Unternehmen setzen nicht auf Windows 7
Montag, 19 Oktober 2009 14:08 von Ralph Beuth
Nach der Vista-Pleite setzt Microsoft große Hoffnungen in sein neues Betriebssystem. Zumindest das Analystenbüro Gartner glaubt aber nicht an einen schnellen Erfolg von Windows 7.
Geht es nach dem Microsoft Oberboss Steve Ballmer, dann wird sich Windows 7 schnell und flächendeckend auf PC-Systemen ausbreiten. Immerhin scheint es so, als hätten die Entwickler in Redmond aus dem teilweise doch ziemlich frustrierten Anwender-Feedback endlich die richtigen Schlüsse gezogen. So läuft Windows 7 im Gegensatz zu seinem überkandidelten Vorgänger voraussichtlich auch auf Netbooks, ist also offensichtlich »schlanker« geworden. Nicht wenige Unternehmen haben Vista, weil es zu ressourcenhungrig war, Befragungen zufolge einfach ausgelassen und sind beim bewährten XP geblieben. Höchste Zeit also für ein Upgrade, sollte man meinen.
Daraus wird so schnell nichts, widerspricht Gartner-Analystin Mikako Kitawaga: »Die jüngsten Neueinführungen von Betriebssystemen waren keine Wachstumstreiber für den PC-Markt«, lässt sie sich zitieren. Andererseits sei der Zeitpunkt der Markteinführung von Windows 7 durchaus günstig, „da er in eine Periode konjunktureller Erholung und überfälliger Rechner-Neuanschaffungen« falle. Im übrigen sei ja bald Weihnachten.
Neben so manchem Privatkunden versorgen sich da gewöhnlich auch kleinere Firmen mit neuer Hardware. Großkunden dagegen könnten sich durchaus noch bis Ende 2010 zurückhalten, glaubt man bei Gartner. Eine gewisse Trägheit in den Beschaffungsstrukturen und die immer noch ungewissen wirtschaftlichen Aussichten bremsen den angeblichen Siegeszug von Windows 7 also vorerst noch ab (oder aus?). Das weiß insgeheim sogar Microsoft-Chef Steve Ballmer, wie er im Vorfeld der Markteinführung eher nebenbei zugegeben hat.

Kommentare
also ich hab auf meinem netbook win7 rtm (msdn aa) drauf und es macht keine probleme. läuft genauso flüßig wie WinXP, wenn man auf die klassiche win2000 setzt. Aber es muss ja nich überall alles klicki-bunti sein.
Im Video preist Microsoft sogar an, wie man den XP-Mode in Win7 als virtuelle Maschine einsetzt. Für Unternehmen, die das unbedingt machen müssen, damit auch die abgefahrensten XP-Anwendungen flüssig laufen. Klingt zwar wie ein Seifen-Werbespot, aber will zeigen: Das läuft!
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=en&FamilyID=f0ef9c63-2d2d-4f18-be39-57f8e794fe07#tm
Also welche Hinterwäldlerische Klitsche kauft denn _Firmenrechner_ ausgerechnet vor Weihnachten, dem Nationalfeiertag der “Wir rippen die dämlichen Privatkunden ab”-Unternehmen? Direkt im Januar fallen die Preise und nach der Cebit nocheinmal. Welcher professionelle Beschaffer weiß das denn nicht?
OK, bezieht sich direkt nur auf den Endkundenmarkt. Aber sollte sich in Preisverhandlungen auch auf bei Großaufträgen ausnutzen lassen.
So ein Blödsinn. Welches Unternehmen kauft ein Betriebssystem? Wir betreuen hier etliche Unternehmensstrukturen von 5 bis 500+ Mitarbeitern auch Agenturen wo gewisse Analysten sitzen, die manchmal so dämliche Statements ablassen wie oben zu lesen ist.
Mir fällt spontan eine Agentur ein, die für Ihre Mitarbeiter, ca. 50, alle zwei Jahre neue Workstations erhält und das sind nicht die einzigen. Das resultiert daraus, dass der Leasingvertrag, je nach Abschluss, ausläuft und bei Verlängerung eben neue Hardware angeschafft wird und da ist das BS schon drauf.
Wie auch Fangorn schreibt, ist jetzt die Zeit wo der Normaluser zur Kasse gebeten und mit All You Can Eat Paketen zum Kaufen animiert wird.
immer ein PC mit (vorinstallierten) OS gekauft, sondern alles über Microsoft Open/Select abgewickelt.
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