Sind die Windows7-Preise zu hoch?
Freitag, 26 Juni 2009 14:39 von Manfred Kohlen
Stephen Baker, Handels-Analyst bei der NPD Group, meint, dass Microsofts Preise für Windows 7 einfach viel zu hoch sind. Andere könnten das besser. Ist Baker vielleicht ein »Apple-Fanboy«?
Der Retail-Spezialist der Marktforschungsfirma glaubt, dass sich Microsoft mit seiner Preispolitik selbst ins Bein schießt. Von Sonderaktionen abgesehen ist der billigste Preis 120 Euro (Home Premium-Version), für die Ultimate-Version muss der Kunde schon 300 Euro abdrücken. Und auch bei Firmen-Lizenzen für das neue Win7 lichte sich der Nebel nicht, meint Gartners Windows-Basher Michael Silver.
»Das ist schon ein harte Nuss, besonders wenn man bedenkt, dass ein neuer PC für unter 300 Euro zu haben ist« sagt Baker im Blog seines Arbeitgebers NPD. Einen günstigen Update-Plan für Haushalte mit mehreren PCs (und die werden immer mehr) gebe es bei MS nicht, bei Apple USA dagegen sei ein Upgrade auf Snow Leopard für nur 29 Dollar im Angebot, eine Fünferlizenz als Familienangebot für 49 Dollar.
Die Upgrade-Preise für XP-Anwender sind übrigens noch höher als die für Vista-Nutzer. Das würde die potentiellen Kunden eher dazu bringen, auf etwas völlig Anderes als Windows umzusteigen, schimpft Baker. Und gerade in der derzeitigen Wirtschaftslage sei das doch eher ein Grund, sich irgendeine nutzerfreundliche Linux-Variante zu installieren statt Geld und Hardware für so ein »Windows ME II SP7« zu verschwenden. µ
L’Inqs:
Stephen Baker von NPD: Noch einer schimpft MS
Win 7 Preise im Überblick
Probleme bei Unternehmens-Upgrades?

Kommentare
Baker hat vollkommen recht, wenn ich mir die preise von apple ankucke sieht das wirklich wesendlich atracktiver aus…
… bis man erkennt dass sich Apple das Geld über die unverschämten Hardwarepreise doppelt und dreifach wieder reinholt.
Hat Vista Ultimate nicht auch anfangs über 500 Euzen gekostet? Also 300 für 7 Ultimate ist da ja schon mal ein Fortschritt… der Preis geht ja auch sicher noch runter…
Allein mit der Aussage “Windows ME II SP7″ disqualifiziert sich Herr Baker schon soweit, das sich alle weiteren Kommentare erübrigen.
mit den Preisen von 7 wird es genau so sein, wie es bei Vista war:
Die “normale” Box kostet runde 300 Euro, hat nur die 32Bit ODER die 64Bit-Variante dabei und darf nur auf einem Rechner installiert werden…
….die System-Builder-Version, die OHNE den Bling-Bling-Karton daher kommt, hat SOWOHL 32Bit wie auch 64Bit-Version, darf auch in der VM installiert werden, kostet dafür aber “nur” 140 Euro.
mit der Zeit lernt man auch das absurdeste Preismodell zu durchschauen. Und Aufregen bringt da absolut Null, Nix, Nada
abgesehen davon wird 7, genau wie Vista, wieder am Meisten mit vorkonfigurierten Rechnern verkauft werden. Das die Hersteller eh nicht den Endkundenpreis an M$ abdrücken, dürfte selbst der hohlsten Fritte von {X}Fanboy klar sein (X bitte beliebig gegen Microsoft-, Apple- oder Linux- austauschen).
So what?
Vielleicht hätte man auch merken können, dass man die Kosten bei Apple alleine durch die hohen Anschaffungskosten der Rechner schon drin hat, eine Vollversion kostet ähnlich viel wie Windows. Mal davon abgesehen, dass das Upgrade auf “Snow Leopard” vom Umfang her vergleichbar ist mit Windows XP SP2
Natürlich sind die zu hoch. Hier zählt das Preis-Leistungsverhältnis. Wenn man mal bedenkt was man heute für ein Spiel hinblättern muss. Und jede Woche neue Hardware um auf dem laufenden zu sein. Da investiere ich das Geld doch lieber in wirklich engagierte Projekte.
Ich denke das wird einfach mehr NUtzer dazu zwingen sich das ganze zu brennen und nicht zu wechseln…
Denn wo im Mediamarkt FertigPC kann ich mich für was anderes entscheiden?
Für 99% der Menschen bist du schon ein nerd wenn du nur WEISST was linux ist.
@Anonymous-Kommentar (über mir): Wenn du dich ne Weile mit Linux beschäftigst und betrachtest, wieviel Zeit du nur mit der konfiguration vom Betriebssystem verwendest, dann weißt du auch dass man sowas nicht guten Gewissens verkaufen kann. Klar, auf einigen Rechnern läufts auf Anhieb – aber wenn ein Ubuntu nicht mal von Haus aus mit der Standard-Intel-WLAN-Karte von vor 2 Jahren klar kommt, dann lang ich mir an den Kopf. Wenn in Foren (zu anderen Problemen) als “problembehebung” sowas kommt wie “kompilier mal den Kernel neu” dann erklärt das auch die niedrige Verbreitung.
