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Britischer Weißkittel: Atomare Flugzeuge sind die Zukunft

Dienstag, 28 Oktober 2008 12:32 von Ralf Müller

Was für eine strahlende Idee: Statt die Umwelt weiterhin mit einer globalen Kerosinwolke zu vernebeln, werden wir zur Idee des nuklearen Flugzeugs zurückkehren.
Ein Atom-Flieger, der nicht Bomben abwirft, sondern selber zur fliegenden Bombe wird? Das gab es schon mal. Tatsächlich. Mitten im Kalten Krieg schraubten die Amerikaner an ihrem B-36-Bomber herum (Bild), der einen Reaktor an Bord hatte. Das waghalsige Konzept wärmen Wissenschaftler nun wieder auf bei ihrer Suche nach einer Alternative nach dem teuren und schmutzigen Kerosin. Der Vorteil, auf dem sich spaltenden Atom durch die Lüfte zu reiten: Das Nachtanken entfällt, es ginge nonstop rund um die Welt. Ohne CO2-Ausstoß. Ohne Öl-Reserven zu verbraten oder zur globalen Erwärmung beizutragen. Zumindest so lange nichts passiert…
Prominenter Fürsprecher der Idee ist Ian Poll, Aerospace-Professor an der englischen Cranfield-Universität. Im lukrativen Nebenjob ist der Technologiechef des staatlich geförderten Omega-Projekts, das nach umweltfreundlichen Alternativen für die Luftfahrtindustrie sucht. Als solcher holte er nun die alte atomare Idee aus der 50er-Jahre-Schublade.
Natürlich wäre das alte Konzept einer fetten Reaktorkammer und mit Bleiplatten verkleidete Cockpits heute nicht mehr tragfähig. Professor Poll stellt sich im Interview mit der Times eher vor, Flugzeugtriebwerke mit embedded Mini-Kraftwerk zu entwickeln. Man könne heute auf die lange Erfahrung mit Atom-U-Booten zurückgreifen und mit neuen Materialien und verfeinerten Konzepten an die Entwicklungsarbeit gehen. Daher sei er zuversichtlich, dass es uns möglich wäre, in den nächsten 30 Jahren kleine und sichere Bonsai-Atomtriebwerke zu bauen, die weder Strahlung nach Außen abgeben, noch bei einem Flugzeugabsturz eine nukleare Katastrophe verursachen. Spätestens dann wäre das Kerosin-Konzept ohnehin am Ende. Professor Poll hat auch noch eine deutlich problemlosere Variante seiner Atomidee in petto: Moderne Atomkraftwerke am Boden erzeugen Wasserstoff, der im Flieger in Brennstoffzellen für Vortrieb sorge – so wie in den modernsten heutigen U-Booten. Da müsse man nur noch die Probleme Schubkraft und Reichweite lösen.
Rob Coppinger, Experte für Flugzeugtechnik und Autor bei einem Fliegermagazin, glaubt eher, dass der atomare Antrieb durchaus bald fliegend zum Einsatz komme – in unbemannten Fernaufklärern zum Beispiel, die besonders lange in der Luft bleiben müssen. (rm)

Times Online

Kommentare

Klingt nach einer guten Idee. *indeckunggeh*

  • von benkei'
  • 28.10.08 13:24
  • comment

Al Qaida freut sich….

Ich nicht!

  • von Sinaria
  • 28.10.08 13:31
  • comment

kommt doch tatsächlich auf die umsetzung an, wenn es ohne strahlung und nukleare katastrophen bei absturz geht, is es doch top

  • von Anonymous
  • 28.10.08 13:34
  • comment

außerdem gibt es ja URAN in unendlichen mengen ;)

der gane strahlenmüll wird dann mittels einer uranbetriebenen rakete auf den mond geschossen, damit er in der nacht noch heller leuchten kann??

lg Klemens

ps: in zukunft wird man sich über den heutigen lebensstiel gedanken machen müssen, da 6mrd menschen + europäischer oder besser noch amerikanischer lebensstiel nicht tragbar sind !!!

