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MP3 killt Audiophilie

Freitag, 06 März 2009 8:50 von G. Kustermann

Kann man mit blechernem MP3-Sound glücklich werden? Und wie – hat ein Forscher der Stanford University herausgefunden.

In einer Langzeitstudie, die sich über acht Jahre erstreckte, hat Musikprofessor Jonathan Berger festgestellt, dass die von Klangenthusiasten vorgebrachten Argumente gegen MP3-Formate bei deren Benutzern auf buchstäblich taube Ohren fallen.

Und es kommt noch schlimmer: Nicht nur, dass das verdorbene Jungvolk keine Klangunterschiede mehr erkennt – es gibt inzwischen sogar den komprimierten Klängen den Vorzug. Systematisch entwöhnt von “echten” Tönen wurde der Nachwuchs der Studie zufolge auch durch den anhaltenden Konsum von Musik am Rechner, der in der Regel mit minderwertigen Lautsprechern ausgestattet sei.

So könnte sich nun das kurze Zeitalter der stereophonen Audiophilie dem Ende zuneigen und vielleicht werden Aufnahmen bald wieder gezielt für den Konsum auf Billiggeräten gemixt – so wie es die Tontechniker der Sun Studios in den 50-erJahren ja auch schon fürs Autoradio getan haben … [gk]

PCWorld

Kommentare

Schade eigentlich …. viele geben sich ja auch schon mitlerweile mit der Tonquali von Youtube Musik zufrieden….
Jedoch kann ich leider auch schon keinen Unterschied mehr zwischen 192 Mp3s und 24Bit Dateien feststellen.
Nur es ist sehr wohl einer zwischen 128er Mp3s und den 192er zu höhren :P

  • von gast-24
  • 06.03.09 8:56
  • comment

“…vielleicht werden Aufnahmen bald wieder gezielt für den Konsum auf Billiggeräten gemixt…”
Dazu kann ich nur sagen dass das meines Erachtens schon sehr häufig passiert.
Dafür ist es dann jedes mal umso schöner wenn man Musik hört bei der man merkt dass die Quali irgendwie besser ist (auch bei mp3 erkennbar).

Ich bezweifle ernsthaft, dass oben erwähnter Herr Berger einen Unterschied zwischen einer CD und einer Mp3 Datei, die mit 320 kbit/s komprimiert ist, feststellen könnte. Was die minderwertigen Anlagen (u. a. PC-Lautsprecher) betrifft, kann es doch wohl kein Argument gegen das Komprimierungsformat Mp3 sein.

Also ich dachte immer die Top50 kommen direkt von Jamba & Co aus deren “Ton”-Studios ;)

Den Unterschied zwischen MP3 und CD hör ich schon noch, wenn auch nur geringfügig. Nur zwischen 192 kbits/s und mehr hör ich keinen Unterschied. Letzten Endes hab ich meistens sowieso die originalcds, die ich bei mir zu Hause lieber höre.

Wer hat denn zu Hause Lautsprecher, die ihr Prädikat als Schallwandler verdienen würden – und den dazugehörigen Verstärker, nebst Oberklasse-Ausgabegerät?
Na gut, ich schon aber es ist mir schon klar, das ich von Bekannten diesbezüglich nicht verstanden werde (und sicherlich manchmal belächelt). Musik hat mehr denn je Consumerstatus (schade).

Exkurs: Was hätte ich mich darüber gefreut, wenn der Formatkrieg zwischen DVDA und SACD letztlich zugunsten des Kunden entschieden worden wäre – leider gibt es aus einer Vielzahl von Gründen, die in dem Formatgerangel den Anfang nahmen, kaum noch Medien auf dem Markt.

  • von Zaunkönig
  • 06.03.09 12:07
  • comment

@martin: Klar, mit 320 kbit/s komprimierte Mp3s sind ja auch der übliche Standard im Netz.

  • von selten so gelacht
  • 06.03.09 12:15
  • comment

@selten so gedacht:
Es ist mir schon klar, dass es nicht oft im Netz vorkommt, geschweige Standard ist. Streams im Netz sind sowieso nicht wirklich zum Musikhören da, wenn man ‘gehobenere’ Ansprüche hat.
Der Beitrag erweckt nur der Eindruck, als wäre das Mp3 Format schuld an einem ‘Niedergang der Audiophilie’.
Ich bezweifle nur, dass es so ist. Früher haben die Leute auch meistens Musik mit billigen Kassettenrekordern gehört, die oft auch noch aus dem Radio aufgezeichnet war.

  • von martin
  • 06.03.09 12:31
  • comment

gegen die studie selber spricht nur der immense und milliardenschwere absatz von zB. highend audiokarten (für PCs) und geräten bzw. boxensystemen wie zB. die von TEUFEL.

natürlich hat schon immer der reine konsumermarkt der billiggeräte den höheren anteil am absatz inne gehabt. alleine wenn ich nur zurückdenke an meine jugend vor ca. 20 jahren – ein graus überkommt mich noch heute wenn ich die “stereo-anlagen” meiner vielen freunde, verwandten und bekannten vor meinem geistigen auge revue passieren lasse. pfuibäh aber auch!

aber im gegensatz zu damals wurde noch nie soviel audiophiles z.T. highend equipment verkauft wie in den letzten 10 jahren.

mir kommt es so vor als ob dieser depp ganz vergessen hat das die “audio-leer-kassette” bis vor noch nicht mal allzu langer zeit das meistverkaufte medium überhaupt war. vornehmlich in der einfachen Ferrit-ausgabe weils halt das billigste war. nicht jedoch die hochwertigen Chromdioxid und noch besseren Eisenoxid kassetten (die dementsprechend teils sehr teuer waren). nur quasi kurz vorm ende setzten sich die chromekassetten auf breiter front vollends durch (aber auch nur deswegen weil sie immer billiger wurden).

“digital tape” war ja auch keine sache die abermillionen konsumenten haben wollten – und sieht man sich den durchschnittlich verwendeten “schallplattenspieler” an – dann fragt man sich unweigerlich ebenso wo da groß “audiophil” zu hören gewesen sein soll?

mein fazit ist das hier mal wieder jemand der “guten alten zeit” (die auf breiter front nie existiert hat) hinterherjammert.

buhuuuuuuuu – früher war alles besser!

  • von knallbonbon
  • 06.03.09 12:32
  • comment

@xy: du bist dir aber im Klaren, dass CDs ihre Daten auch digital speichern, womit auch hier ein Informationsverlust gegenüber analoger Technik vorhanden ist (diskrete statt kontinuieliche Werte/Zeit).

Ich bezweifle aber sehr stark, dass man diesen Unterschied als Mensch heraushören kann. Genauso wenig, wie bei MP3s mit hohen Bitraten.

