Verlangt Microsoft in Europa doppelt so viel für Windows 7?
Montag, 29 Juni 2009 17:41 von Manfred Kohlen
»Eine Runde Mitleid« der US-Journalisten für Europäer: die bekämen viiiel weniger als Amerikaner für weitaus mehr Geld.
Nicht nur der Internet Explorer fehle den Europäern im neuen Windows, auch Updates seien nicht mehr so leicht zu installieren wie in US-Amerika. Wenn das wirklich so schlimm wäre, wie die US-Kollegen schreiben, würde die EU mit dem Untergang der amerikanischen Software-Imperien durch alternative Systeme drohen.
Also, liebe Amerikaner: Ja, Ihr seid Techniknation Nummer eins! Ihr bekommt Windows billiger als wir »Eur-Opas«. Offiziell, nach empfohlenem Verkaufspreis.
Na und? Microsoft hat sich zwar entschieden, insbesondere die Profiversionen von Windows in Europa teurer anzubieten als in den USA. Die Kollegen von »The Industry Standard« kriegen sich nun nicht mehr ein vor lauter Mitleid! Doch ist dies hier noch von Belang?
Die Unternehmen, die nicht auf Vista umgestiegen sind, haben nun auch noch mehr Gründe, nicht auf Windows 7 umzusteigen – und sich Alternativen zu suchen. Eigentor!
Und ehrlich: Wir brauchen Euer Mitleid nicht – wir sehen viele Chancen, dass endlich auch Otto Normal-Euro-Verbraucher billige Alternativen kauft.
Übrigens: Der Linux- und Android-unwillige Konsument kauft Windows ohnehin vorinstalliert, und diese Rechner kommen vorwiegend aus Asien. Die OEMs in Taiwan zahlen keine Europapreise und bekommen zudem Mengenrabatt. Wer also als Konsument unbedingt Windows will, zahlt so gesehen auch nicht viel mehr als die US-Amerikaner. Und Firmenlizenzen? Die waren schon immer Verhandlungssache!
Gut, das wenige »Fußvolk«, das Win7 noch in einer Packung im Laden erwirbt, hat Euer Mitleid redlich verdient. Die EU-Kommissare können aber ruhig weiterschlafen: Es sind dann europäische Software-Unternehmen, die die von der EU gewünschten Auswahlfunktionen offerieren, die Microsoft nicht bieten wollte. µ
L’Inqs:
The Industry Standard zu Windows7 in Europa
Europa: IE8 nicht in Win7
Win7-Preise auch in USA zu hoch?

Kommentare
Also ich kenn niemand, der sich je eine Retail-version von Windows gekauft hätte.
Jetzt schon!
€: Ich kaufe aus Prinzip keine fix-fertig zusammengebauten PC’s – eben genau weil sie aus Asien stammen oder vom örtlichen Händler überteuert aus der billigsten Hardware zusammengeschustert werden. Für mich heisst das Zauberwort immer noch Marke Eigenbau und damit fahre ich seit 6 Jahren und 3 PC’s sicher und stabil.
Gruss
Och die PB macht das schon – und den Rest erledigen die Keksverkäufer :o)
ich kaufe auch schon seit gut 8 Jahren keine fertig-PCs mehr, aber die Systembuilder Windowsversionen sind ja auch preislich meist ganz ok, also kein Grund zur Aufregung
»Eur-Opas« lol
Jo, wenn ich 7 in ner Box haben wöllte, dann kann ich das genauso gut in den US of A tun – und mit dem stärkeren Euro sogar noch günstiger als der gemeine Amerikaner. :)
(ok, man muss dann natürlich mit Englisch klar kommen…)
Sicherlich wird der ein oder andere auch denken “Wie gemein! – Da surfe ich doch gleich aus Prinzip die Piratenbucht an!!”
Außerdem würde ich sagen, dass die Leute die 7 erwerben (und zwar egal wie teuer und auf welchem Kontinent), sowieso uns Europäern ebenso Leid tun wie den Amerikanern (nur aus etwas anderem Beweggrund wahrscheinlich ;)! :P
Windows 7 ist den Preis wert und wird Vista komplett ersetzen. Das wird nicht so ein Flop wie Vista!!
Micha
Also ich kenn ehrlich gesagt niemanden, der sich jemals eine Windows-Version im Laden gekauft hätte. Auch ich nicht. Ich hab meist – und das ist der günstigste Weg – alte PC Gehäuse vom Schrott geholt und die darauf klebenden Windows Lizenzaufkleber rausgeflext :)
Davon liegen jetzt 5 Stück in meinem Schrank. Eine der Lizenzen ist auch tatsächlich in Benutzung. Dann kleben unter den Notebooks noch einmal windows 2000, einmal XP Pro, einmal Vista Home Premium. Jeweils ungenutzt.