  • von klefreak
  • 28.10.08 13:48
  • comment

omg alter, jetzt soll es die flugzeuge für terroristen schon vorpräpariert geben???

ich weiß, nicht im personenverkehr…

solche flugezeuge sind dann wohl abschusssicher^^ keiner will das ding in seinem land abkiegen^^

  • von Anonymous
  • 28.10.08 15:17
  • comment

Ich finde die Atomidee ziemlich gut, die alternativen regenerativen Energie-Konzepte sind leider nicht wirklich in der Masse Anwendbar. …

Aber generell sehe ich das Problem wie klefreak, im Westlichen Lebensskonzept.

Leider Stoßen nun drittländer immer weiter vorne auf, und die übertrumpfen uns in ihrer Masse um ein vielfaches, und wenn die zu unserem Standart gelangen sollten…

obwohl ich mir kaum vorstellen kann das Unser Planet das noch mitmachen würde., dafür sind es einfach zuviele Mäuler,

hurra mal wieder eine nuklear- diskussion

natuerlich ist das energy quelle sehr toll
-im ersten moment verursacht das natuerlich weniger muell als al kerosin

aber
wohin damit
die idee mit dem mond gilt bis heute noch als zu unsicher -was passiert, wenn die rakete ueber der erde explodiert? gelber regen?

und auf der erde? es gibt bis heute kein endlager wo das zeug hin soll und wollen wir wirklich noch mehr von diesem muell unter unserem arsch lagern?

  • von Anonymous
  • 28.10.08 15:34
  • comment

Mal eine ganz doofe Frage: Und die Alternative wäre? Die ganze Diskussion zum Atomausstieg ist völlig unsinnig ohne Alternativen zu nennen… Womit möchten denn die Herren Umweltschützer den steigenden Energiebedarf decken – ich spreche von der Grundlast, nicht von irgendwelchen Spitzen, die vielleicht ganz toll mit Offshore-Anlagen ausgeglichen werden können…

  • von benkei'
  • 28.10.08 16:40
  • comment

@^^

Die Frage nach der Alternative ist nicht doof, sondern naheliegend und bei weitem einfacher, als die meisten Menschen auf diesem Planeten glauben würden. Hier ein paar Denkanstösse von mir:

1) Warum werden trotz Energiekrise noch immer unwirtschaftliche (PKW)-Fahrzeuge (unwirtschaftlich = Hubraum>1,6L) produziert und vor allem konsumiert?

2) Warum werden immer mehr Elektrogeräte produziert, die irgendwelche sinnlosen Funktionen auch im “AUS”-Zustand ausführen müssen und somit Energie für eine Arbeit verbrauchen, die von 99% der Konsumenten gar nicht bewusst gewünscht oder genutzt wird (PC>ATX-Standby, WoL, WoT, Autoshutdown)?

3. Warum werden immer mehr Produkte in völlig unsinnige, aber schön aussehende, Verpackungen gesteckt? Die Verpackungen verbrauchen während ihrer meist extrem kurzen Lebensdauer (=Nutzdauer) mehr Energie, als das verpackte Produkt anderweitig einsparen bzw. Nutzwert bringen kann.

4. Warum ist mittlerweile den meisten Leuten egal, warum und wieviel Energie eine Sache verbraucht, so lange man nicht selber dafür zahlen muss? Bei mir hier auf Arbeit sitzt die halbe Belegschaft im Winter mit aufgedrehter Heizung und offenem Fenster. Darauf angesprochen bekommt man nur die Aussage: Ist doch nicht mein Geld. Und Umwelt ist mir egal…

5. Warum wird für Leute, die nichtmal wissen, was es bedeutet, wenn auf der Packung steht “Gerät verbraucht 28 Watt”, nicht einmal eine Aufklärungskampagne gestartet?