Die Leute, welche behaupten, analog kling besser als digital, haben keine Ahnung. Dies ist einfach nur reine Einbildung.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das Kino: da wird bei modernen Anlagen das Knacksen und Knistern künstlich eingespielt, weil wir es gut finden… Der Grund dafür ist einfach nur, weil wir es so gewohnt sind. In Wahrheit aber, ist es eigentlich ein Störsignal. ;)

Aber vlt. gefallen uns nicht so perfekte Dinge einfach besser… dann aber zu sagen, digital ist nicht perfekt genung ist reine Doppelmoral!
Es wäre denn nur korrekt, wenn man sagt, digital ist ZU PERFEKT. Nicht so sterile Mukke gefällt uns einfach besser.

Das coole an Schallplatten ist vor allem auch die Haptik, weniger der Klang. – Man kann den Tonträger beim Abspielen betatschen, scratschen usw. Man kann die Nadel genau dort ansetzen, wo man abspielen will (fetzt einfach mehr, als mit der Maus einen Slider zu bewegen). Man sieht an den Rillen, welche Stellen viel und welche wenig Bass haben… usw.

Das ist alles schön. – Allerdings altern analoge Tonträger. Wenn man digital hingegen immer rechtzeitig sichert, dann hat man ewig einen Klang wie am ersten Tag!

Fazit:

Analoge wie auch digitale Aufnahmeverfahren haben ihre Vorteile – und somit beide ihre Daseinsberechtigung!

Wer sich mal mit Wavelets befasst hat, wird erkennen, wie genial das MP3-Format arbeitet.
Wenn die Bitrate ausreichend ist, dann gibt es hierfür keinen Grund zu Beanstandung.

Problematisch ist eher die billige Technik aus Taiwan!! – Ich war mal Aufpasser auf einem Festivall und stand 3 Tage vor der Box. Als ich am letzten Tag im Bett lag hatte ich nicht mal ein kleines bisschen fiepen auf den Ohren! Der Grund lag darin, dass die Beschallungs-Technik einem privaten Fan gehörte, welcher dafür ~40.000 Euro aufgewendet hat. – Alles gute Technik, mit fettem Sound, wo man auch bei geringer Lautstärke geniesen kann (war wirklich echt gut)!

Gestern erst war ich hingegen wieder auf so einem üblichen Konzert… schon nach kurzer Spielzeit hatte ich ein Fiepen auf den Ohren. – Ist jetzt noch voll da… will nicht laut angeredet werden… es nervt einfach nur total!!
Bloß weil der Veranstalter bei der Technik spart und dann denkt er muss voll aufdrehen, damit es besser klingt!

Also Leute, bevor wir hier über analog bzw. digital streiten und die moderen Komprimierung verteufeln, sollten wir lieber den wahren Schuldigen dämonisieren: die schiss billige Technik!!!

  • von Anno dazumal
  • 06.03.09 13:02
  • comment

So. Ohne böses Blut bitte muss ich Euch alle hier mal belehren. Ich bin nicht nur Tontechniker auf einem hohen Level, auch meine Ohren funktionieren noch sehr gut (mit über 30).

1. Das Ohr ist ein Gewöhnungsorgan.
Es passt sich innerhalb von Minuten an den Klang an. Ob schlechter oder guter Klang, das Ohr schafft es, sich so zu verhalten, ein schlechtes Signal positiv zu bewerten, wenn man es denn nur versteht… Also Nutzen vor Audiophilie.

2. Wie bei Astronauten die Muskeln in küzester Zeit schwinden weil sie nicht gebraucht werden, schwinden auch die Membranen im Ohr.

3. Ein Mp3 hat ungefähr ein Zehntel des Originals.
Wer glaubt, das hat keine Auswirkung?

MfG.

  • von Balzac
  • 06.03.09 13:09
  • comment

“3. Ein Mp3 hat ungefähr ein Zehntel des Originals.”
Vielleicht Tontechniker, aber sicherlich kein Nachrichtentechnik-Ingenieur… Ich lach mich tot.
Wer’s wissen will, sollte sich klar an Anno dazumal halten.

  • von benkei'
  • 06.03.09 13:34
  • comment

@Balzac: Als Tontechniker hast sicherlich von der Mathematik, welche hinter der Komprimierung steht null Ahnung.

Dabei werden nur Teile weggelassen, welche man eh nicht hört. Das zu Erklären würde hier zu weit gehen, schließlich gab es für die ganzen Wavelet-Geschichten schon mehrere Nobelpreise.

Das es funktioniert siehst du ja daran, dass man MP3-Musik hören kann, ohne das einem die restlichen 90% des Origianls fehlen.

Allein schon die Formulierung “Wer glaubt, das hat keine Auswirkung?” bestätigt wieder mal meine Behauptung, dass dies alles reine Einbildung ist.

Mit ‘Glauben’ hat das nichts zu tun! Und selbst wenn man einen Unterschied hören würde, dann ist noch lange nicht gesagt, dass das Original auch das bessere ist – schließlich ist Musik ein rein subjektive Sache (und die Geschmäcker sind nunmal verschieden).

Als Tontechniker solltest du lieber darauf achten, dass du keinen billige Technik verwendest! – Die Preise sind nicht umsonst so unterschiedlich in dieser Branche… ;)

  • von Anno dazumal
  • 06.03.09 13:37
  • comment

“Audiophil” klingt immer so nach Schallplattenficker…
MP3s verhindern den Mißbrauch von unschuldigen Schallplatten!

  • von Anonymous
  • 06.03.09 16:43
  • comment

Ganz unrecht hat der Forscher wohl nicht. Es gibt immer noch viele, die schwören auf die gute alte Schallplatte. Die finden den Klang einer LP einfach viiiiel besser als CD. Ich behaupte allerdings, die CD gibt das Stück deutlich “näher am Original” wieder – bei einer LP wird der Klang durch physikalische Grenzen der Abtastungsnadel und zusätzlichen Dingen wie Staub (Knackser…) verfremded. Da nützt selbst der allerbeste Plattenspieler nichts (wobei dann in den allermeisten Fällen eh die Box das schwächste Glied in der Kette ist).

Allerdings legten viele Leute früher viel “bewusster” Musik auf (das sanfte Auflegen der Plattennadel ist ja fast schon eine Zeremonie), und verbanden das ganze dann auch mit etwas Angenehmen (gute Musik hören, entspannen …). Daher empfinden – meiner Meinung nach – immer noch viele (meist ältere) Leute den Klang einer Schallplatte mitsamt Knacksern und sonstigen Verfälschungen als “besser” gegenüber einer CD. Aber neutral betrachtet liegt der Klang einer CD viel näher am Original.

Könnte mir durchaus vorstellen, dass bei den Kids der gleiche Effekt bezüglich MP3 auftritt. Die Verfälschte Wiedergabe schlecht kodierter MP3-Stücke könnte tatsächlich etwas “angenehmes” auslösen, wenn es oft genug damit in Verbindung gebracht wird. Ich glaube, das ist es, was der Forscher sagen wollte.

