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Windows7-Starter-Roulette: »Nichts geht mehr«

Mittwoch, 15 Juli 2009 16:48 von Manfred Kohlen

Wie beim Roulette-Spiel ging es heute Morgen zu, seit der Freigabe des Win7-Starterpreises von 50 Euro. Schon um 8:00 Uhr brachen erste  Server der Microsoft-Partner ob der Nachfrage zusammen, manche blendeten schon um 9:00 Uhr »nicht lieferbar« ein. »Rien ne va plus« sagt nun der Croupier (Herr Microsoft sozusagen) – nochmal gespielt wird nicht mehr!

Willkommen beim Windows7-Roulette von Microsoft! Hereinspaziert bei den Eingängen zahlreicher Online-Händler und Straßenläden! (Microsoft zählte sie alle auf in seiner offiziellen Bekanntmachung).

Die Medien schrieben es, etwa mein Kollege Daniel von der PC Professionell.  Um 10:00 Uhr meldete sich der Kollege Mehmet Toprak vom IT-Business-Auftritt eweekeuope und erzählte, die Vorbestell Exemplare von Windows 7 seien wohl gut eine gute Stunde nach dem Verkaufsstart bei einigen Händlern schon ausverkauft, etwa bei Amazon und Cyberport. Ob wir wüssten, was da los ist?

»PC-Prolo« Daniel probierte es und fügte in seine Meldung schließlich als Update an, dass das Kontingent von Amazon schon aufgebraucht sei. Der Alternate-Server ging nach heftigen Zuckungen wieder in Betrieb und zeigte kurz darauf schon wieder »Aktion beendet«. Auch bei Cyberport prangt ein »Ausverkauft« über dem Angebotslogo.

Die Kontingente im Online-Handel waren wohl binnen einer Stunde vergriffen, obwohl Microsoft sicher geklotzt und nicht gekleckert hat, um seine Windows-7-Statistik mit Vorbestellungen aufzubessern. Alternates Pressesprecher habe auch erzählt, man sei von MS »großzügig« ausgestattet worden, sagt Tom’s Hardwareguide-Chefredakteur Uwe Scheffel.

Die mittlerweile durch KommunikationstöterMehrfrequenzwahl-Auswahlen hermetisch abgeriegelte (weil sicher von dummen Anfragen überfordertebelastete) Pressestelle von Microsoft hat bislang noch immer nicht zurückgerufen auf unsere Anfrage – also riefen wir um die Mittagszeit die Handynummer von Microsofts Betriebssytem-Evangelisten Daniel Melanchton an. Auf die Frage, ob es denn eine weitere Charge der Windows 7 Starter Editions gebe, winkte er ab: »Also, die offizielle Verlautbarung ist so, dass es nur diese eine Vorab-Aktion gibt«.

Und so sagte er wohl als Croupier des Microsoft-Roulettes, dass man nicht mehr setzen könne, es nun also vorbei sei mit den Chancen. Aus die Maus?

Die Kollegen von Tom’s Hardwareguide übertrieben ein wenig und schrieben eine Stunde später ihre Meldung, die Win7-Starter-Edition sei »binnen Minuten« ausverkauft gewesen. Nun gut, es ist eben kein »Softwareguide». Aber vielleicht gibt es ja doch noch Exemplare – die Roulette-Kugel könnte auch außerhalb der Internetshop-Szene noch rollen, etwa zu den Shops von Mediamarkt/Saturn oder Electronic Partner. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, aber wer Zeit hat, kann vielleicht noch zum Schnäppchenjäger im realen Leben werden.

Wie wir schon vermutet hatten: »Das Konsumentenschäfchen wird schon brav hinterher rennen«, kauft der Privatkunde das neue System zuerst. Geschwindigkeitsrekord bei den Preiskämpfern also – doch noch ein »Hurra« für Microsofts Marketingstrategen! µ

L’Inqs:
Microsoft Deutschlands Bekanntmachung zur Starter Edition von Windows 7
PC-Professionell-Bericht mit mehreren Updates
THG vermeldet Win7-Ausverkauf
Microsoft und die rosa Brille

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Kommentare

Tja Menschen sind nicht sonderbar komplizierter als Hunde

“Amazon nahm gegenüber Golem.de inzwischen schriftlich Stellung zu den Beschwerden von Käufern, die ihre Bestellung nicht abschließen konnten oder zu spät kamen. Demnach war “die uns von Microsoft zur Verfügung gestellte Menge nach 9 Minuten ausverkauft.”" (http://www.golem.de/0907/68388.html)

Soviel zum Thema Hardware/Softwareguide :-D. Scheinbar war das Kontingent doch nicht dermaßen “großzügig”.