6. Warum ist es bei der gewinnbringenden Vermarktung von zumeist unsinnigen Produkten IMMER die Umwelt, die den kürzeren zieht?

7. Warum schnallt von den ganzen Vollidioten auf diesem Planeten keiner, dass es Umweltmäßig 5 VOR 12 IST und JEDER ENDLICH ETWAS TUN MUSS und sich NICHT IMMER DARAUF VERLASSEN DARF, DASS IRGENDWER SCHON WAS MACHEN WIRD???

Meine Meinung: So lange sich jemand an an einer Sache persönlich bereichern kann und das einzige Qualitätsmerkmal auf diesem Planeten GELD ist, ist dieser Planet samt der dümmsten jemals dagewesenen Tiergattung (nämlich den Menschen) dem Untergang geweiht. Es ist wirklich erschreckend, mit welchen Mitteln versucht wird, den Lebensstandard von einigen wenigen 100.000en zu halten. Flugzeuge mit Atomreaktoren. Also, schlimmer gehts glaube ich nicht mehr.

  • von Maxxperformer
  • 28.10.08 17:20
  • comment

Jetzt kann uns nur noch Captain Planet und sein Planeten-Team helfen.

  • von needmoreweed
  • 28.10.08 17:26
  • comment

wie funktioniert das?
reaktor im flieger, dort wasserdampf erzeugen und turbinen antreiben? oder wasserstoffspalten und dort verbrennen?

ach ja das ding gabs schon vor 60 jahren: area51 da ist es abgeraucht…herrliche mutanten rennen da jetzt rum…

Die Versicherungsprämien für ventuelle Absturzschäden würde ich dann gern mal sehen.
Oder das wird einfach nicht versichert und wenn was passiert hat man eben Pech. Ist ja bei den Atomreaktoren genauso.

Genau, und wenn es doch mal zu Problemen kommt, dann werden schnell die Bor-Stäbe in die Reaktor-Kammer geschossen, um die Kettenreaktion zum Stillstand zu bringen…

“Puh, ein Glück! Um Haaresbreite wären wir in einer Nuklear-Explosion verdampft… Jetzt werden wir nur noch abstürzen. – Das ist doch viel besser!”

;)

  • von Anno dazumal
  • 28.10.08 21:27
  • comment

Ich hoffe nur eines. Wenn so ein Ding wirklich gebaut werden sollte, und es dann abstürzt, sollte es wenigstens nur auf das Haus dieses Professors fallen, am besten wenn der Herr Coppinger ihn besucht.

H.

  • von Hugo Waldem
  • 29.10.08 9:12
  • comment

na ich denke mal, dass es sich dabei nun erstmal um eine grobe phantasie handelt. vom grundsatz her ja auch gar nicht so schlecht die idee, genau wie die der kalten fusion, würde es gehen, wär das nicht so schlecht. und nebenbei: in der herkömmlichen bauweise würde die amerikanische luftfahrtbehörde das ding eh nie fliegen lassen, denn so könnte irgendwelchen schurkenstaaten ja spaltbares material in die hände “fallen”. ansonsten denke ich, hat maxxperformer recht stimmig gesagt was los ist, nur noch so am rande zu leser: die erde ist durchaus in der lage 6mrd menschen satt und zufrieden zu machen, man müsste nur beispielsweise ernten nicht vernichten, sondern verschiffen (wär sogar billiger), aber das ist eine andere geschichte, die hier nicht hingehört.

  • von Klugscheisser
  • 29.10.08 10:17
  • comment

…das mit den 6 Mrd. ist ja ganz nett, aber schon die auf US-Niveau (materiell / CO2, nicht geistig) funktioniert nicht. Die ganze Debatte ist für den A… wenn wir nicht endlich unsere Vermehrungsrate auf Null-Wachstum schrauben!

  • von olli-g.
  • 29.10.08 12:24
  • comment

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