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Internet-Instabilität im Iran: Zensur oder Telekom-Probleme?

Montag, 15 Juni 2009 11:50 von Manfred Kohlen

Als das Internet während der iranischen Präsidentschaftswahl zu großen Teilen ausfiel, rochen die Regime-Gegner schon neue Zensur-Bemühungen. So einfach ist es nicht: Die Netz-Infrastruktur des Landes hat Probleme.

Wer die Wahlergebnisse verändern will, tut dies mit und ohne Internet-Verbindung – das jedenfalls meint Telekommunikations-Anbieter Renesys, der den eingehenden und ausgehenden Internet-Traffic aus dem arabischen Land untersuchte. Demzufolge gab es schon länger vor und nach der Wahl Telekommunikationsprobleme, die noch anhalten.

http://www.renesys.com/blog-support/2009/06/ir-outages.jpg

In Unternehmensblog schreibt Renesys, die Zensurvorwürfe in der Westpresse könnten durch die Telekommunikationsdaten nicht nachgewiesen werden – das System an sich ist fragil, aller Auslands-Traffic gehe über eine einzige Leitung, und das Netz dahinter sei nicht unbedingt so ausfallsicher wie unsere westlichen Pendants. Mahmoud Ahmadineschad würde zudem ohnehin intern zensieren, an den externen Datenströmen könne man dies sowieso nicht ablesen. Und richtig: das Internet-Routing brach im Iran am Samstag Nachmittag ganz zusammen – da war die Wahl längst vorbei.

Renesys meint, am Unterseekabel zum Iran könnte tatsächlich etwas defekt sein, was den Ansturm nicht meistern konnte. Denn einer der Gründe könnte sein, dass die ganze Welt versuchte, herauszufinden, was im Iran wirklich los ist – und somit selbst zum Zusammenbruch beitrug. Schuld sind also wir, und nicht die geistlichen Führer im ehemaligen Persien. µ

L’Inq:
Renesys-Blog

Kommentare

Ist ja zum Glück nicht so das hier unangenehme kommentare zensiert oder gelöscht werden.

nein, sowas würde man hier nie machen.

  • von manfred kohlen aka ricky r aka bernd kling
  • 15.06.09 12:30
  • comment

Ein Kommentar zum Kommentar: Nein, von uns hier wird NICHTS zensiert,
nur dieser verdammte Spamfilter schluckt viel “Normales” (eigentlich alles) und lässt richtigen Spam manchmal durch. Ein Versuch, das wieder zu deaktivieren führte zu mehreren tausend Spams in der Warteschleife (derzeit etwa 2500 pro Tag), und dazwischen versteckt sind leider die richtigen Posts.
Weil sich Wordpresss und Akismet gegenseitig die Schuld zuschieben, steht das nun auf der To-Do-Liste unserer global verteilten Technik: Ich habe sie drum gebeten, eine Alternative zu Akismet zu finden. Hoffentlich klappt das bald, denn sonst stempelt einen die Software endgültig zum Zensoren…

  • von mkohlen
  • 15.06.09 13:38
  • comment

lassen wir mal so durchgehen, danke fürs statement

  • von manfred kohlen aka ricky r aka bernd kling
  • 15.06.09 14:33
  • comment

@ manfred kohlen aka ricky r aka bernd kling: Nee, being Manfred Kohlen wär mir dann doch zuviel. Ricky R. Rottweiler (rrr) aka Nik Huber-Pöldl (nik) geb ich gerne zu, aber Manfred ist echt. Ehrlich.

Ich hab mich hier schon im Januar förmlich verabschiedet und mach seither ein ganz anderes Ding:

http://www.theinquirer.de/2009/01/06/der-macworld-blues.html

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