Navigationssysteme retten Ehen
Dienstag, 07 Juli 2009 8:23 von Manfred Kohlen
…oder bewahren zumindest Freundschaften, denn über 50 Prozent der Besitzer von Navis gaben in einer Umfrage an, dass die Wegweiser-Geräte halfen, Streit mit dem Beifahrer zu vermeiden.
Wir sind es ja gewöhnt, dass der IT-Branchenverband zu jedem Bisschen eine Pressemitteilung veröffentlicht, die sich dann tausendfach auf deutschen Websites wiederfindet. Darum haben wir Bitkom-Meldungen zuletzt meist ignoriert. Doch zur aktuellen Meldung kann ich ein Schmunzeln nicht vermeiden: Endlich weiß ich, warum Navigationssysteme sich so gut verkaufen!
Sie retten Ehen, die sonst häufig während des Autofahrens kaputtgehen würden. 53,5 Prozent der Befragten gaben an, dass sie durch Navigationsgeräte und Fahr-Assistenten viel weniger mit dem Beifahrer streiten.
.jpg)
Befragt wurden übrigens Autofahrer, die bereits seit mindestens zwei Jahren selbst fahren und Navigationssysteme benutzen.
Wer nun seiner/seinem Liebsten erklären muss, warum Geld für ein Navigationssystem fließen soll, dem liefert die Bitkom auch hier eine Argumentation: Navis helfen Staus zu umfahren, und »die volkswirtschaftlichen Schäden durch Staus« belaufen sich laut EU-Kommission auf »1,5 Prozent des BIP in der Europäischen Union«.
Also, tu was für die Volkwirtschaft, denn viele Schäden »können mit intelligenter Verkehrstelematik vermieden werden«. In anderen Worten und etwas überzogen: Mit Navigationssystemen können wir die Wirtschaftskrise umfahren. Zumindest teilweise. µ
L’Inqs:
Bitkom zu Navis

Kommentare
Naja so ganz stimmt das nicht. Ich habe mein Handy zum Navi umfunktioniert und es gibt nicht viel Auswahl bei der Software vorallem wenn es um die Stauumfahrung geht. TMC hilft nichts. Das zeigt mir in Berlin Baustellen, die den Verkehr nicht beeinflussen und will eine Ausweichstrecke nehmen. Dann wird mal wieder wegen einer lange angekündigten Demo die Innenstadt gesperrt und davon merkt das Gerät natürlich nichts…
Berufsverkehr ist bei den Navis auch nicht vorgesehen. Gerade in Berlin gibt es bestimmte Stellen, die im Berufsverkehr immer voll sind. Soweit ich weiß soll es ein Navi geben, dass die Uhrzeit mit einberechnet. Leider konnte ich das noch nicht testen aber ich bezweifel, dass genügend Informationen vorhanden sind um im Berufsverkehr wirklich schnell ans Ziel zu kommen. Da hilft nur ausprobieren und die kürzeste Strecke merken.
Bei TMCPro sieht es auch nicht besser aus. Die Softwareauswahl ist da noch geringer. Destinator kann zum Beispiel TMCPro aber die Wegberechnung ist echt übel. Das Gerät berechnet eigentlich nur den schnellsten Weg zur nächsten Autobahn oder Hauptstraße. Das ist mir besonders an einer Stelle aufgefallen, an der die Hauptstraße 2km in die falsche Richtung führt. Die Abkürzung über die Nebenstraßen ist nur 200m lang und man landet genau auf der gleichen Hauptstraße nur hat man sich die 2km gesparrt. Positiv ist aber, dass TMCPro auf Autobahnen sehr gut funktioniert. Man wird rechtzeitig vor Staus gewarnt und es wird ein Weg über die Landstraße berechnet.
Fazit: Im Stadtverkehr und vor allem auch im Berufsverkehr sind Navis nicht in der Lage den schnellsten Weg zu finden. TMC liefert großteils falsche Daten. Lediglich TMCPro hat mich bisher überzeugt. Leider liefert TMCPro aber nur Daten von Autobahnen und einigen Bundesstraßen.
Weiteres Fazit: Die Navisoftware fürs Handy ist leider ungenügend. Meines Wissens gibt es nur eine Handvoll TMCPro Navisoftware und genau die haben mich bisher nicht überzeugt. Beste Wegfindung hat meiner Meinung nach immernoch Navigon nur auf dem Handy leider kein TMCPro.
Der Rest der News stimmt natürlich. Man ist viel entspannter, verfährt sich weniger und kann sich nebenbei mit seinem Beifahrer unterhalten. Stressig wirds erst, wenn das Kartenmaterial veraltet ist.
Kennt jemand von euch noch eine gute TMCPro Software?
@skunk: diese Erfahrung machte ich mit TMC übrigens auch. Da fragt man sich, wieso 91 Prozent in der Bitkom-Umfrage sagten, sie würden schneller ans Ziel kommen. Vielleicht wären sie ohne Navi schon ganz orientierungslos…
Schon deswegen habe ich die tollste Aussage, die bei der Bitkom ganz unten stand, zur Überschrift auserkoren: Navis vermeiden den Streit mit dem Beifahrer. Selbst, wenn sie einen an den falschen Weg leiten – man kann dann gemeinsam über das Navi lästern statt sich gegenseitig herunterzuziehen.
Ich streite dann halt einfach mit dem Navi (Übrigens ein Handy mit TomTom Mobile)
Probleme mit der Routenberechnung hatte ich bisher keine. Ist immerhin besser als ganz ohne zu fahren, speziell wenn kein Beifahrer dabei ist, dem man die Schuld geben könnte.
TomTom hat leider auch kein TMCPro auf dem Handy :(
Jo, das ist leider richtig. Aber immerhin besser als ganz ohne navi :) Und es is so herrlich anpassbar. Blitzer Datenbank, veränderte Stimmen und schon ist meine Welt ein Stückchen besser :)
Sehr zu empfehlen: Ausbilder Schmidt als Navi Stimme. Zitat: “Im Panzerwendeplatz Links, danach die zweite rechts du Lusche” und “Du bist am ZIel du Schattenparker und jetzt hör auf zu heulen!”
Naja, das Navis Ehestreit verhindern, glaub ich so nicht ganz. Denn das kommt ja immer auf das Navi an. Neulich habe ich mich mit dem iphone durch Mannheim navigiert. Meine Freundin gab die Kommandos. Da haben wir uns auch verfahren. Als Frau würde ich sagen: “Liegt ja nur daran, dass Du als Mann so auf die Technik vertraust”. ;-)
Kommentar hinzufügen