sehr bedenklich, da Betrug und Datenschutzverstöße immer häufiger werden. Statt also etwas dagegen zu machen, versucht man das Thema mit Gewalt zu unterdrücken. Das ist nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Komisch, dass die Kreditkartenunternehmen da nicht drauf reagieren. Denn im Schadensfall haben die die Arbeit – zumindest hier in Deutschland.
[...] Lest den Artikel auf Inquirer und schaut euch unbedingt die Videos an. Hier ist der Link: RFID-Chips machen Kreditkarten unsicher (und niemand soll es wissen) [...]
Laut CCC mögen RFID-Chips Mikrowellengeräte nicht so gerne. So soll der Chip in einem Reisepaß unbrauchbar werden (der Pass bleibt trotzdem gültig) wenn man ihn “versehentlich” kurz in ein Mikrowellengerät legt.
“…Was RFID-Chips so alles aushalten und was nicht, hat der Biometrie-Experte des CCC, starbug, bereits ausprobiert. Schon das simple Verbiegen des Passes könne den Chip zerstören. Auch Mikrowellen oder Schweißtrafos bekämen den RFID-Chips nicht gut. “Kommt mit eurem neuen RFID-Reisepass bloß nicht in die Nähe meiner Mikrowelle”, warnte er die Kongressteilnehmer….”
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,392476,00.html
Den original Beitrag finde ich auf die schnelle grad nicht…
also mit der neuen visa erstmal ne runde schweißen gehen oder lecker mikrowellenessen vorbereiten ^^
[...] erst hatten sich die Funkchips als Sicherheitslücke erwiesen, was den Einsatz in Kreditkarten besonders fragwürdig macht, schon kommt Verayo, ein Start-Up aus [...]
blos gut es gibt demnächst ein hundertprozentigen schutz auf dem deutschen markt,,,
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