Dass der Forscher aber generell von “MP3-Sound = schlecht” spricht, finde ich nicht gut. Es kommt natürlich sehr auf die eingestellte Kodierungs-Qualität an. Eine mit 512 KBit/s kodierte MP3 oder AAC Datei wird wohl so gut wie niemand von der Original-CD unterscheiden können. Und wenn, dann hat die Person meistens bereits kleine Schäden am Gehör: Bei verlustbehafteter Kodierung wird nämlich das weggelassen, was ein gesundes Gehör gar nicht wahrnehmen kann, da es von anderen Frequenzen überlagert wird. Hört ein “kaputtes” Gehör nun zufällig eine Frequenz nicht, die eine andere eigentlich überlagern sollte, so kann tatsächlich der Mensch mit dem schlechten Gehör sehr wohl einen Unterschied zwischen CD und MP3 erkennen.

  • von audiophiler
  • 06.03.09 16:55
  • comment

Egal – für die Fahrstuhlmusike reicht es doch immer und im Gegensatz zu den ach so audiophilen Schallplatten rumpelt, rauscht und knistert es wenigstens nicht.
Mal schaun, wie lange meine CDs abspielbar bleiben – bis jetzt noh keine Ausfälle.

Richtig Spaß macht Musik im Konzertsaal, in der Jazzkneipe, beim Besuch der Kleinkunstbühne, beim Country-Festival, beim örtlichen Gospelchor und beim Konzert der Musikschule.

Da gibt es Sound, kleine Kiekser – menschgemachte Musik eben. Alles andere ist – nett.

  • von VistaWas
  • 06.03.09 17:01
  • comment

Mp3 wurde wegen der geringen Speicherkapazität von Festplatten bzw. wegen langsamer Internetverbindungen zum Erfolg. Beide Einschränkungen sind m. E. nicht mehr gegeben. Es lebe die unkomprimierte/unkompromittierte Musik.

Hmm ich dachte mir auch “Den Unterschied hört man nicht so” aber als ich Dark Side of the Moon als Vinyl bekommen habe und es als Vergleich als MP3 gehört habe, habe ich die MP3’s sofort verbannt und genieße ab sofort Vinyl ;)

  • von Fr33mind
  • 07.03.09 1:59
  • comment

Also den Unterschied hört man schon. Hängt stark von der Musikrichtung ab. Besonders bei nicht elektronischer Musik sind die höhen viel klarer. Saiteninstrumente (besonders die Harfe) haben eine unglaubliche Dynamik, genauso wie bei Gesang. Bei ein und dem selben Stück kann das so weit gehen, das man meint ein ganz anderen Interpreten vor sich zu haben.

  • von Anonymous
  • 07.03.09 16:11
  • comment

Ich schließe mich allen denjenigen an, die ebenso wie ich den Unterschied spüren, den eine Schallplatte im Vergleich zu einem CD Player – oder dem MP3 Format ausmachen. Technikgeschwätz und wissenschaftliche Theoretiker dürfen gerne über Dinge debattieren, die sie nie verstehen werden, schlicht weil Ihnen etwas fehlt: Wahrnehmung über das Hirn hinaus.

  • von Ein Poweruser
  • 07.03.09 17:21
  • comment

Also die Youtube-Quali finde ich schon grotten, aber habe genug in meinem Bekanntenkrei, die von dieser Seite ihre Musik laden, von daher….der Artikel scheint recht zu haben.

Aber ich finde zwischen flac und mp3 ist doch noch ein unterschied zu hören, ok, bei 256kbit mp3 wohl nicht mehr so richtig..

[...] Mit der Verbreitung von MP3 sollen sich die Hörgewohnheiten einer ganzen Generation bereits stark geändert haben. Den Abgesang auf den guten Klang stimmt eine neue Langzeitstudie aus den USA an. Autor ist der Musikprofessor Jonathan Berger von der Stanford Universität Kalifornien und als 1954 Geborener ein Vertreter der Baby Boom Generation. Zusammen mit der Generation Golf sollte es doch gelingen diese aus audiophiler Sicht unheilvolle Entwicklung etwas abzumildern… (deutschsprachige Quelle) [...]

“Wahrnehmung über das Hirn hinaus.”
Was eine völlig subjektive Wahrnehmung ist. Hält man sich aber an die wissenschaftliche Theorie, ist das, was du “über dein Hirn hinaus” zu hören glaubst, schlichte Einbildung. Da bleib ich lieber bei meiner wissenschaftlichen Bildung…
Wobei ich gar nicht abstreite, dass Vinyl seinen Charme hat, ich besitze einige Schallplatten und höre sie auch gerne.
Allerdings ist die Qualität einer “gut gemachten” mp3-Datei schlicht so gut, dass sicherlich keiner einen Unterschied zu hören vermag.

  • von benkei'
  • 08.03.09 10:49
  • comment

Ach übrigens:

“Die Audiophilie (von lateinisch audire und griechisch φιλία) ist eine Krankheit, bei der die Betroffenen beim Hören auditiver Darbietungen – in der Regel Musik – zu einem sexuellen Höhepunkt kommen, wenn sie dabei an die technischen Merkmale des Wiedergabeverfahrens denken oder über sie sprechen. Die Audiophilie ist im ICD-10-Verzeichnis der Krankheiten unter „Sonstige Störungen der Sexualpräferenz“ (F65.8) als Paraphilie klassifiziert. ”

http://de.uncyclopedia.org/wiki/Audiophilie

Mp3 ist wahrscheinlich das Heilmittel.

  • von Anonymous
  • 08.03.09 12:02
  • comment

@ benkei

“hält man sich aber an die wissenschaftliche Theorie…” (1) Wissenschaft = nichts anderes als das dumme Hirn, das versucht, Dinge, die bereits existieren, zu erklären (was nichts daran ändert, daß das, was existent ist, auch ohne Wissenschaft existiert bzw. immer schon existiert hat, oder einfacher ausgedrückt: die Natur braucht die Wissenschaft nicht, die sogenannte Wissenschaft (von Wissen schaffen) das, was da ist, sehr wohl. In Wahrheit hat die sogenannte Wissenschaft nie auch nur einen Funken Wissen erschaffen, sie hat lediglich bereits bestehende Zusammenhänge erkannt, die Wissenschaftler vorher aufgrund Ihrer Beschränktheit Ihres Verstandes nur noch nicht erkennen konnten. Soviel zum Thema Wissenschaft.

Theorie = ein Theorem, das nicht zwingend der Realität entsprechen muss, oder anders ausgedrückt, es “sein kann”, aber meistens nicht so ist, wie z.B. die geniale Erkenntnis “die Erde ist eine Scheibe” auch mal eine Theorie unserer sogenannten Wissenschaft war, was somit absolute Dummheit in deren Reihen nicht ausschließt, sondern nur bestätigt.

Daß zwei Dinge unendlich sind, das Universum und die menschliche Dummheit hat sogar Albert Einstein erkannt, das halte ich ihm zugute.

(2) Subjektive Einbildung = übliches Wegredeargument eines jeden armseligen und bemitleidenswerten Wissenschaftlers, der Dinge, die er nicht wahrnehmen kann oder möchte, weil sein Herz verschlossen ist, und sein Verstand ihm zwingend die “Rechthaberei” aufdrängt. In Wahrheit könnte er ebenso Wahrnehmen, er will es bloß nicht wahrhaben. (Brett vorm Kopf, nein, nein, nein, daß kann nicht sein, wo ist der Beweis, daß ich es verstehe)

Bildung = in vielen Fällen absolute Einbildung, denn wo glaubst Du, erhälst Du Deine sogenannte Bildung, wenn nicht von einer vorherrschenden “Lehrmeinung”, wobei auch hier wieder die Betonung auf “Meinung” liegt. Meinen und wissen sind immer zwei paar Schuhe.

