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Achtung Amazon: Google kündigt eigenen eBook-Shop an

Freitag, 16 Oktober 2009 9:34 von Ralf Müller

11tech_GoogleBooksSo viele Branchengrößen kümmern sich in jüngster Zeit um eBooks und Reader, da mochte der Webkonzern numero uno wohl nicht mehr abseits stehen: Gestern kündigte man an, in der ersten Jahreshälfe von 2010 die “Google Editions” online anbieten zu wollen.

Der Webstore will sowohl die allgemein verfügbaren alten Buchtitel aus dem Google-Archiv wie auch aktuelle Printausgaben in eBook-Form vermarkten. Von proprietär könne dabei keine Rede sein, denn die G-Titel werden auf allen Computern und Geräten lesbar sein, auf denen auch ein Browser läuft. Die gängigsten Reader würden en passant gleich mit bedient. Online müsse man nur für den Buchkauf gehen – das Lesen erfolge wie üblich offline. Preisvorstellungen nannte Google natürlich noch nicht.
Derweil kam im Markt Skepsis darüber auf, ob es denn überhaupt einen gesunden und tragfähigen Weltmarkt für eBooks gäbe. Amazon als wahrscheinlicher Marktführer veröffentlicht keinerlei Zahlen über die Umsätze mit den digitalen Titeln oder dem Reader Kindle. Die Erbsenzähler von In-Stat vermuten, dass im vorigen Jahr global nur insgesamt 1 Million Reader verkauft werden konnten. Das klingt nach viel zu wenig. Bis 2013 könne diese Zahl aber auf 29 Millionen anschwellen, so die Prognose. Ähnlich sehen es die Marktforscher von iSuppli: 18 Millionen verkaufte Reader im Jahr 2012, verteilt auf ein gutes Dutzend Hersteller. Der US-Verlegerverband AAP will festgestellt haben, dass die Verkäufe bei den eBook-Titeln in den letzten 48 Monaten um satte 214 Prozent zugelegt hatten. Das klingt zwar gewaltig, doch das macht bislang nur 1 Prozent aller Buchverkäufe in den USA aus.
(Quelle: TheInquirer.de)

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Kommentare

Oh Ja!!! Und bitte auch gleich einen erschwinglichen Reader dazu. Es ist mir wirklich ein Rätsel was bei den Dingern so teuer sein soll….

@Ronny
Na das ganze moderne Zeug, das sich in den Featurelisten gut liest, das aber in der Praxis niemand braucht und nur die wenigsten wirklich einsetzen (Buch besorgen per UMTS/GPRS, Internetverbindung in WLAN Hotspots, MP3 Player der den Akku in Stunden leersaugt, der sonst Wochen hält, …)

Ein Buch ist ein Buch. Zumindest ich will damit keine Nachrichten verschicken, online Kommentare abgeben, in Turkmenistan den neuesten Tom Clancy online erwerben oder ähnliche “Nutzungsprofile”.

@Thema
> werden auf allen Computern und Geräten lesbar sein, auf denen auch ein Browser läuft.

Jawollja! Endlich erkennt jemand, dass HTML ein gutes Format für Geräte mit unsicherer Größe ist.

  • von fangorn
  • 21.10.09 9:58
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