Mathematisch korrekt: Zombies beenden menschliche Zivilisation
Mittwoch, 19 August 2009 8:46 von Manfred Kohlen
Kanadische Forscher haben mathematische Modelle aus der wissenschaftlichen Berechnung von Epidemien herangezogen, Parameter für den »unwahrscheinlichen Fall« der wieder auferstehenden Zombies eingeführt und nachgerechnet. Ob Zombie-PCs, politische Fehler oder die Untoten aus den B-Movies: »rein wissenschaftlich« hat die Menschheit schon verloren.
Die verrückten Forscher der Universitäten von Ottawa und Carleton entwickelten ein mathematisches Modell, um herauszufinden, wer in einem Krieg zwischen Zombies und Menschen der Sieger wäre.
Das außergewöhnliche Universitätspapier heißt „When Zombies attack! – mathematical modelling of an outbreak of Zombie infection“.
Das Team der professionellen Wirrköpfe um die »reine Lehre von den Zombies« wird geleitet von Professor Robert Smith? – Ja, das ist sein richtiger Name, das Fragezeichen fügte er selbst an, um vom gleichnamigen Sänger der Gruppe The Cure unterschieden werden zu können.
Seine mathematisch veränderten Parameter aus der Epidemiologie beziehen sich tatsächlich auf biologische Modelle der B-Movie-Produzenten. In der Kurz-Beschreibung des Werks heißt es dazu: »Zombies sind populär in der aktuellen Popkultur und werden üblicherweise gezeigt als Wesen, die durch eine Epidemie oder einen Ausbruch chemischer Substanzen zum Leben erweckt werden. In diesem Bezug modellieren wir einen Zombie-Angriff mit den biologischen Voraussetzungen der Zombie-Filme«.
So habe man ein Formel-Modell für Infektion entwickelt, in dem die Komponenten für Zustände und deren Stabilität festgelegt werden .- und hätte dies alles in numerische Ausdrücke gepackt.
Latenzzeiten der »Zombiefizierung« infizierter Menschen, die aber dies nicht als ansteckende Krankheit weitergeben können, wurden festgelegt und variiert. Weitere Berechnungsgrundlagen für Quarantäne oder Heilung, fast wie in Antivirenprogrammen, fließen schließlich in die vielen durchgerechneten Varianten ein.
Zum Schluss der »Untersuchung« werden die Effekte einer Reduzierung der Zombies in Angriffswellen berechnet, um herauszufinden, unter welchen Konditionen die Biester ausgerottet werden könnten. »Nur schnelle aggressive Angriffe können das Endzeit-Szenario hinauszögern«, folgern die Zahlen-Tüftler aus ihren natürlich rein mathematischen Kalkulationen.
Das Ergebnis aus dieser Zombieformel zeige, dass wiederbelebbare Viren, totgesagte politische Ausrichtungen, infektiöse Krankheiten oder eben auch die Untoten aus der Filmindustrie gewinnen würden, wenn man nicht schnell genug zurückschlage.
Die mathematische Analyse lege nahe; dass ein Ausbruch von »Zombietum« (egal in welcher Form) zur Auslöschung unserer Zivilisation führen könnte. Jawoll! Ran an die Actionspiele und trainieren für das letzte Gefecht!
Fehlt nur noch jemand, der die IT-Sicherheits-Experten oder die politischen wie gesundheitlichen Warner endlich mal zu den Superhelden erklärt, die sie alle sind. Schließlich kämpfen sie alle für den Erhalt der Menschheit.
Für alle, dier das mathematisch korrekt wissen wollen: Das Papier ist hier zu lesen. µ
L’Inqs:
TGDaily hat das interessante »wissenschaftliche Thema« entdeckt
Mathematisches Zombie-Modell


Kommentare
Geil, draußen geht die Welt langsam unter und die Herren Wissenschaftler haben nichts besseres zu tun, als sich mit Zombies zu beschäftigten. Es geht den Menschen eindeutig zu gut.
Übrigens: Gruppe mit doppel-”p”.
@meinereiner: Danke, derr Tippfehler ist beseitigt.
Übrigens: Die Welt geht zugrunde, okay. Aber deshalb brauchen wir verrückte Professoren, die uns das mathematisch beweisen – es ist nicht nur auf die Entertainment-Zombies anwendbar, sondern auch auf die PC-Zombienetze. Oder auf die Politiker-Zombies (die immer wieder Dogmen aus historisch längst verarbeiteter Sicht ins Leben rufen) – in Grunde ist es wohl die mathematische Version des alten Spruchs “Wehret den Anfängen”. Für Leute, die “wissenschaftliche” Beweise brauchen, um endlich von ihrem dämlichen Tun abzulassen.
@meinerreiner:
Ja was jetzt – geht die Welt langsam unter oder geht es den Menschen zu gut.
Aber Jammern kommt immer gut ;-)
Derr mit einem r *duw* :D
Aber geiler Artikel, die haben echt zu viel Zeit…
der link zum dokument ist tot :(
Ich denke den Wissenschaftlern geht es nur um Marketing. Sie haben ein Modell aufgestellt, dass zum Beispiel die Ausbreitung der Schweinegrippe simulieren kann. Warum also nicht etwas simulieren, was sich in den Medien gut verkaufen lässt.
Langweilig ist den bestimmt nicht. Wer weiß ob sie damit nicht den Untergang der Menschheit verhindern. Es müssen ja keine Zombies sein. Ein 100% tödlicher und sehr ansteckender Virus würde schon reichen. Selbst bei Krankheiten wie die spanische Grippe wäre eine solche Simulation hilfreich und würde vermutlich millionen Menschen das Leben retten.
Das Sommerloch ist eben ein weltweites Phänomen :)
Alle ran an die Falcon mit Pistol Grip und Left4Dead schnetzeln als ultimatives Training zur Verteidigung der Menschheit. Killerspiel for ze win.
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