Der Rest braucht kein umständliches Gefrickel mit Lizenzen, ist nämlich OpenSource.
Oh jetzt kommt wieder The Inquirer und ruift das Ende des Abendlandes aus :)
Schade nur das auch im Jahre 2009 keine DAU Freundliche Linux Distri draußen ist. Aber wir haben ja bis Vista 5 Zeit… so etwa 2030…
*gg*
Werde mir eine US Version besorgen, ob es jetzt Englisch ist oder nicht interessiert mich eher sekundär, so viel gibt es bei einem Betriebssystem auch nicht zu lesen ;)
Ich hol mir entweder ne unbenutzte OEM-Version auf ebay oder ne Studentenlizenz, je nachdem was billiger ist.
Ein Betriebssystem kaufen? So mit Geld und so? O_o
Ihr seid mir ja ‘ne Spaßvögel!
Ich geh dann mal meine vollkommen kostenlos per ShipIt gelieferte Ubuntu-CD streicheln.
[zyn]
Windows 7 ist billiger als Linux!
Rechnet doch mal aus wie viele Lieder ihr in Onlineshops kaufen müsstet (und wie viel Geld das kosten würde) um den durch Linux eingesparten Platz zu füllen!
[/zyn]
;-)
Ne virtuelle Maschine mit Windows XP (unbenutzte Laptop Lizenz) die noch irgendwo rumfährt ist mein letzter Kontakt nach Redmond.
Völlig richtiger Schritt von Microsoft, zu versuchen, den Aufwand, der durch Amok-laufende und im Übrigen lächerlich unzureichend legitimierte EU-Kommissare und sonstige Bürokraten entsteht sowie die Milliarden, die die EU schon in der Vergangenheit in Wegelagerer-Manier von Microsoft abgezockt hat, wenigsten anteilig wieder durch Erlöse abzudecken.
300 TEuros für eine Win7 Ultimate Lizenz ist doch moderat, und was in den USA in Geld gegengeleistet werden soll, das treibt einem ja fast die Schamröte ins Gesicht.
Ansonsten hat sich hier wohl wenig geändert: es gibt immer noch Leute, die die völlige Verschiedenheit von Kostenlosigkeit und Unentgeltlichkeit ignorieren oder nicht kapieren und solche, die Subventionen und Schenkungen für ne gute Sache halten, z.B. der tragische Captain fangorn, der auch schon ganz losgelöst und verloren wirkt, die Botschaft, die er noch funken konnte, wirkt wie ein Nachhall aus dem Off: mit Linux könne man Geld und Platz sparen ….
na ganz toll
Der Mehrwert keine IE dabei zu haben, lässt sich Microssoft halt bezahlen.
@EU-freie Zone
Linux wäre schon längst das Betriebssystem Nr.1 wenn Microsoft es nicht als “Bedrohung” erkannt und mit ganz üblen Mitteln was dagegen getan hätte. Siehe “Halloween-Dokumente”.
Ja klar, der Aufwand für die Erstellung und Verteilung der Sonderedition für die EU-Würstchen muss bezahlt werden;
wenn man es, wie in der Linux-Welt, gewohnt ist, von marktverzerrender Stütze (sprich Subventionen, z.b. von gelangweilten südafrikanischen Milliardären, IBM etc. und in Form der Tätigkeit von Millionen von Hobby-OS-Bastlern (wobei man sich schon wundern muss, dass unter Zuhilfenahme solcher Man- und Subventionspower noch nicht mehr herausgekommen ist)) zu leben, dann interessieren solche Kleinigkeiten wie der bei der oben erwähnten Aktion entstehende Aufwand natürlich nicht;
da Microsoft ein echtes Unternehmen ist, das durch entgeltliche Zurverfügungstellung seiner Leistungen sich selbst verdienen muss (andernfalls müsste es schlicht aus dem Marktgeschehen ausscheiden), stellt jede Konkurrenz eine potentielle Bedrohung dar. Das Unternehmen Microsoft hat sich in Eigenleistung (auch der Erwerb von KnowHow z.B. durch Zukauf ist in diesem Sinne eine Eigenleistung, weil er selbst bezahlt ist) selbst geschaffen. Einem solchen Unternehmen sind von mir ausdrücklich die härtesten Bandagen zur Selbstbehauptung am Markt zugestanden.