Das Problem von Desktop-Linux ist einfach die Communitiy auf die es angewiesen ist.
@BXP
Stimmt! Nach der Installation des Betriebssystems, die je nach Aktualität des PC’s bis zu einer Stunde dauern kann, bin ich danach oft damit beschäftigt, Hardwaretreiber zu installieren … äh … ach nee, sorry, das war ja Windows.
Ich weiß nicht, was Leute wie Du immer anstellen, damit bei denen Linux nicht oder nur nach stundenlangem Herumprobieren funktioniert.
Wenn ich mir überlege, wie oft ich nun schon Linux (zumeist Ubuntu) auf verschiedenen PC’s und Laptops (ältere Modelle als auch sehr aktuelle Modelle) installiert habe, und das Ganze sofort nach der Installation lief (selbst die WLAN-Karten), frage ich mich ernsthaft, ob ich einfach nur unverschämtes Glück habe, oder ob sich manche absichtlich dämlich anstellen.
Zu behaupten Linux wäre nur etwas für Nerds, ist einfach Blödsinn. Die meisten der Leute, denen ich Linux installiert habe, haben wenig bis fast gar keine Erfahrung mit dem Umgang mit PC’s und sind teilweise auch schon älteren Jahrgangs. Die kommen wunderbar und sogar besser mit Linux zurecht als mit Windows.
Eine meiner älteren Mitarbeiterinnen hat es sogar völlig ohne meine Hilfe geschafft, auf ihrem neuen Laptop, auf dem ich ihr Ubuntu installiert hatte, den ebenfalls neuen Drucker zu installieren und sogar ihren neuen WLAN-Anschluss einzurichten.
Und sie gehört normalerweise zu den Leuten, die mich sogar um Hilfe bitten, wenn in Excel (ja, auf ihrem Arbeitsplatz-PC muss sie mit Windows zurechtkommen) die Formatierung nicht stimmt und statt einer Dezimalzahl ein Datum erscheint.
Soviel dazu.
Ciao, Wiseman!
@Wiseman: Themaverfehlung, setzen, 6.
Dass man bei Windows nach der Installation erstmal zig Sicherheitsupdates und Gerätetreiber installieren muss ist nichts Neues und liegt daran, dass es da nur halt alle paar Jahre nen Release gibt. ABER WENIGSTENS KANN MAN!
Meine Erfahrung bei Linux ist aber, dass es entweder sofort funktioniert oder überhaupt nicht, und dass man, selbst wenn man einen Treiber findet, diesen nur ins System kriegt, wenn man den Kernel neu kompiliert. Und welcher Otto-Normal-User hat für so nen Sch*** Zeit?
Paradebeispiel ist mein SMC-WLAN-Stick: ich hab nen Treiber gefunden, mit Win runtergeladen, erstmal die Readme gelesen. Da steht: Copy to folder xy in kernel source, modify to meet your needs (als ob ich wüsste was meine Bedürfnisse sind), make x, make y. Und weisst du was ich dann gemacht habe? Die Linux-Partition gelöscht.
Windows 7 soll das Windows sein das eigentlich Vista hätte werden sollen…und 7 wird nur so schnell auf dem Markt geschmissen um den schlechten Ruf von Vista loszuwerden. Punkt! Für mich ist 7 nur ein SP von Vista, dafür so viel Kohle zu verlangen ist schon sehr dreist!
Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Grund mein schnelles stabil laufendes XP gegen ein langsames Vista auszutauschen…ob 7 da wirklich mit XP mithalten kann wird sich erst zeigen…
@BGnator
Hier der ultimative Geek-Tipp:
Man sollte sich vorher informieren wenn man etwas konsumieren tut.
Die Reifen von nem VW-Käfer passen ja auch nicht auf nen BMW Z3. :)
@BGnator
Hmmm, mal überlegen wann ich das letzte Mal den Kernel neu kompilieren musste, um einen Gerätetreiber zu installieren ………. äh ……… noch nie.
Im übrigen liegt das Problem nicht bei Linux sondern bei den Hardwareherstellern, beschwer Dich bei denen.
Wenn Du Dir ein Autoradio für Deinen Golf kaufst und es passt nicht in den dafür vorgesehenen Schacht, beschwerst Du Dich dann auch bei VW?
Wie Linux-Benützer schon sagte, wenn ich ernsthaft mit Linux arbeiten will, informiere ich mich vorher, bei welcher Hardware es keine Probleme gibt und wo evtl. Schwierigkeiten auftauchen könnten (hab ich bisher zwar noch nie getan und es ging immer gut, aber ich bin wohl doch ein Glückskind).
Viele Grüße,
Wiseman
@BGnator
Da kann ich Wiseman nur zustimmen. Ich bin anscheinend auch jemand der bisher nur Glück hatte.
Ich habe schon mal den Kernel kompiliert, was daran lag, dass der Raid-Controller in meiner Box nur Treiber für den 2.4-Kernel hatte. Das ist 4 Jahre her und vor 2 Jahren habe ich zum Update nochmal neu installiert und sie da, der Raid-Controller und die Partitionen wurden direkt erkannt.
Es nervt, wenn Leute mit ihrem Wissen, das entweder alt ist (im IT-Bereich ist mehr 1,5 Jahre alt) oder was sie nur vom Hörensagen kennen, versuchen etwas schlecht zu reden, von dem sie keine Ahnung haben.
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