Zum Thema: Eine Vinylplatte hat andere Schwingungen als eine CD, die rein mechanisch betrachtet überhaupt keine Ähnlichkeit vorweist. Laser ist nicht Abtastkopf. Und zum Thema Töne oder Schwingungen, die anscheinend nicht wahrgenommen werden kann ich nur sagen: Wir nehmen ALLES wahr. Ob hörbar oder nicht, unser Unterbewußtsein kann mehrere Millionen wenn nicht gar Milliarden Schwingungen aus der Umgebung aufnehmen und tut dies auch. Ob Du das wahrnimmst oder nicht, ist vollkommen irrelevant. Es ist eine Tatsache. Und komm mir jetzt bitte nicht mit “beweise mir das, sonst glaube ich es nicht.” Was Du glaubst und was ist, sind ebenso zwei paar Schuhe.

Keine CD und keine MP3 Datei der Welt kann die Information, die auf einer Schallplatte vorhanden ist, wiedergeben. Analoges ist immer besser als digitales. Digitale Technik hat Vorteile, aber eben auch große Nachteile, was den Informationsgehalt anbelangt. Und selbstverständlich bin auch ich MP3 Hörer, und wie mein Nickname schon aussagt, auch jemand, der seit mehreren Jahren am Rechner sitzt und sich intensiv mit digitaler Technik und deren Möglichkeiten auseinandersetzt.

Wenn Du die Auswahl hast, mit oder ohne Kondom zu v*geln, welche triffst Du? Ein Konzert ist mehr als eine Schallplatte, und eine Schallplatte ist mehr als eine CD.

  • von Ein Poweruser
  • 08.03.09 19:59
  • comment

Naja, typisch der Mainstreampöbel halt, bei dem geht es nur ums massenhafte konsumieren.

Am besten gamen, fernsehen und lowfi mp3 musik auf einmal konsumieren ohne aber jemals tief in die musik einzudringen.

Oberflächliche geistig verküppelte Objekte kackt der Kapitalismus massenweise aus – leider. Denn es nervt.

  • von Pöbelschocker
  • 09.03.09 5:16
  • comment

wirklich beeindruckend dieses gebashe auf einen tontechniker… (da frisst wohl der neid)…

und noch witziger, daß ein Nicht-Tontechniker (wohl Computer-Nerd) ihm gleich mal unter die Gürtellinie greifen will, pseudowissenschaftlich und mit peinlichem Halbwissen… Das zeigen die Aussagen die man in jedem Eck findet, aber eben nicht wissenschaftlich sind wie: “…nur ein Drittel? Ach… die Files sind immer noch zu groß…” “…nur die Info die man sowieso nicht hört…”

Muss schon klar sein, daß die Basilarmembranen Ihren Nachbarn auch noch leicht mitschwingen lassen, oder?
Das es aber auch nicht über den ganzen Frequenzgang geschehen kann, vorallem wenn schon das “Original” nicht vollfrequenzspektrummäßig nicht alles spielt… Die ganzen Bedroom-Produzenten haben heutzutage doch nicht einmal mehr amtlich Samples… Da werden erst wieder Mp3 zerschnippselt etc.
Also, der eine odere andere hier sollte vielleicht mal wie ich in einem sauteurem Studio arbeiten und wird nie wieder Mp3s hören, geschweige denn verteidigen Ihr Armen Würstchen…
Und ganz Nebenbei. Meine Ohren sind so gut und seit 20 Jahren prof. trainiert, ich find nicht einmal 356 Mp3s schön… Keine runden Bässe, keine luftigen Höhen…

Runde Bässe, luftige Höhen, Infos die man nicht mehr hört. Ok.

Das ist alles so viel Placebo, ebenso wie LPs oder MCs besser sein sollen (finde ich auch schön, hat halt Stil), Fakt ist, dass sich das Gros der Anwender mit 128kb MP3 vollballert – und: es stört sich nicht daran.

Jenseits der 256 kB/s über SP/DIF merke ich übrigens nichts mehr an Unterschieden, objektiv (sofern man das denn sagen darf) gesehen im Vergleich zur originalen CD respektive FLAC. Und während sich hier forumsmäßig auf die Mütze gehauen wird höre ich mir schön meine MP3s, CDs was auch immer an – und hab’ Spaß dabei! :-D

  • von Karl-Heinz
  • 09.03.09 12:21
  • comment

@Poweruser:
“z.B. die geniale Erkenntnis “die Erde ist eine Scheibe” auch mal eine Theorie unserer sogenannten Wissenschaft war, was somit absolute Dummheit in deren Reihen nicht ausschließt, sondern nur bestätigt.”

Ja, aber Dummheit in den Reihen der Kirche – nicht der “echten” Wissenschaftler! ;)

Naja, mit Weißheit scheinst du jedenfalls auch nicht übermäßig gesegnet zu sein…

@Balzac: Also Bashing ist was anderes – du bist wohl keine Kritik gewohnt, was?
Warum sollte man auf einen Tontechniker neidisch sein? Du nimmst dich da ein klein wenig zu ernst Junge.
Also, ich höre Musik zum Spaß – Wenn du daraus unbedingt einen Sport machen willst, dann bitte. Viel Spaß beim weiteren Training!

PS: die restlichen MP3s findest du wohl gut? (also abgesehen von den 356, welche du nicht schön findest ;)

  • von Anno dazumal
  • 09.03.09 14:48
  • comment

@ Poweruser
“z.B. die geniale Erkenntnis “die Erde ist eine Scheibe” auch mal eine Theorie unserer sogenannten Wissenschaft war, was somit absolute Dummheit in deren Reihen nicht ausschließt, sondern nur bestätigt.”

Unter den Blinden ist der Eineugige König. Aus unserere heutigen Sicht war er Dumm. Alle anderen um ihn herum waren aber nicht viel besser…

Ohne die Wissenschaft würden wir heut noch glauben, dass ein Gewitter mit Zeus zu tun hat. Wir würden kein Internet, Autos oder sonstwas haben. Aber du hast natürlich Recht. Die Wissenschaft schafft kein Wissen. Das war alles schon vorher da. Wir hatten auch damals schon das Internet. Hat sich nur niemand getraut den PC anzuschalten oder wie?

@Balzar
Ein Mathematiker namens Claude Shannon fand raus, dass jede Sinusschwingung mit mindestens der doppelten Frequenz abgetastet werden muss um aus den daraus resultierenden Werten die Orginal Sinusschwingung wiederherstellen zu können.

So nun mag uns der nette Tontechniker doch mal erklären was die teuren Anlagen für einen Freuquenzbereich abdecken.

