Kein Witz: Die Roboter übernehmen nun
Donnerstag, 26 November 2009 8:28 von Ralf Müller
Ausgerechnet die Wirtschaftskrise ist der Auslöser für die maschinelle Weltherrschaft: Japanische Bot-Bauer machen aus den Kranken- und Haushaltshelfern nun Arbeiter für die Fabriken. Folge: Entlassungswelle.
Seit Jahren war die Messe “Tokyo International Robot Exhibition” der Spielplatz für tanzende, kochende, musizierende und mixende Blechkameraden. Sie sollten künftig Haushalte, Altersheime oder Krankenhäuser bevölkern. Doch die Industrie des Landes leidet unter der beständigen Rezession, die Herstellerfirmen der Roboter und ihre Entwicklungsbudgets ebenfalls. Die gemeinsame Lösung: Automatisierung. Aus den Dienern werden nun flugs mechanisierte Arbeiter, die tausende von Menschen an den Fließbändern ersetzen sollen.
Und an den Pizzaöfen der Tiefkühlkost-Industrie. Fast wöchentlich falle den Japanern ein neuer Job ein, den ein angepasster Asimo, Hiro, Motoman oder Hubo gut erledigen könne.
Eine Nissan-Fabrik spielt den Vorreiter und habe bereits eine Produktionslinie fast ausschließlich mit Robotern bestückt. Die Menschen seien nur noch für Kontrolle und Reparatur da.
“Was uns erstaunt ist die Geschwindigkeit der Roboter. Schon nach kurzer Trainingszeit erreichen sie das gleiche Arbeitstempo wie der erfahrendste Arbeiter,” lobt ein Repräsentant von Hersteller Fanuc gegenüber der Times. Er freut sich auch über die Platzersparnis am Fließband und die leichte Skalierbarkeit.
Hersteller wie Kawada und Yaskawa bemühen sich nun, jenseits der Autoindustrie weitere Kunden für ihre mechanischen Arbeiter zu gewinnen. Das Modell Motoman sei zum Beispiel in der Lage, Bluttests routiniert und schneller als eine Krankenschwester durchzuführen. Aber auch als Wachpersonal, Putzmannschaft, Blindenhund-Ersatz, Feuerwehrmänner und Wäschekammerkraft können sie sich den mechanischen Einsatz vorstellen. (Quelle: TheInquirer.de)
L´INQs
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Kommentare
Das ist doch unvermeidbar gewesen. Wofür geben wir uns mit IT denn so eine Mühe? Doch nur um alles zu automatisieren. Das ist der Sinn und Zweck des Ganzen und Asimo, Hiro, Motoman oder Hubo sind die personifizierten Ziele der IT.
Ich finds gut :)
Das ist doch unvermeidbar gewesen. Wofür geben wir uns mit IT denn so eine Mühe? Doch nur um alles zu automatisieren. Das ist der Sinn und Zweck des Ganzen und Asimo, Hiro, Motoman oder Hubo sind die personifizierten Ziele der IT.
Ich finds gut :)
Tolle Show!!! Dann werden in Massen Autos oder was auch immer produziert, aber wer soll die Produkte dann kaufen, wenn fast alle Stellen durch Roboter ersetzt werden. Tausender Hartz 4 Empfänger??? Die Roboter selber??? Ich finde es befremdlich, auch wenn ich selber in einem IT Unternehmen arbeite.
Das ist doch unvermeidbar gewesen. Wofür geben wir uns mit IT denn so eine Mühe? Doch nur um alles zu automatisieren. Das ist der Sinn und Zweck des Ganzen und Asimo, Hiro, Motoman oder Hubo sind die personifizierten Ziele der IT.
Ich finds gut :)
Darauf hat die “Elite” doch nur noch gewartet. Dann brauchen sie sich nur noch unserer entledigen und sie können tun und lassen was sie wollen. Ein weiterer Grund für einen Armeeeinsatz im Inneren. Dann brauchen sie uns aufmotzendes, ressourcenfressendes Pack nicht mehr für Frondienste und der CO2 Ausstoß verringert sich automatisch.
Langsam nimmt der Plan Gestalt an.
Oh schöne neue Welt.
Wo is das Problem? Seit der Industrialisierung werden immer weniger Arbeiter beschäftigt. Sollten wir wieder Marktkarren ziehen, weil ein Fahrer mit nem LKW zig Karrenziehern die Arbeit wegnimmt und sie nicht mehr ihre Familie versorgen können?
Die Menschen arbeiten immer weniger je mehr automatisiert wird, aber verdienen im Naturalienvergleich mehr über die Generationen.
Ich sehe kein Problem, wenn irgendwann die Roboter nur noch produzieren und wir intellektuelle Probleme lösen, bis auch für die Maschinen existieren. Erst dann ist es an der Zeit umzudenken. Aber bis dahin: Die Sinnflut
@sN: dann hast du sicherlich auch bemerkt, dass es seit der Industrialisierung immer mehr Arbeitslose gibt. Du glaubst doch nicht wirklich, dass wenn ein Roboter z.B. 5 Mitarbeiter ersetzt alle 5 Arbeiter für intellektuelle Probleme eingesetzt werden (können). Was machen die restlichen Arbeiter?
Wenn ich mir die Kommentare so durchlese finde ich es doch erschreckend, wenn auch nicht überraschend, mit welchem ignoranten Egoismus man es zu tun bekommt.
Fortschritt als “Werk der Unzufriedenheit” mag zwar in der Natur des Menschen liegen und bringt seine Vorteile, doch irgendwann werden wir an einen Punkt gelangen an dem Fortschritt nichts weiter als hohle Routine geworden ist und an dem es nicht mehr weiter geht.
Es wird Zeit über die Veränderungen die wir erzwingen – oftmals vom rein kapitalistischen Sinne getrieben – gründlich nachzudenken, selbst wenn Profit dabei herausspringt … oder gerade dann.
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