Amazon soll 1500 Lizenzen gehabt haben. Mit anderen deutschen Shops zusammen ~10 000.

Da sollte man lieber keine verkaufen als sich mit den Problem (Server/Kunden) herum zuschlagen. Bei vllt. 7500 Euro Gewinn, einem Shop der 1 – 2h nicht erreichbar war und jeder Menge unzufriedener Kunden nicht wirklich lohnenswert.

Wenn ich Kubuntu für 19,98€ in den verkauf bringe, dann wirds wahrscheinlich auch in weniger als einer Stunde ausverkauft sein…

  • von Schland
  • 15.07.09 23:00
  • comment

Die ganze Aktion diente doch nur dazu, die Kunden heiß zu machen. Der Verlust, der durch das billige Verkaufen gemacht wurde, wird durch die sich im Kaufrausch befindenden Kunden dicke wieder wettgemacht.

Gut gemacht! Jetzt werde ich Windows 7 NIE über 50 € kaufen -> den, es geht doch! Schluß mit der Abzockerei :-D
Verlust? Microsoft verkauft dieses Ding nicht, 2-3 Millionen mal, sondern >50 Millionen problemlos. Deshalb könnte man auch bei $ 40 das Stück sich genug Gewinn einbringen, ungeachtet dessen, dass bei einem solchen Preis es sich vermutlich doppelt so gut verkaufen würde.

Kubuntu für 20 €? Hier 0 € legal http://www.ubuntuusers.de...

@PsyX
ich glaub Du hast den post von Schland nich ganz verstanden… aber ansonsten gebe ich dir recht

  • von Anonymous
  • 16.07.09 12:25
  • comment

Microsoft hat damit nur gezeigt, was Sie von Ihren Kunden halten. Nämlich nicht’s !!!
Ansonsten hätten Sie nicht so wenig zum “Angebot” gemacht.
Selbst die BetaNutzer wurden veräppelt , denn für Sie sollte das ein Bonbon und Dankeschön sein, das man Microsoft geholfen hat.
Ich werd sicherlich kein Geld für Windows7 ausgeben, da ich mir als BetaNutzer verarscht vorkomm.
In der Zukunft will ich zuerst meine Belohnung für meine Beta Arbeit haben und nicht den Wink mit dem Finger.

  • von Visitor
  • 16.07.09 13:55
  • comment

@Frank: Der Verlust durch das billige Verkaufen? Du bist ein klassisches Opfer der M$-Propaganda, die dem Kunden seit Jahren eintrichtert dass 100€+ für ein OS ein normaler Preis ist.

Wenn du heute einen Home-Office-PC mit Windows und MSOffice kaufst, dann macht die Software locker-flockig 40% des Preises aus. Vor 10 Jahren waren das höchstens 10%.

Gottseidank gibt es ja noch Studentenlizenzen, an die man mit wenig Aufwand auch so drankommt – schließlich ist man als IT-ler immer am Weiterbilden.

  • von hoffnungslos
  • 16.07.09 14:26
  • comment

heute gabs im MM noch mal Nachschlag, doch auch hier waren die begehrten Artikel innerhalb kürzester Zeit vergriffen…

  • von your fear
  • 17.07.09 14:20
  • comment

Microsoft macht das, Microsoft mach dies, und Ubuntu ist ja das größte Überhaupt … gott , leute, verarscht euch nicht selbst, wäre Microsoft so schlecht, und Ubuntu so gut, und wenn ihr eure Meinung wirklich vertreten würdet, dann wäre der Pinguin nun Marktführer …

  • von zodiac
  • 17.07.09 19:59
  • comment

vor allem find ich es so krass, dass japan und die usa ein viel größeres kontingent erhalten haben als die deutschen.

aber das lässt man sich hierzulande scheinbar gefallen – denn die deutschen zahlen eh und zwar viel zu viel. also wozu etwas billig anbieten, für das ein 0815-bundesbürger auch entspannt das zweifache hinlegen würde?

  • von datapunk
  • 20.07.09 15:57
  • comment

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