Seltsam: Die Rückkehr des Magnetbandes
Freitag, 22 Januar 2010 14:44 von Ralf Müller
Der 1. April ist noch weit entfernt. Daher müssen es Fujifilm und IBM wohl Ernst meinen, wenn sie heute die Entwicklung eines modernen Magnetbandes zur Datenspeicherung zum Besten geben.
Es gibt ein technisches Detail, welches die Ernsthaftigkeit des Duos unterstreicht. Die Speicherkapazität. Sie liegt mit 35 TeraBytes pro 800m-Spule (entspricht dem Äquivalent eines 399 km hohem Buchstapels) tatsächlich auf einem Niveau, das man Anfang des 21. Jahrhunderts erwarten darf.
Fujifilm und IBM haben gemeinsam die gute alte Magnettechnologie modernisiert und auf dem Material eine 44mal höhere Datendichte realisiert als zuvor möglich war. Der Trick war, nicht die großen schweren Metallspäne als magnetisches Material zu nehmen, sondern sich winzige Partikel als Trägersubstanz zu suchen und die Lese- und Schreibköpfe darauf anzupassen.
Jedenfalls wollen Fujifilm und IBM ihre Entwicklung nun kommerziell nutzen und vor allem Backup-Lösungen für Rechenzentren darauf aufbauen. (Quelle: TheInquirer.de)

Kommentare
Wieso soll das ein Witz sein? Ich bin mir sicher (hoffe es jedenfalls) das die INQ Redakteure wissen das BIS HEUTE, Magnetbänder die dauerhafteste Speichertechnologie ist.
@Christoph: Falsch. Papier hält länger :þ
Für wirklich dauerhafte Speicherung sind aber auch Magnetbänder ungeeignet, also muss man sowieso eine andere Lösung finden (welche da heißt, dass man von Zeit zu Zeit alle Daten einließt und erneut auf einen Datenträger bannt)!
Deshalb macht es in diesem Punkt kaum einen Unterschied, auf welche Technologie man setzt. Es wird hier wohl der Preis/GB sein, welcher das Hauptargument darstellt.
Ja, und beim Preis/GB sind Magnetbänder üblicherweise die günstigste Lösung
.. solange man Azubis im Betrieb hat, die die Bänder wechseln oder ein feines Gerät, das die Bänder von selbst durchtauscht zum täglichen Backup.
Leute, auch die älteren die Magnetbänder sind so langlebig, dass sie noch in die Gestezegszeitgrenzen für die Datenduerspeicherung passen. Daqnn dürfen sie sowieso gelöscht oder vernichtet werden.
Ist nix für Bibliothekare und die Aufbewahrung von Kulturgütern, aber für die meisten Geschäftszwecke eignet es sich allemal…
volltroll…. Hast natürlich Recht. Papyrus etc sind natürlich noch besser ;) Sind aber der heutigen Datenmenge nicht gewachsen.
Wichtige Daten werden (hab mal nen Bericht über das Bayrische Staatsarchiv gesehen) immernoch per Magnetband gesichert. Nicht der Preis/GB ist wichtig bei solchen Unterfangen. Im Buisnesssektor sicherlich aber ich rede ja vom Speichern von Kulturgütern. Fotos des Weltgeschehens, Texte etc.. Microfilm und Magnetband. Bei Festplatten kommt das Problem das man irgendwann nichtmehr mit dem Auswechseln der Platten nachkommt so schnell kommen neue Daten rein ;)
Bei 35 TB Speicherkapazität ist eines viel wichtiger:
Wie lange braucht das Laufwerk, das Ding voll zu schreiben?
Heutzutage kann man zwar mit Snapshots direkt im Dateisystem einen Dateistand innerhalb von Sekundenbruchteilen einfrieren, aber ein 24Stunden Backup sollte noch immer in höchstens 24 Stunden gesichert sein. *fies grins*
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