Ausgehen von diesem Frequenzbereich können wir dann ein digitales verlustfreies Format nehmen (mp3 ist nicht verlustfrei). Dann kann der Mensch keinen unterschied mehr hören. Das Signal was dann an die Anlage geht ist genau das gleiche wie vorher. Die weggelassenen Informationen sind genau die Informationen, die wir dank Shannon jederzeit wiederherstellen können. Dann hast du deine digitale Datei, die genausogut wie das Orginal ist. Das hat nichts mit Tontechnik sonder mit einfacher Mathematik zu tun.

@ Skunk

Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Ich sagte nicht, daß die “Wissenschaft” nichts zustande bekommt, was etwas vermessen wäre, ich sagte lediglich, daß Sie kein Wissen schafft, sondern nur vorhandenes erkennen kann und aus dem Erkannten etwas entwickeln kann. Selbstverständlich gibt es hier sogenannten Fortschritt und das ist auch gut so.
Es ging einzig und alleine um die Tatsache, daß Dinge, die Mathematiker oder Wissenschaftler als nicht beachtenswert oder nachweisbar klassifizieren, nicht zwingend nicht vorhanden sein müssen, oder oftmals sicher vorhanden sind, bloß ist keiner von Ihnen fähig, Dinge, die sie nicht sehen können, zu erfühlen. Ich weiß, das ist sehr schwer für viele und überfordert so einige. Sollte das deine Denkzellen etwas überfordern, hast Du jetzt die Möglichkeit, Dich etwas zu erweitern.

Und deinen dämlichen Spruch von wegen und unter Blinden ist der Einäugige König, na Prost. Jeder hat ein Recht auf Dummheit, die haben damals auch “nur” rothaarige Frauen als Hexe eingestuft und unter Jubel einer dummen Masse verbrannt. Schön, daß unter Hexen nicht auch Blondinen gefalllen sind, nur rothaarige zu verbrennen ist ja viel weniger schlimm. Mein Gott, Skunk kommt von Stinken, oder?

@ anno dazumal… (ohne Worte…)

  • von Ein Poweruser
  • 09.03.09 18:10
  • comment

@Poweruser
Mein Nick kommt nicht von stinken. Warum ich den Nick gewählt habe ist aber eine ganz andere Geschichte. Eine Frage habe ich aber. Hab ich dich irgendwie persönlich Angegriffen, dass du dich auf diese Niveau begeben musst. Sollte dem so sein, entschuldige bitte. Es war nie und ist auch in diesem Post nicht meine Absicht. In diesem Sinne werde ich auch darauf verzichten weiter auf deinen Beitrag und deine Beleidigungen einzugehen. Lediglich ein paar Denkanstöße meinerseits.

Wir versklaven die 3. Welt um billig an Kaffee oder ähnliches zu kommen. Wir sind also kein bischen besser. In ein paar Jahren wird man uns genauso für Dumm abstempeln wie die damals.

Ich definiere Wissen als das Wissen der Menschheit. In dem Sinne habe die Wissenschaftler sehr wohl wissen geschafft.

Beides hat nichts mit dem Thema zu tun. Das Thema war, dass die Wissenschaft, in diesem Fall die Mathematik, ganz klar dem subjektiven Empfinden von einigen Leuten wiederspricht. Schlechte MP3 Datein und die Geräusche von Staub auf einer LP mal ausgenommen. Der Staub auf der LP oder auch andere Einflüsse können bei den betroffenen Hörern durchaus positiv bewertet werden und gehört bei einigen Musikstücken einfach dazu.

Ein perfekt symetrisches Gesicht wird von uns Menschen als unatürlich empfunden. Vieleicht ist digitale Musik auch zu perfekt und klingt damit unatürlich.

  • von Anonymous
  • 09.03.09 19:54
  • comment

Verdammt ich hab den Namen vergessen.

@skunk

Ja, das ist korrekt. Wir sind genaugenommen ziemlich asozial, bzw. das ganze System ist es. In ein paar Jahrzehnten werden wir hoffentlich endlich nach über 2000 Jahren (in Worten: ZWEITAUSEND!) oder mehr uns alle als eine Einheit wahrnehmen, was wir letzlich auch sind, ein jeder ist wichtig.

Ich habe das denke ich auch nicht ausgeschlossen. (Wüßte nicht in welchem Satz)

Zum Thema Wissen: Sie haben sich Wissen angeeignet (die einen mehr, die anderen weniger), nicht geschafft. Schaffen kommt von schöpfen (erschaffen), d.h. nicht vorhandenes (Geistige Visionen) in welcher Form auch immer materialisieren. Insofern haben Sie aus vorhandenem (Atomen und die vorhandenen physikalischen Gesetze etc.) über angeeignetes Wissen Dinge daraus! “erschaffen”, und ob wir darüber in 100 oder 1000 Jahren noch stolz auf einige dieser Errungenschaften sein werden, sei dahingestellt. Ich tippe eher darauf, daß man (oder die Jugend dann) und genauso wie wir das 19. Jahrhundert belächeln selbst belächelt werden.

Persönlich angreifen wollte ich Dich keineswegs Skunk, im Gegenteil, ich wollte Dir nur ein paar Denkanstöße mitgeben, und ich finde es klasse, daß ich das denke ich auch erreicht habe.

;-)

  • von Ein Poweruser
  • 09.03.09 21:58
  • comment

ah, und nein, du hast mich nicht persönlich angegriffen, ich bin nur sehr direkt, don´t worry… (mit Ja das ist korrekt meinte ich natürlich Deine Aussage bzgl. “wir versklaven die,…”

  • von Ein Poweruser
  • 09.03.09 22:04
  • comment

Eigentlich müßten Sie ja (Glauben-zu-) Wissenkenner heissen bzw. (Glauben-zu-) Wissenkennerschaft… naja… wie dem auch sei. Um beim Thema zu bleiben: Sie glauben zu wissen zu kennen, daß ein MP3 File identisch zu sein scheint (wegen scheinbar hörbaren und scheinbar unhörbaren Frequenzen die scheinbar keinen qualitativ spürbaren Unterschied ausmachen), wie …

Und das ist schlicht absoluter Schwachsinn. Daß wir mit der Zeit unempfindlicher gegen qualitativ minderwertigere Informationen werden, scheint oberflächlich betrachtet richtig zu sein, wenn man sich unser Fast-Food und Fabrikfrass anschaut, daß scheinbar genauso gut ist wie eine hausgemachte Pizza, o.ä. … und ich denke, den Unterschied schmeckt man, auch nach Jahren Tiefkühlpizza, oder etwa nicht?

  • von Ein Poweruser
  • 09.03.09 22:21
  • comment

… bleibt nur noch abzuwarten, ob uns der Fraß (auch die Musik) scheinbar in Zukunft nichts ausmacht, da ja alles scheinbar wissenschaftlich (wissenkennerschaftlich) keinen Unterschied zu machen scheint. Und glaub mir, es ist garantiert nicht alles Gold, was glänzt. Ich bin mal gespannt, wann die ersten armen Krüppel aufgrund scheinbar als unbedenklich eingestufter genmanipulativ erzeugter Lebensmittel erscheinen… aber Gott sei Dank stehen uns ja dann wieder industriell erzeugte hochwirksame Medikamente einer “Medizin-Wissenschaft” zur Verfügung. Ich denke “musikalische Krüppel” haben wir ja bereits…

  • von Ein Poweruser
  • 09.03.09 22:30
  • comment

Du wolltest mich nicht persönlich Angreifen? Was sollte die Anspielung auf meinen Nick? Für mich war das schon sehr eindeutig. Naja egal. Jetzt ist es auf einmal wieder ein ganz anderer Ton und macht gleich wieder Spaß.