Ja und? “apt-get” und gut. Soviel zum Update. Der Betriebssystemmarkt braucht einfach mehr Konkurrenz. Auch gerne was anderes als Linux. Ich bin diesbezüglich offen. Aber nicht für Korrintenkackersoft :(
ich finds auch richtig schäbig, so viele millionen zeilen ohne gegenleistung zu verteilen, die stehen gar nicht richtig zu dem was sie da machen, sonst würden sie geld verlangen für ihre leistung; aber immerhin sind die die das nicht stört halt dann doch angepisst wenn sies verwenden
wahrscheinlich gibts deswegen so wenig linux-benützer
Oh das Geld was ich durch das MS-Proletengetue einspare investiere ich jeden Monat in offene Projekte. Zudem tue ich mit der Benutzung freier Software der Umwelt was gutes. Ich möchte nicht wissen, was Win7 wieder für Elektroschrott produziert.
bei den hunderttausenden computerusern, die linux braucht, um an der codebasis rumzuflicken, seiten zu übersetzen, fehler zu melden etc. dürfte die öko-bilanz von linux miserabel sein;
und ich würde in anbetracht einer verausgabung in projekte, die ersichtlich keine rendite erwirtschaften, auch nicht von “Investition” sprechen wollen. Denn sonst wird man leicht für mindestens ziemlich schusselig gehalten, da es ja schon recht tumb ist in eine sache ohne renditeerwartung zu “investieren”. Wundert mich nur daß nicht noch der begriff des Venture Capital bemüht wurde, das wär doch ne schöne augenwischerei, würd aber super klingen.
In ähnlicherweise mit fremden Federn schmückt sich diese branche wenn sie sich selbst für “frei” hält oder jedenfalls so bezeichnet. Fragt sich frei wovon und frei wozu. Frei von Geld ist sie jedenfalls nicht, denn sie wird subventioniert um ihre hauptberuflichen programmierer beschäftigen zu können und bettelt ansonsten bei ihren usern um geldspenden, sie ist auch nicht frei von rechten (sonst gäbs keine nutzungs- und verbreitungsbedingungen) … was auch immer hier frei sein soll, es gehört wohl eher in den Bereich Mythen- und Märchenbildung der einschlägigen Foren und ihrer Selbstdarstellung.
“bei den hunderttausenden computerusern, die linux braucht, um an der codebasis rumzuflicken, seiten zu übersetzen, fehler zu melden etc. dürfte die öko-bilanz von linux miserabel sein;”
Wieso? Weil sie die Luft der Elite atmen? :)
“und ich würde in anbetracht einer verausgabung in projekte, die ersichtlich keine rendite erwirtschaften, auch nicht von “Investition” sprechen wollen.”
Das einzige was heutzutage in der Industrie überhaupt noch ordentlich Rendite abwirft sind Kredite die niemals zurückgezahlt werden. :)
Linux ist eine Langzeitinvestition die sich erst in etlichen Jahren auszahlen wird. Das gilt für alle offenen Formate. Hier geht es nicht nur ums schnelle Betrügen. Ups. Ich meine natürlich abkassieren für nix :)
“In ähnlicherweise mit fremden Federn schmückt sich diese branche wenn sie sich selbst für “frei” hält oder jedenfalls so bezeichnet.”
Und genau das möchte Linux eben nicht sein. Ein Microsoft Klon. Linux ist Linux und nicht Microsoft. Wenn man etwas Klont geht immer ein wenig der eigentlichen Erbmasse verloren.
“was auch immer hier frei sein soll, es gehört wohl eher in den Bereich Mythen- und Märchenbildung der einschlägigen Foren und ihrer Selbstdarstellung.”
Kostenlos bedeutet nicht umsonst. Es bedeutet nicht sich die Freiheit zu nehmen sich ohne Gegenleistung auf kosten anderer zu bereichern wie es zum Beispiel Microsoft mit ihren Einflüssen in Regierungskreisen tut. Um sich den Markt so zu korrumpieren wiesie es für nötig halten :)))
@der mit der “kreativen” Namenswahl
Wenn du wirklich glaubst, dass ein Konzern wie IBM ein Projekt wie Linux “subventioniert”, weil sie so nett sind (oder warum auch immer AUSSER natürlich, dass sie sich was davon versprechen), dann sind die
Dinge die du schreibst noch irgendwie nachvollziehbar, wenn auch vollkommen falsch.
Also ich habe wo VISTA gerade rausgekommen ist, das OS getestet und für Schrott empfunden. Ich bin einfach nicht bereit, nur weil ich ein neues Betriebssystem aufspielen möchte, mir gleich einen neuen PC zu kaufen. VISTA lief i.Ü. auf einem 3Ghz, 1gb Ram nicht wirklich stabil – geschweige denn vom Installationsvolumen. Auch andere im Bekanntenkreis haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Fazit : VISTA ist in meinen Augen genau so ein Flopp wie ME.
Windows 7 – Warum soll ich mir sowas kaufen ? XP PRO läuft super. Baue i.Ü. meine PCs selber zusammen, sodass ich nicht zwangsweise ein Betriebssystem kaufen muss – naja und das was beim Laptop bei war, war schneller bei Ebay drin, als man gucken konnte.
Fazit: Ich werde mir Win7 denke ich nicht kaufen. Muss halt jeder für sich entscheiden.
Kommentar hinzufügen