Surprise: Samsung plant ein Smartphone OS auf Linux-Basis
Mittwoch, 11 November 2009 10:09 von Ralf Müller
Bada, das klingt wie eine Billigschuhmarke. Hinter dem Projektnamen steht ein Open-Source-Betriebssystem für Mobilgeräte, das Android angreifen möchte. Tapfer.
Samsung hat den mutigen (wenn nicht gar übermütigen) Plan geschmiedet, sich zwischen die Streithähne Apple, Nokia, Microsoft und Google zu werfen, um ein paar Kunden auf ein alternatives Mobilfunkgleis zu locken.
Die Südkoreaner haben nicht etwa schummrige Phantasievorstellungen geäußert, sondern seien mit ihrem offenen Betriebssystem für Handys und Smartphones schon so weit, es im Dezember aus der Garage zu rollen. Ab dann dürfen Nutzer es probefahren und Programmierer sich dranmachen, Apps dafür zu entwickeln.
Der Begriff Bada ist übrigens eine Entlehnung aus dem Koreanischen und bedeutet Ozean. So weit und offen und voller Möglichkeiten will die Open-Mobilfunkplattform auch sein. Den Geräteherstellern und Mobilfunkbetreibern jedenfalls wird angeboten, Bada ihren Anforderungen und Wünschen anzupassen. Samsung plane im Hintergrund auch schon einen App-Store fürs Web. Bislang gehörten die Koreaner übrigens zum Symbian-Lager der Finnen. Auch nutzte Samsung für seine Geräte Windows Mobile. Beides dürfte damit ein Ende haben.
(Quelle: TheInquirer.de)
L´INQs
IDF 2009: Intel zeigt Moblin 2.1-Linux-Plattform für Handys
Bald einheitliche Ladegeräte für alle Handys – wirklich?

Kommentare
“[...] sich zwischen die Streithähne Apple, Nokia, Microsoft und Google zu werfen, [...]”
Palm wird hier beim Inq wohl schon totgeschrieben? – Und RIM sowieso… ;)
“Bislang gehörten die Koreaner übrigens zum Symbian-Lager der Finnen. Auch nutzte Samsung für seine Geräte Windows Mobile. Beides dürfte damit ein Ende haben.”
Und wieso sollte es das? Gerade Samsung hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt das sie wissen was die Kunden wollen und deshalb mehrere Alternativen angeboten.
@Anonymous: Palm und RIM werden nicht totgeschwiegen, sind aber ein Sonderfall, da sie ja nicht ihr OS in den Produkten der Konkurrenz etablieren wollen.
Hallo Ralf, dass verstehe ich jetzt nicht…
M$ und Google sehen zwar ihre Plattform gerne auf Geräten möglichst vieler Hersteller, auch Nokia verkauft sicherlich auch gerne Symbian-Lizenzen, konzentriert sich aber eher auf die Hardware und setzt auch immer mehr auf andere OS-Alternativen.
Daher würde ich Nokia schon weniger dazu zählen, aber Apple passt auf jeden Fall nicht in diese Gruppe.
Ich habe es eher so verstanden, dass es in der Aufzählung um Hersteller ging, welche eine eigenen Plattform liefern – auch wenn diese nur auf eigenen Geräten zum Einsatz kommt. Und da gehört Palm und auch RIM mit dazu…
“Open-Source-Betriebssystem für Mobilgeräte, das Android angreifen möchte”
Haben die deshalb das Galaxy so schlecht gemacht? Also wirklich gut ist das teil nun wirklich nicht, leider.
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