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Apple schleudert DMCA gegen Psystar

Donnerstag, 04 Dezember 2008 0:11 von Nik Huber-Pöldl

Apple hat einen neuen Dreh gefunden, um sich die unliebsame Hardware-Konkurrenz einer kleinen Firma namens Psystar vom Hals zu schaffen: Ein Copyright-Gesetz namens Digital Millenium Copyright Act (DMCA).

Das ist neu in diesem Kampf Goliath gegen David. Apple wirft der kleinen PC-Kisten-Klitsche in Miami vor, das umstrittene Copyright-Gesetzesmonstrum verletzt zu haben durch die Umgehung von Kopierschutzmechanismen, die Apple in Mac OS X einsetzt. Das DMCA-Gesetz kriminalisiert insbesondere alles, was Kopierschutztechniken umgeht bei digitalen Medieninhalten und Software.

Apple behauptet in einer neuen Eingabe an das Gericht, die Berufung auf DMCA beruhe auf “neuen Informationen, von denen Apple seit der ursprünglichen Klageschrift erfahren hat”. Obwohl weder der DMCA noch Psystars Vorgehensweise neu ist, schließlich läuft das Verfahren Apple gegen Psystar bereits seit Juli dieses Jahres. Zuvor hatten sich Apples Anwälte drei lange Monate Zeit gelassen, bevor sie zur Klage gegen den “Mac-Kloner” bliesen, der es nun bereits seit acht Monaten wagt, mit Apples Betriebssystem kompatible Hardware in den Verkauf zu bringen.

Mit der Copyright-Keule könnte Apple tatsächlich den tödlichen Schlag gegen Psystar führen. Der zuständige Richter hat bereits Psystars Monopolvorwurf gegen Apple abgewiesen, da die Firma im gesamten PC-Angebot doch reichlich Konkurrenz habe und die Zwangsbündelung von Hardware und Betriebssystem daher nicht ins Gewicht falle.

Als interessantes Detail am Rande geht aus den Prozessunterlagen hervor, dass Psystar bereits für diesen Herbst die Markteinführung eines Macbook-Klons plante. Dieser Kelch zumindest scheint also an Apple vorübergegangen zu sein.

(nik)

TG Daily

INQ über Apple / Psystar

Kommentare

boah, ich kann die ganzen iSteve-stories schon bald nicht mehr ertragen … ^^

  • von mozilla
  • 04.12.08 8:03
  • comment

wer braucht schon Psystar ? einfach den dongle für 100 Euro in der Schweiz kaufen und OSX läuft auf JEDEM vorhanden Rechner, legal mit allen Updates !!
http://www.chip.de/news/Geknackt-USB-Stick-verwandelt-PC-in-einen-Mac_32866802.html

  • von Anonymous
  • 04.12.08 10:45
  • comment

die news ist falsch!!

Es geht nicht um die “Kompatible Hardware”, es geht darum, dass das Betriebssystem verändert wird um auf einem PC zu laufen… man man man

  • von anonymer
  • 04.12.08 10:50
  • comment

Gut so weg mit Psystar

  • von Anonymous
  • 04.12.08 11:37
  • comment

[...] Monopolismus 1: Apple verklagt einen Konkurrenten der Apple-kompatible Produkte herstellte wegen Copyright-Verstoß [...]

@anonymer

und wo liest du bitte etwas über kompatible Hardware in dem Artikel? man man man…

Apple verarsch wie so oft seine Kunden:

http://winfuture.de/news,43980.html

  • von Anonymous
  • 04.12.08 15:15
  • comment

@mcfly
Wer lesen kann ist klar im Vorteil oder aber einfach mal die Suche verwenden. Dann wäre dir sicherlich folgender Satz aufgefallen:
“Zuvor hatten sich Apples Anwälte drei lange Monate Zeit gelassen, bevor sie zur Klage gegen den “Mac-Kloner” bliesen, der es nun bereits seit acht Monaten wagt, mit Apples Betriebssystem kompatible Hardware in den Verkauf zu bringen.”

Richtig und der Punkt ist aber das dass OS verändert wird.

allerdings @Anonymous

Wer braucht so ne scheisse für 110€ wenn es doch
http://letmegooglethatforyou.com/?q=Kalyway+10.5.2 gibt???

  • von staanniiee
  • 04.12.08 16:04
  • comment

@staanniiee
Dank der Richtigstellung von anonymer habe ich das auch so verstanden. Ich wollte lediglich die Frage von mcfly beantworten :)

apple hat sich mehr oder weniger gerade selbst (und ihre i-tunes store kunden) ins knie gefickt.

weniger sich selbst aber auf jeden fall ihre kunden.

gerade haben sie (apple) mit den großen labels noch jahrelang verhandelt diesen ganzen DRM und kopierschutz crap – was ja alles unter das DMCA fällt – abzuschaffen…

…und schon fangen sie an es für sich selbst zu beanspruchen – wollen es anderen gleichzeitig in abrede stellen.

da wird bei den nächsten verhandlungen über das thema so ziemlich jeder label-boss sagen:

“hey steve, take this splintered wooden pole and shove it up Ur’s – and then go to Hell! YA dumm little Pussy!

. . . und so verliert man in 0 komma NIX seine gesamte glaubwürdigkeit!

  • von Knallbonbon
  • 04.12.08 20:18
  • comment

Knalli

Da vergleichst jetzt Äpfel (im wahrsten Sinn des Wortes) mit Birnen….

Pat, mehr kommt da nicht? Nur lauwarme, schwule Luft?

King was du schreibst ist aber Quatsch.

Apple nutzt den Act da richtig.
Sie setzten sich dagegen ein, wofür noch alles verwendet werden kann.

Denke nur mal eine Sekunde nach was passieren würde, wenn es kein Gesetz mehr gibt das es verbietet Fremde Software zu verändern, ohne die Produktbezeichnung abzuändern und einen Hinweis zu hinterlassen.

Theoretisch gesehen macht Psystar aber genau das.

Und wenn Apple was Copyright angeht, so schlimm wäre wie ihr denkt, würde es das OSX86 Project nichtmehr, oder zumindest nicht in dieser öffentlichen Form geben.

Warum geht Apple nicht dagegen vor? Weil an dem Projekt, viele , ja sau viele Free-BSD Programmierer beteiligt sind. Und diese braucht Apple zwangsweise bzw. profitiert stark von ihnen. Im gegenzug genießen sie so etwas wie “Diplomatische Immunität”

  • von stanniiee
  • 05.12.08 15:00
  • comment

Ich meinte natürlich schwüle Luft!

King, kommt da jetzt noch was oder war dein Post nur schwüle Luft? :)

  • von stanniiee
  • 05.12.08 16:29
  • comment

Was kann soll ich noch groß sagen? Pat wirft eine Phrase in den Raum und gut ist. .-.
Was soll ich da noch kritisieren als das was da eben nicht kam und vermutlich auch nicht kommen wird?

  • von Heißluft King
  • 05.12.08 22:52
  • comment

Manchmal reichen Phrasen aus um Gedanken anzuregen….;-)

Aber mal kurz wie ich das sehe zum Thema DRM in Musik und Phystars Aktion:

1.) Musik – ich KAUFE mir Musik und möchte Sie frei nutzen dürfen. Apple ist da am richtigen Weg.

2.) Phystar ändert hier Software und verkauft Sie weiter (nutzt hier also nix für den Eigenbedarf sondern bereichert sich) – Und das ist nunmal falsch.

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