Nochmal zum Thema MP3. Es gibt 2 Sachen die wir ganz klar trennen müssen.

1. Digitalisieren:
Das eine ist das digitalisieren. Das hat laut Mathematik keinen verlust. Da kann mir also niemand erzählen, dass es einen unterschied gibt. In der Mathematik werden Beweise geführt und keine Theorien aufgestellt. Somit gilt das schonmal als bewiesen.

2. Komprimierung einer MP3:

Bei einer MP3 Datei werden bestimmte Frequenzen, die ein normaler Mensch nicht hört, weggeschnitten. Menschen sind aber nicht gleich. Es gibt eben auch Menschen, die den Unterschied hören. Je besser die Datei aber ist also je weniger sie komprimiert wurde um so mehr Frequenzen sind noch vorhanden. Dann hören auch diese Menschen keinen Unterschied mehr.
Der nette Tontechniker wird vermutlich auch bestätigen können, dass jeder Lautsprecher und sonstige Geräte, die er im Tonstudium rumzustehen hat, einen bestimmten Frequenzbereich haben. Die Grenzen liegen damit schonmal fest. Die Anlagen sind teilweise auch auf die Freuqenzen des menschlichen Gehörs ausgelegt. Die teuerste Stereo Teufel Anlage, die ich auf die kürze gefunden habe, kostet 1000€. Das werden wohl die wenigsten zuhause stehen haben. Der Frequenzbereich liegt bei 80-22000 Hz. Das kann jeder CD Player wiedergeben. Das können sogar gute MP3 wiedergeben. Die wegelassenen Informationen hätten sowieso nicht wiedergegeben werden können. Jeder der jetzt immernoch einen Unterschied hört, kann ja mal den Frequenzbereich seiner Anlage überprüfen.

Mein Fazit:
Im Falle von MP3 kann man sich sicherlich streiten. Ich persönlich glaube nicht, dass man einen Unterschied hören kann. Ich glaube aber auch den Leuten, die einen Unterschied hören. Es gibt aber komprimierungen die Verlustfrei sind und für die nur Punkt 1 nicht aber Punkt 2 gelten. Da glaube ich niemanden der einen Unterschied hört.

Ja Genmainpulation ist wieder ein ganz anderes Thema. Ich will nochmal ausdrücklich auf die Mathematik hinweisen. Das ist wohl eine der wenigen Wissenschafften, bei der man sich sicher sein kann.

Bitte skunk, wie Du selbst sagtest:

“Ein Mathematiker namens Claude Shannon fand raus, dass JEDE Sinusschwingung mit mindestens der DOPPELTEN Frequenz abgetastet werden muss um aus den daraus resultierenden Werten die Orginal Sinusschwingung wiederherstellen zu können.” … oder anders ausgedrückt: die Frequenzbereiche mögen ja definiert sein, aber entscheidend ist immer, was DAVOR vorhanden war. Ob Du das jetzt glaubst oder nicht, es sollte immer MEHR Information vorhanden sein, um…

Aber jetzt wird es mir ehrlich etwas zu lästig. Mathematik ist eine Sache, aber es gibt etwas ausserhalb dieser “Wissenschaften”, daß man nur spüren, nicht beweisen kann.

Nur so am Rande: JEDES Atom speichert ALLE Information, die es umgibt. Oder deutlicher ausgedrückt: Wenn Du in einem alten Gemäuer bist, haben die Steine und alles drumherum eine andere Schwingung und Information, als ein Neubau, der “mathematisch” und “physikalisch” aus dem scheinbar gleichen Material bzw. Stein besteht. Sicher hast Du das schon mal bemerkt, daß Du dich in einem Raum unwohl fühltest, der vollkommen LEER war (Keller, Haus, Wohnung), Orte, die eine besondere “Magie” haben, sich gut anfühlen oder schlecht, und Du das aber nicht erklären konntest. Aber wahrgenommen hast Du das. So, nun, Dein Taschenrechner nützt Dir hierzu herzlich wenig. Jeder Wissenschaftler lacht Dich aus. Unsinn. Wo ist der Beweis? Orte, an denen große Schlachten geschlagen wurden, und viele Menschen gefallen sind, haben eine seltsame Stille. Beweise? Wo? Sehen können? Fehlanzeige. Du musst hingehen. Spüren. Und nicht beweisen wollen. Wozu?

Und genau das gleiche trifft eben auch auf Schallplatten zu. Mensch, alte Scheiben und einen Plattenspieler, DAS GEHT SOWAS UNTER DIE HAUT. – Ich habe einen Technics DJ Kopfhörer, das beste, was Technics zu bieten hat, mit Soundtracks auf CD (Joe Satriani bzw. auch Filmmusik von Kingdom of Heaven) – und der ist wirklich abartig (gerade der Frequenzgang) – aber er spielt meistens von CD´s (Laptop/DVD Laufwerk). Und wenn man den an einen Schallplattenspieler anschließt… (nur spüren, fühlen, nicht mathematisch erschließen oder erfassen wollen… und das rauschen und knacksen wahrnehmen)

Noch was: Schau Dir Kingdom of Heaven an. Und zwar unbedingt den Directors Cut. Und dann gib mir nen Funk, inwieweit Du Botschaften in diesem Film über das gesehene hinaus wahrgenommen hast. Inwieweit Du Dinge “gespürt” hast, die überhaupt nicht da waren. Mensch… Wach auf Skunk! Vergiss die Mathematik.. Sie hat Ihre Daseinsberechtigung, aber sie ist doch nicht alles, was da ist.

  • von Ein Poweruser
  • 10.03.09 0:19
  • comment

Kleiner letzter Nachtrag:
Schauspieler, die sich “in eine Figur hineindenken” und “diese Figur sind” statt nur so zu tun, machen einen guten Film aus. Die gleichen “Personen” ohne das “hineindenken” (was Du ja offensichtlich nicht sehen kannst) in der gleichen Szene, und Du wirst den Unterschied SOFORT merken. Optisch identische “Information”, gleiches “Frequenzband” der Videokassette oder DVD von mir aus, aber komischerweise ANDERE Wahrnehmung. Mathematik?

  • von Ein Poweruser
  • 10.03.09 0:32
  • comment

Sehr interessant…

Ein Denkanstoß, zu dem mich zuletzt ein Bekannter brachte:

Er erzählte, dass Menschen auf gewisse Weise vermutlich auch (einige) Frequenzen indirekt “wahrnehmen können”, die das menschliche Gehör eigentlich rein medizinisch/wissenschaftlich/… wahrnehmen kann, indem aus diesen Frequenzen resultierend erzeugte Obertöne wahrgenommen und aus letzteren wiederum die “nicht hörbaren” Töne (von uns) interpretiert werden.

