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Kinesis: Die Neuerfindung der Tastatur

Mittwoch, 16 Dezember 2009 14:24 von Ralf Müller

INQ_KinesisKeyboardOh no, nicht noch so ein Ergonomie-Experiment! Oh doch, genau das steckt hinter dem Kinesis. Vom Layout her dürfte es eine der radikalsten Versuche der Neuordnung unserer Tasten sein.

Wie bei der Maus versuchen die Ingenieure immer wieder, das Rad nochmal grundsätzlich neu zu erfinden. Ein Blick auf das Kinesis zeigt, dass wir es hier wahrlich nicht mit Detailverbesserungen zu tun haben. Da wirkt das Natural Keyboard im Nachhinein als zahme Fingerübung (die sich ja auch nicht wirklich durchgesetzt hat). Der wesentliche Ansatz, für jede Hand eine separate und ergonomische Tastenlandschaft zu gestalten, wird diesmal auf die Spitze getrieben. Das
Kinesis Advantage Keyboard” taugt grundsätzlich nur für 10-Finger-Blindtipper (eigentlich ein 9-Finger-System).

Schön: Die Tasten für die Grundstellung der Finger (ASDF und JKLÖ) sind kräftig eingefärbt und unterscheiden sich leicht von den Nachbartasten. Das gibt wichtige Orientierungshilfe, denn man nimmt ja oft die Hände weg, um Kaffee zu trinken oder in der Nase zu bohren…

Die Stellung der Tasten folgt der Logik, es den Fingern einfacher (und natürlicher) machen zu wollen, sie zu erreichen, ohne dass es bei längeren Sessions zu Krämpfen oder Ermüdung kommt. IT-Kollege Dylan Greene hat das in einem längeren Selbstversuch ausprobiert und attestiert der Konstruktion, in diesem Punkt deutlich besser zu funktionieren als jede traditionelle Tastatur

Was ihm aufstieß waren die arg lauten Klickgeräusche der Tasten. Was mich stört, ist der heftige Einstiegspreis von um die 300 Dollar (je nach Ausführung). Hier werden wieder die Early-Adoptors gemolken. Übrigens sind die Zusatztasten programmierbar und das Teil gibt es auch noch in Weiß, was in diesem Fall fürchterlich aussieht. (Quelle: TheInquirer.de)

INQ_KinesisWeiss

Kommentare

Schick! Als 10-Finger-Blindtipper fänd ich so eine Tastatur super, für einen vernünftigen Preis.
Eine Kombination mit einem IBM-Trackpoint in der Tastatur wäre noch besser, dann muss man die Hand wirklich nur zum Popeln wegnehmen. Aber Trackpoints sterben leider aus, k.a. wieso eigentlich, sind sie doch den Datschpäds hochhaus überlegen.

  • von Caintco
  • 16.12.09 15:57
  • comment

Wo ist denn da die Leertaste?
Und hat es neben der farblichen Hervorhebung der Mitteltasten auch Erhebungen bei f und j (guck da nämlich fast nie drauf sondern ertaste einfach)?
@Caintco: Also mit Trackpoints komme ich nicht klar. Jedenfalls nicht so intuitiv. Vielleicht muss man es auch nur trainieren, doch dazu wär ich wohl zu faul :D

  • von TheMan
  • 16.12.09 16:43
  • comment

hat jemand das Rad neu erfunden?

  • von Anonymous
  • 17.12.09 15:50
  • comment

Das Prinzip ist nicht neu, gabs vor x Jahren schon einmal.
Finde den Link leider gerade nicht. Aber die Tasten für die linke und rechte Hand waren noch mehr Kugelförmig angeordnet wie hier.

  • von Egaloder so
  • 18.12.09 20:37
  • comment

Ich erinnere mich, dass der Hersteller Maltron es schon vor Jahren mit ähnlichen Tastaturen versuchte.

  • von Darkling71
  • 21.12.09 23:12
  • comment

als notorischer blindschreiber (ohja, mit ganzen 10 fingern) finde ich die idee auch alles andere als schlecht. mehr schliff am design und das könnte durchaus was geben.

dass sich die natural keyboards von MS nicht durchgesetzt haben, wage ich zu bezweifeln. es gibt einfach zu wenige bürohengste, gamer usw., die tatsächlich das blinde 10-finger-system beherrschen – demnach ist auch die nachfrage nach passender peripherie nich besonders groß.

  • von datapunk
  • 23.12.09 15:31
  • comment

Schade aber, dass nicht noch ein Touchpad integriert wurde. Gibt es denn Tastaturen mit Touchpad?

Klar, Trackball oder Joystick gehen auch, aber ich denke, die sterben aus.

  • von RalphCG
  • 02.01.10 16:45
  • comment

@RalphCG
Dinovo Edge
Cremiges Teil. Jedenfalls wenn man auf den kurzen Anschlag von guten Notebooktastaturen steht. Allerdings nicht “ergonomisch”.

@Thema
Zu Zeiten der Studien- und Diplomarbeit habe ich auf das Naturalkeyboard der ersten Generation geschworen. Inzwischen muss ich mich jedes Mal wieder mühsam anpassen, das hängt nämlich am Rechner meiner Schwester.

Für Leute die in großem Umfang Fließtext tippen ist das schon der richtige Ansatz. Die lernen entweder mit zehn Fingern zu schreiben oder werden Wahnsinnig. OK, ich kenne auch Leute, die mit zweieinhalb Fingern 300 Anschläge die Minute schaffen, aber die sind doch eher die Ausnahme. ;-)

  • von fangorn
  • 12.01.10 11:12
  • comment

Ich vergaß:
Bei der Größe des Gehäuses könnten die echt noch einen Dreckball, ein Dreckpad und einen Dreckpoint einbauen. Und gleich noch ein 1080p Display dazu.

  • von fangorn
  • 12.01.10 11:14
  • comment

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