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Google Maps Navigation: Der Anfang vom GPS-Ende?

Donnerstag, 29 Oktober 2009 9:19 von Ralf Müller

Gestern kam ein Gerücht auf und nur wenige Stunden später machte der Webkonzern daraus gleich mal Fakten: Ja, es gibt einen Navi-Service auf Basis der hauseigenen Maps, und zwar lauffähig auf allen Android-2.0-Geräten. Für umsonst.

Wer mit GPS-Diensten, -Software und -Hardware sein Geld verdient, darf sich ab sofort Sorgen um die Zukunft machen. Schließlich scheint Googles Betriebssystem Android 2.0 zum Renner zu werden. Im Schlepptau davon werde der neue werbefreie (!) Service “Google Maps Navigation” kostenfrei den Handybesitzern offeriert. Eine Kombi aus Satellitenfotos und den Street-Views sorgt mitsamt der Routenberechnung und Live-Verkehrsinfos (!) für eine ernsthafte Alternative. Zudem laufe die Software auch noch auf einer speziellen Auto-Dockingstation. Damit landen die vielen günstigen Billig-GPS-Lösungen schnell auf der Liste der bedrohten Arten. Nur leistungsfähige Profi-Navi-Services überflügeln das Google-Angebot, kosten aber auch entsprechendes Geld.

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Wie so oft in der Firmengeschichte wird der Google-Service zunächst mal in den USA anlaufen und erst später den Weg nach Europa finden. Da hier aber auch Street View in den Startlöchern steht, ist es wohl nur eine Frage der Zeit. (Quelle: TheInquirer.de)

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Kommentare

Und wieso soll das das Ende von GPS sein? Woher bezieht das Androidhandy dann seine Positionsdaten?

  • von Spocky
  • 29.10.09 10:20
  • comment

Der Autor/Google geht wohl davon aus, dass alle Leser im Besitz einer Datenflat sind.

  • von Besserweisser
  • 29.10.09 12:22
  • comment

“Live-Verkehrsinfos (!)”

Wie will Google jetzt an andere Verkehrsinfos kommen, die TMC(Pro) nicht hat? Das Problem ist ja nicht die Daten an die Navis zu übertragen sondern es fehlt eine vernünfitge Datenerfassung. Wenn ein Stau bei Google genausowenig erkannt wird wie bei TMC(Pro), dann bringt auch die Datenflat mit der Liveübertragung nichts. Genau darauf wird es aber hinauslaufen.

@Spocky: Damit meinte ich nicht das Satellitensystem (das brauchen ja die Militärs), sondern die Endgeräte. Bald hat doch eh jedes Smartphone einen GPS-Chip intus. Herstellern von Standalone-GPS-Empfängern geht es dann an den Kragen.

  • von Ralf Müller
  • 30.10.09 0:43
  • comment

@Ralf Müller
Richtig erkannt. Jetzt musst du nur noch einen Schritt weiter denken. Ist Google daran schuld, dass die Handyhersteller GPS Empfänger verbauen?

@Skunk/Anne: Nope, ändert aber nichts daran, dass es den billigen Navigationsherstellern an den Kragen geht.

Liebe Grüße
Steffo

  • von Steffo
  • 30.10.09 14:31
  • comment

Dann bleibt aber immernoch das Problem mit dem Gesetz, denn selbst wenn man beim fahren nur die route am handy eingeben will kann das schon kosten….

@Steffo
Das es den Navigationsherstellern an den Kragen geht ist ja keine Frage. In der News wird aber Google dafür mitverantwortlich gemacht und da liegt meiner Meinung nach der Fehler.

@Shrunk
Woher die Infos über einen Stau?
Jeder hat ein Handy (im bestenfall mit Google) und wenn da alle auf einer Straße nicht vorwärts kommen handelt es sich vermutlich um einen Stau (oder eine rote Ampel xD). Ein funktionierendes System benötigt möglichst viele Fahrer und einen Rückkanal für die Geschwindigkeit jener. Das muss dann nur noch von einem Server ausgewertet und für die Route berücksichtigt werden.
Das sollte also nicht so das Problem sein. Eher die Flächendeckende Verbreitung der Software. Aber das kann Google recht gut :-)

Rückkanal für die Geschwindigkeit und Position(! sonst bringt einen die Geschwindigkeit nichts xD) jener

@SPawn
Das was du da beschrieben hast, haben schon andere Navigationsgersteller teilweise versucht. Funktioniert leider auch nicht perfekt. Vor allem nicht in der Innenstadt. Solange das Navigationsgerät die Ampelschaltungen und Schleichwege meines Arbeitsweges nicht kennt, fahre ich so oder so schneller ohne Navigationsgerät als mit. Da kann auch Google nichts ändern.

Wirklich interessant wird es erst, wenn die ersten Hersteller die Navigationsgeräte soweit vernetzen, dass nicht nur die Stauinfos übertragen werden. Wenn das Navigationsgerät genau weiß wielange die anderen Verkehrsteilnehmer für die vor mir liegende Strecke benötigen, dann kann es mich nicht nur um Staus herumführen sondern auch um langsam fließenden Verkehr, der noch nicht als Stau gilt. Das ganze geht dann sogar soweit, dass man Staus sehr genau vorhersagen bzw sogar vollkommen vermeiden könnte.
Da stellt sich dann aber die Frage wofür das ganze. Wenn wir mit den Navigationsgeräten soweit sind, kann der Computer auch gleich komplett alleine fahren. Wenn alle Fahrzeuge mit minimalen Sicherheitsabstand fahren und dank Computer an der Ampel zeitgleich anfahren, dann bekommt man deutlich mehr Fahrzeuge auf die Straße ohne Stau.

Jetzt aber zum eigentlichen Problem. Wie du schon richtig erkannt hast, braucht man irgendwo einen Server. Den gibt es nicht kostenlos. Auch Google ist nicht kostenlos. Wenn du bei Google ein “kostenlosen” Mail Account anlegst, bezahlst du den mit Werbung und mit persönlichen Daten.
Soll jeder für sich selbst entscheiden ob er nicht ein paar Euro für Datenschutz ausgeben will. Sie wüssten wo du wohnst und wo du arbeitest und wo du einkaufen gehst. Ob sie diese Daten auch auswerten steht noch auf einem anderen Blatt. Sie wären aber dazu in der Lage und sie wären schön blöd wenn sie es nicht nutzen würden.

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