P2P-Ersatz: Opera Unite bringt die Menschen zusammen
Mittwoch, 25 November 2009 8:48 von Ralf Müller
Beim jüngsten Webbrowser-Update jubelte Opera den Fans seine allerneueste Technologie unter: Unite verwandele den Browser in eine Datentausch- und Kommunikationsplattform.
Unite gibt den Nutzern die Möglichkeit, 10 GByte Videomaterial direkt vom eigenen Computer aus mit Online-Freunden zu tauschen. Man brauche somit keine Hosting-Site Dritter mehr einsetzen, um seine Medien und Bilder im Bekanntenkreis zu verbreiten. Der ganze Vorgang sei semi-privat.
“Wir hatten ja versprochen, mit Opera Unite das Web neu zu erfinden”, erinnert CEO Jon von Tetzchner. “Was wird jetzt tatsächlich tun, ist die Methode zu verändern, mit der Konsumenten miteinander innerhalb des Web interagieren. Da jeder die Fähigkeit bekommt, Content-Server zu spielen, erhalten wir so gleichberechtigte Web-Bürger. So müssen wir unsere perönlichen Infos und Daten nicht mehr Drittfirmen anvertrauen. Der Privatmensch entscheidet selber, was und wie geteilt wird.”
Neben dem reinen Datenaustausch sei Unite auch in der Lage, Musik direkt zu anderen Online-Maschinen (auch Game-Konsolen und Handys!) zu streamen. Opera hat auch noch einen Turbo-Modus eingebaut, mit dem sich wichtige Daten bis zu achtmal schneller übertragen lassen.
Um Unite noch weiter voranzubringen, sei nun die Entwicklergemeinde aufgefordert, dafür Apps zu entwickeln. Zum Start des Ganzen gibt es gleich mal eine Competition, bei der die kreativsten Programmierer ausgezeichnet werden.
(Quelle: TheInquirer)
L´INQs
Opera Mini rollt den mobilen Markt auf
Amerikaner blasen zum Angriff gegen Opera
Inquirer-Leser startet Aktion zum Boykott des Opera-Boykotts
Schnellster Wellengleiter: Opera Mobile 9.7

Kommentare
Gestern gleich mal ausprobiert und ich muss sagen, dass ich gleich am ersten Tag zwei sinnvolle Anwendungsszenarien ausprobiert habe. Einmal eine Datei an eine bestimmte Person passwortgeschützt weitergegeben. War zu groß für einen E-Mail-Versand und mit Unite ist es einfacher als die Datei erst auf einen Server im Netz hochzuladen.
Zweite Anwendung war das Hochladen von Dateien auf meinen eigenen Rechner von unterwegs aus. War bei ‘nem Kumpel und habe mal eben von dessen Rechner per Webbrowser (der übrigens kein Opera sein muss – jeder andere tut es im Zusammenspiel mit Unite auch) ein paar Dateien auf meinen Rechner zu Hause hochgeladen.
Schade nur, dass Opera nach wie vor viel zu oft beim Rendern von Webseiten gnadenlos sucked. Und das ist, nach 10 Versionen, schlichtweg peinlich!
@ OJay:
Das hängt von den besuchten Websites ab. Wenn du nur schlampig programmierte Websites besuchst, dann ist klar, dass Opera als einer der standardkonformen Browser Zicken macht.
Bei mir “saugt” Opera nie ;-)
Kommentar hinzufügen