Gerücht: Intel will 10 Prozent der Belegschaft feuern
Samstag, 06 Dezember 2008 13:13 von Ralf Müller
Unemployment Inside: Chipzilla haut die Leute raus aus dem Reinraum. Im nächsten Jahr könnte es jeden zehnten Mitarbeiter erwischen.
Craig Berger beobachtet von Berufs wegen den Halbleitermarkt. Im Falle von Intel sieht der Analyst von Friedman Billings Ramsey dunkle Vorzeichen im Kaffeesatz: Mindestens 6 bis 7 Prozent, möglicherweise auch 10 Prozent der Belegschaft müssen 2009 gehen. Dann dürften seiner Einschätzung nach im nächsten Jahr die Gehaltserhöhungen ausfallen. Mit diesen beiden Maßnahmen könne der Konzern etwa 1 Milliarde Dollar Kosten einsparen. In der Zwischenzeit dementierte der Konzern fleißig diese Einschätzungen, während sich zugleich Insider aus dem Betrieb melden und bestätigen, dass seit einiger Zeit im Management die Personalfrage diskutiert werde.
Nicht nur AMD habe mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen, Berger schätzt, dass auch Intel im Jahresendquartal 9 bis 15 Prozent weniger einnehmen könne als gewohnt. Das sieht Tim Luke, Analyst bei Barclays Capital, ganz ähnlich und trimmt die Intel-Vorhersagen auch gleich noch fürs nächste Jahr auf Sinkflug. (rm)
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Kommentare
Typisch Intel:
Kunden verarschen, Mitarbeiter rausschmeißen, Wettbewerber niedermachen, Judikative belügen
tolle Firma!
@Anno dazumal: das ist doch gang und gebe :/
denke hier ist es ausgeprägter als bei manch anderem mittbewerber.
@anno dazumal: anscheinend lebst du in einer Traumwelt. Schon mal eine Firma gesehen die nicht so handelt? Wenn die Verkäufe wegbrechen muss man nunmal Mitarbeiter feuern, alles andere wäre einfach nur dumm. Die Frage ist jetzt nur ob die Verkäufe wirklich so stark einbrechen wie die Herren Analysten denken, wäre ja nicht das erste Mal das sie komplett daneben liegen.
Ja, das ist leider das Problem und Schicksal jeder Aktiengesellschaft (AG). Die geldgeilen Aktionäre im Hintergrund bestimmen die Humanität und Politik eines solchen Konzerns.
Intel ist ein Unternehmen dem es so gut geht, dass es einen sinkenden Umsatze wegstecken könnte ohne dabei auch nur annähernd in die Verlustzone zu kommen oder seine Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Wenn Intel durch diese Maßnahme 1 Millarde Dollar Kosten einsparen kann, ist es möglich entgangene Gewinne durch den erwarteten sinkenden Absatz auszugleichen. Aber bei rund 5, 6, 7 Millarden Gewinn pro Jahr, dürfte diese 1 Millarde weniger verschmerzbar sein, wenn dadurch nicht tausende Menschen vor die Tür gesetzt werden.
Es geht nicht nur um soziale Verantwortung, nein,
wenn diese Verhalten bei gut situierten Unternehmen Schule macht, wird die Arbeitslosenzahl so stark ansteigen, dass sich die Unternehmen iher (Luxus)Güter selbst in den Allerwertesten stecken können. Denn wer soll die dann noch kaufen? Arbeitlose? Unternehmen die weniger Aussattung brauchen, weil sie weniger Belegschaft haben?
Wenn die Antwort auf die Wirtschaftkrise nicht (zwingend) nötige Entlassungen lautet, wird man in einen Teufelskreis kommen, der den (Groß)Konzernen die Tränen und das Blut die Augen treibt.
@Heißluft
würden alle Lebewesen so denken wie du, dann wären wir heute nur Einzeller ;)
Mein Name ist Programm. Aber nicht nur bei mir.
Auch nicht schlecht, ca. 10.000 Drecksäcke weniger auf der Welt. Mit etwas Glück bekommen diese Leute wieder Verstand und ihre verkaufte Seele zurück.
@idealist: oh ja, weil Intel ja die böseste Firma auf der Welt ist, Herr wirf Hirn vom Himmel
In der IT Branche definitiv! Und andere Mafia-Konferne (Pharma / Öl / Lebensmittel bzw. Chemie) steht hier nicht zur Debatte.
An alle Dünnbrettbohrer hier: wisst ihr, wie hoch die Gewinne von Intel in den letzten Jahren waren? Ihr würdet nicht schlecht staunen!
Außerdem ist es meiner Ansicht nach nicht gang und gebe, dass sich eine Firma vor den Kartellbehörden bzw. der EU-Kommission verantworten muss.
Einfach mal Gehirn einschalten, bevor man etwas schreibt… ;)
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