Notebooks mit Hybrid-CPU am Horizont
Donnerstag, 27 November 2008 10:30 von Fritz Effenberger
Was bei Grafik bereits funktioniert, soll demnächst auch zum Strom sparen taugen: Notebooks mit 15 Stunden Laufzeit.
Das Problem: Intel-Prozessoren haben ausreichend PS unter der Haube, um auch in Notebooks für vollen Multimedia-Genuss zu sorgen, genehmigen sich aber gern einen tiefen Schluck aus der Akku-Flasche. ARM-CPUs dagegen verbrauchen vergleichsweise wenig Saft, stellen aber gerade mal ausreichend Rechenpower für textlastige Anwendungen zur Verfügung.
Die Lösung: Ein Blick auf den Grafiksektor zeigt, dass die Hybrid-Technik durchaus funktionieren kann. Dort arbeiten ein On-Board-Chip und ein vollwertiger Grafikbeschleuniger zusammen, um im Office-Betrieb Strom zu sparen.
Das selbe Prinzip wird nun auf Notebook-CPUs angewandt. Dell will in den Modellen Latitude E4200 und E4300 zusätzlich zum Intel-Rechenchip einen ARM integrieren, der dann gebootet wird, wenn nur Email, Browser und Text gefragt sind. Winziges Problem: Das Notebook-übliche Vista ist nicht in der Lage, zwei so unterschiedliche Prozessoren, oder überhaupt nur etwas anderes als x86, zu verwalten.
Abhilfe soll hier die Zusammenarbeit von ARM mit Ubuntu-Entwickler Canonical bieten. Im nächsten Jahr soll es Ubuntu für ARM-Chips geben, dann sollte es möglich sein, der Klapprechner nur einmal zu starten und je nach gewünschter Anwendung die CPU zu wechseln. Und so kommen die Insider zu Laufzeitberechnungen von bis zu 15 Stunden, was nicht übertrieben erscheint, vergleicht man MIDs mit reiner ARM-Bestückung, die auch schon mal eine ganze Woche laufen.

Kommentare
>MIDs mit reiner ARM-Bestückung, die auch schon mal eine ganze Woche laufen.
Die haben aber auch keinen hellen 15,4 Zoll LCD Bildschirm. ;-)
Hier muss sich mit LED Hintergrundbeleuchtung und teilreflektivem Display (Beleuchtung aus bei genug Umgebungslicht) noch einiges tun.
Es gibt doch schon Samsung-Notebooks, die 24h am Akku laufen können – ohne ARM-CPU. Naja, irgendwie finde ich das nicht so toll, denn dann müsste ich ja vorher wissen, was ich machen wollen würde. Ansonsten heißt es Neustarten mit Intel-CPU. Vor allem die Einschränkung auf ein OS stört. Ich denke, Intel oder AMD sollten “einfach” ihre Mobile-CPUs im Idle deutlich stromsparender machen. Bzw. sollte ARM ihre CPUs deutlich performanter machen. Oder generell die ganze Notebook-Architektur. Wenn ich mir eine Seite angucke, dann hat eigentlich außer dem Display nichts zu arbeiten und nichts strom zu ziehen.
Windows Vista scheint ein immer größerer Schuss in den sprichwörtlichen Ofen zu sein. Zuerst läufts nicht auf Netbooks, auf Hybrid-CPUs läufts auch nicht…
Rofl ich bezweifel, dass die Notebooks mit weniger leistung nennenswert längere laufzeiten haben..
Die Hersteller werden einfach kleinere akkus einbauen und die großen dann gegen absurde aufpreise anbieten.. ist bei Motorrädern und autos doch genauso… Das eine Auto braucht 20l/100km das andere 4l/100km, trotzdem kommt das 4l auto mit einer Tankfüllung nicht 5x so weit wie das mit dem 20l motor…
Wenn der Wechsel nicht im laufenden Betrieb funktioniert ist die Technik keinen Cent wert!
…sie arbeiten aber daran!
aber nur fuer linux;)
@ziczac und Anno dazumal
> dann sollte es möglich sein, der Klapprechner nur einmal zu starten und je nach gewünschter Anwendung die CPU zu wechseln <
mal richtig lesen ;P , also das Umschalten im Betrieb ist wohl ein essentielles Ziel der Geschichte.
(@FE: sollte wohl “DEN Klapprechner” heissen, so am Rande)
aber das LINUX wird auch net schwupp-di-wupp von ARM auf X86 umswitchen können …
Prinzipiell müsste Chipzilla ne virtualisierungsschicht über ihre Proz legen – so dass das Betriebssystem (egal ob Vista/Se7en oder was auch immer) nicht mitkriegt daß da auf Sparflamme gekocht wird (egal ob jetzt der iCore0815 oder der ATEMxxx aktiv ist).
>Prinzipiell müsste Chipzilla ne virtualisierungsschicht über ihre Proz legen – so dass das Betriebssystem (egal ob Vista/Se7en oder was auch immer) nicht mitkriegt daß da auf Sparflamme gekocht wird (egal ob jetzt der iCore0815 oder der ATEMxxx aktiv ist).<
Willst du damit sagen, dass der Intel-Prozessor eine ARM-Architektur virtualisieren soll? Was hat man denn damit gewonnen? Der Prozessor verbraucht noch genau so viel Energie aber alles läuft langsamer…
Das ist die Idee, el-sancho. Ich schlag Opel oder sonstwem vor, dass ihre Autos Hybrid-Antrieb virtualisieren sollen. Dann verbrauchen sie sicher auch weniger.
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