Dies ist sicherlich auch sehr diskussionswürdig und zudem muss an diesem Punkte natürlich die gesamte Qualität von Aufnahme, Speicherung bis Wiedergabe und direkte Wahrnehmung durch das menschliche Ohr kritisch betrachtet werden.
Vielleicht ist es jedoch auch ein interessanter Ansatz… (der das ganze Feld noch komplexer machen könnte).

Gruß

  • von Irgendjemand
  • 10.03.09 2:53
  • comment

@Ein Poweruser:
Da bin ich auch der Meinung, dass man Musik “spüren” muss… daher läuft bei mir nix ohne Bass-Shaker.

An paranormale Fähigkeiten eines Schallplattenspielers glaube ich aber nicht. Eher noch an den braunen Ton.

@Irgendjemand
Ja davon habe ich auch gehört. Desshalb aber mein Einwand mit den Lautsprechern. Solange der die Frequenzen nicht wiedergeben kann, spielt es auch keine Rolle.

@Poweruser
“die Frequenzbereiche mögen ja definiert sein, aber entscheidend ist immer, was DAVOR vorhanden war. Ob Du das jetzt glaubst oder nicht, es sollte immer MEHR Information vorhanden sein, um… ”

Die analoge und die digitale Sinusschwingung sehen identsich aus. Es gibt keinen Unterschied beim Abspielen. Dafür hat Shannon gesorgt.

Das mit dem Staub hab ich schon weiter oben geschrieben. Das gehört für mich aber nicht zur Katgorie “besser klingen” sondernzu “subjektives Empfinden”. Der Mensch bildet sich so einiges ein. Schonmal ein Horrorfilm gesehen und auf einmal jedes Geräusch in der Umgebung ganz anders wargenommen? An der Umgebung hat sich nichts verändert Es hat sich lediglich die Interpretation des Gehirns verändert. Genauso kann sich der Mesnch auch einbilden, dass Staub (Störgeräusche) besser klingt. Die Mathematik spricht nicht gegen die Einbildung sondern lediglich gegen die angeblich schlechtere Qualität der digitalen Musik.

Wenn man deinen Beitrag so ließt, muss man glatt wieder an die Erde als Scheibe denken. Da kam mal ein Wissenschaftler und hat gesagt sie sei Rund. Er konnte dazu beweise liefern. Es muss eine Scheibe sein. Man kann den Rand doch am Horizont sehen. Genauso blendest du im moment die Mathematik aus. Du versuchst einen Mathematisch umunsößlichen Beweis mit subjektiven Empfindungen zu wiederlegen.

Wieviel Informationen brauche ich um en komplett schwarzes Bild mit 100*100 einheitlich schwarzen Pixeln zu übermitteln?

“Die analoge und die digitale Sinusschwingung sehen identsich aus. Es gibt keinen Unterschied beim Abspielen. Dafür hat Shannon gesorgt.”

Nein. Nach Shannon ist der zeitlich abgetastete und der komplett analoge vergleichbar. Beim Digitalisieren wird aber nicht nur zeit-, sondern auch wertquantisiert. Diesen Fehler hat auch Shannon nicht wegdiskutieren können.

“Wieviel Informationen brauche ich um en komplett schwarzes Bild mit 100*100 einheitlich schwarzen Pixeln zu übermitteln?”

In Deinem Beispiel ca. 76 ASCII-Characters “en komplett schwa…ixeln”, wenn ich mich nicht verzählt habe, spielt aber auch keine Rolle. Man kann das ganze auch mit 1 Bit übermitteln – wenn die Randbedingung “einheitlich hell/dunkel mit 100*100px” eine Konstante ist. Es kommt immer drauf an, mit welchem Mittel die Information übertragen wird, und was zur übertragenen Info gehört und was als zusätzliche, implizit vorhandene “Metainformation” bei der Übertragung aussen vor bleibt. Je mehr ich da ausblende, umso weniger Varianzen erlaube ich halt für die eigentliche Info.

  • von MaraMuse
  • 10.03.09 12:02
  • comment

@ Skunk … und da dachte ich, Du schaltet Dein Hirn doch noch ein (bzw. mal aus… )

Also: Nochmal: Ein Vitamin C Molekül einer in der Sonne gereiften Zitrone verglichen mit einem chemisch erzeugtem Vitamin C Molekül, ist REIN PHYSIKALISCH und von mir aus daher auch REIN MATHEMATISCH scheinbar gleich. Nur bringt Dir ein chemisch zubereitetes Vitamin C Molekül ANDERE SCHWINGUNGEN (wohl kaum bessere) ALS das der Zitrone OBWOHL DER HERR MATHEMATIKER die GLEICHE ANZAHL an ATOMEN zählt. Mein Gott, MP3 ist Tütensuppe, Pulver, Dreck, Rest, kastriert, weiss was ich was und da können Milliarden Mathematiker mir Dinge von Sinus und Kosinus erzählen.

Dein Vergleich mit die Erde ist eine Scheibe ist interessant. Ich sehe das eher auf Dich zutreffend. Da ist jemand, der wie alle behauptet, die Erde sei eine Scheibe. Und beweist das mit vielen tollen und logisch klingenden mathematischen Formeln. (= Begrenzung wie die Scheibe auch). Und da ist jemand (ich) der Dir sagt, hey Junge, da draussen gibt es noch weitaus mehr als deine traurige und trockene Mathematik (= Mehr als eine Scheibe, ok?) und Du stehst immer noch auf Deiner Scheibe und bist froh, daß Du ein paar Formeln im Kopf behalten kannst. Schade. Echt schade.

  • von Ein Poweruser
  • 10.03.09 14:03
  • comment

@ skunk: noch was zu Deiner Frage:
Du machst einen kleinen, aber wesentlichen Denkfehler. Ich benötige genau 1 Bit für Information “Schwarz” + 1 oder mehrere Kodierungsbits, die diesem Bit die Breite und die Höhe zuweisen.

Dein Denkfehler ist, daß Du immer von digitaler Information ausgehst. Wenn Du eine analog gestrichene schwarze Fläche hast, sieht diese Fläche im Rechner “annähernd” so aus, aber niemals identisch.

Noch was: Es gibt beim Scannen einen sogenannten Qualitätsfaktor, der besagt, immer 2x sowiel Information wie am Ende wirklich benötigt einzuscannen. Warum glaubst Du, ist das so? Schließlich sind 100 dpi doch immer nur 100 dpi und kein Pixel mehr. Und doch erhalte ich ANDERE Informationen und Details in diesen 100 dpi mit einem Qualitätsfaktor 2 als wenn ich die Vorlage gleich oder nur in 100 dpi einscanne (anstelle von z.B. 200 dpi und das dann runterechne). Das ist doch wirklich nicht so schwer zu kapieren, daß analoge Informationen milliardenfach mehr sind als digitale Informationen (256 Abstufungen oder 1024 anstelle von theoretisch unendlich vielen). Mann, bin mal gespannt, wann die Mathematiker auf die Idee kommen, den Menschen gleich als Software zu konstruieren. Ist doch eh nur Sinus und Kosinus.
Und da kann man ja das unnötige einfach weglassen. Vielleicht wird Dein Pimmelmann dann auch versehentlich weggeschnipselt, aber macht ja nichts, schließlich sagen Dir ja die Mathematiker, daß alles gleich ist, und nichts wesentliches fehlt. Nichts ist jemals unnötig oder unwichtig, als daß man es ohne einen Verlust weglassen könnte.

  • von Ein Poweruser
  • 10.03.09 15:44
  • comment

@MaraMuse
Ja ich hab das mit der Quantisierungen absichtlich verschwiegen. Ich wollte nich noch eine weiter Front aufmachen. Da du es aber schon angesprochen hast, werd ich ein paar Worte dazu sagen. Je höher die Bittiefe ist um uninteressanter wird die Abweichung. Der Unterschied ist denke ich vernachlässigbar gering. Schlechte MP3 Lieder haben aber eine zu geringe Bittiefe. Da höre selbst ich einen Unterschied. Ich denke, dass die Bittiefe auch das eigentliche Problem ist und nicht die eigentliche Komprimierung.

Du hast das Beispiel mit dem Bild richtig erkannt. Es sind 10.000 Pixel und somit auch 10.000 Informationen aber ich brauche nur einen Bruchteil um diese Informationen jederzeit wiederherstellen zu können. Im Prinzip reicht der Farbton und die Anzahl der Pixel. Natürlich dazu noch einen Dateiheader der erstmal erklärt, dass die folgenden Informationen ein Bild darstellen und welche Farbpalette verwendet wird. Das Bild ist dann aber um einiges kleiner als das Orginal und trotzdem mit dem Orginal identisch. Genauso ist es auch mit guter digitaler Musik (nicht unbedingt MP3).

@Poweruser
Deinen 1. Satz überlese ich einfach mal wieder…

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Das Atom in deinem Beispiel hat weniger mit Mathematik als mehr mit Chemie bzw Physik zu tun. Die Mathematik ist eine der wenigen Wissenschaften, die sich nicht irrt. Bitte ließ dir erstmal durch was Shannon rausgefunden hat. Ich kann dir auch gerne Links dazu geben. Dann können wir gerne weiterdiskutieren.

@Poweruser
Komm mal wieder runter. Ich dachte wir hatten das Thema mit den Beleidigungen schon. Hab ich dich in irgendeiner Form persönlich angegriffen? Fall ja es war nicht meine Absicht.

Die Natur liefert zwar unendlich viele Informationen aber der Mensch kann nicht alle Informationen von einander unterscheiden. Wenn du eine Fläche einheitlich schwarz anmalst, sodass das Menschliche Auge wirklich nur noch eine einheitliche Fläche erkennt, dann ist das digitale einheitlich schwarze Bild genau das was dein Gehirn auch macht. Denk dir für mein Beispiel einfach einen abgedunkelten Raum. Da wird dein Auge wohl kaum noch verschiedenen Farbtöne warnehmen. Ohne Licht ist es ein 000000 (RGB) Schwarz.

“Nur bringt Dir ein chemisch zubereitetes Vitamin C Molekül ANDERE SCHWINGUNGEN”

YMMD :D :D :D

  • von Anonymous
  • 10.03.09 16:38
  • comment

@ skunk

Bleib bei dem, was Du zu wissen glaubst. Wozu hat ein jeder seine eigene Evolution.

@ anonymous

dito.

  • von Ein Poweruser
  • 10.03.09 17:30
  • comment

“1. Digitalisieren:
Das eine ist das digitalisieren. Das hat laut Mathematik keinen verlust. Da kann mir also niemand erzählen, dass es einen unterschied gibt. In der Mathematik werden Beweise geführt und keine Theorien aufgestellt. Somit gilt das schonmal als bewiesen. ”

Sorry, Grundfalsch.
Digitalisieren wir doch mal zum Spaß eine Zahl, z.B. 1/3. Dein Taschenrechner wir behaupten, das sei dann 0,33333333. Jeder, der in Mathe aufgepasst hat, kann folgendes Nachvollziehen: 3 * 1/3 =1. Wenn Du jetzt das Ergebnis deines Taschenrechners mit 3 multiplizierst, wirst Du je nach Güte des Taschenrechners erstaunliche Ergebnisse vorfinden.
Theoretisch kann die Zahl 1/3 als Dezimalbruch korrekt dargestellt werden. Praktisch halt nicht.

Shannon hat auch nichts anderes in seinem Theorem behauptet, nämlich, daß die Anzahl der Stützstellen mindestens doppelt so hoch sein muß, wie die abgetastete Frequenz. Leider gilt dies aber nur für idealisierte Sinuskurven. Nimmst Du z.B. ein Rechteck, funktioniert das ganze schon nicht mehr. Da macht Dir Herr Shannon nen wunderschönen Sinus draus. Natürlich kannst Du mittels FFT deine Rechteckschwingung approximieren, aber eben nur approximieren (annähern), wenn Du in der realen Welt bleibst. Sonst brauchst Du unendlich viele Sinuse.
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum. daß die Mathematik alle realen Probleme exakt abbilden kann. Das Gegenteil ist der Fall: Die meiste Arbeit verwenden die Mathematiker dieser Welt darauf, festzustellen, wie groß der Fehler ist und wie man diesen am besten nennt.Und ob das Kerlchen nun chi, epsilon oder wie auch immer heisst, es bleibt ein Fehler. Um im obigen Bild zu bleiben: Für den Mathematiker reicht es vollkommen aus, die Gleichung wie folgt anzupassen: 1= 0,333 + 0,333 +0,333 + epsilon. Das Gleichheitszeichen stimmt für ein bestimmtes epsilon > 0. q.e.d.

Nun ist es halt so, daß sich die reale Welt nicht immer wie unter Laborbedingungen verhält. Da gibt es z.B. so fiese Instrumente, die irgendwie keine große Lust verspüren, nur gleichförmige Sinusschwingungen abzusondern. Dazu kommt der Umstand, daß es auch noch Schallereignisse gibt, die nicht nur im Intervall 20Hz bis 20 kHz stattfinden und durchaus einen Teil zum Klangerlebnis beitragen.
Wieviel Verlust man akzeptieren mag, ist wiederum persönlicher Geschmack. Für den Einen reicht es, wenn es Rummst, jemand Anderes möchte da schon eher wissen, ob es eine Pauke oder ein Kanonenschlag ist. Aber im Prinzip ist jede Musikreproduktion verlustbehaftet. Ob LP, CD, MP3 oder was auch immer, es fehlt immer etwas. Wieviel, ist von den Limitierungen der verwendeten Wiedergabetechnik abhängig, aber: Der Verlust fängt schon beim Aufschrieb der Noten an. Niemand wird jemals die Musik wieder so hören, wie der Komponist im Moment der Komposition.

  • von Anonymous
  • 16.03.09 15:19
  • comment

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