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Google-Prognose: Desktop-Rechner in drei Jahren tot

Dienstag, 09 März 2010 11:21 von Ralf Müller

Googles Vizepräsidenten für Online-Strategien ruft das Ende des PC-Zeitalters aus. In 2013 sei es mit den klobigen Tower- und Desktop-Systemen vorbei. Die flotten Mobilrechner ersetzen sie alle.

Der ungebremste Aufstieg von Notebooks, Netbooks, UMPC, Tablets, Smartphones, mobilen Entertainmentgeräten und Pads sorge dafür, dass praktisch niemand mehr die klobigen Kisten auf oder unter dem Schreibtisch haben möchte, glaubt John Herlihy. Insbesondere seit sich die Preise der Mobilgeräte auf gleichem Niveau bewegen. Rechenleistung und Grafikpower haben ebenfalls nachgezogen, so dass die früheren Vorteile von Desktop-Systemen kaum noch Relevanz haben.
Jüngste Google-Untersuchungen in Japan hätten ergeben, dass bereits mehr Suchanfragen über mobile Endgeräte getätigt werden als stationär. »Insbesondere die Smartphones haben in dieser Hinsicht einen Quantensprung hingelegt«, so Herlihy. Der Manager kündigte an, dass sein Arbeitgeber bei anhaltendem Mobiltrend seine Strategie entsprechend konsequent anpassen werde. Bei neuen Anwendung habe man bereits den mobilen Einsatzzweck fest im Blick.
Übrigens machen sich auch schon Game-Publisher wie Activision, Blizzard, Electronic Arts entsprechende Gedanken. Sie sehen den PC als Plattform in Gefahr. Insbesondere, da auf Smartphones eher preiswerte Casual-Games gespielt werden. Auch Browser-Games machen sich schon im Markt breit. (Quelle: TheInquirer.de)

Kommentare

“dass praktisch niemand mehr die klobigen Kisten auf oder unter dem Schreibtisch haben möchte”
- Ich glaube, dass wollte schon immer niemand. Man hatte früher bloß keine andere Wahl. (außer Kiste auf dem Schreibtisch, was noch schlimmer ist)

“so dass die früheren Vorteile von Desktop-Systemen kaum noch Relevanz haben”
- Und was ist mit Aufrüstbarkeit?

Desktop-Replacement-Geräte sind mist, es sei denn man benötigt ein zumindest portables Gerät. Viel ergonomischer sind hier Alles-in-Einem-Geräte. Und mit dem künftigen Fusions-Chip, welcher gleich ein passable Grafikeinheit enthält, könnten diese den globigen Kisten ordentlich den Rang ablaufen.

  • von Anonymous
  • 09.03.10 12:14
  • comment

Hört sich so an, als wäre der Wunsch der Vater des Gedanken. Allein schon aus Gründen der Arbeitsplatzergonomier kann ich mir das nicht so recht vorstellen. Eher schon Gerätefamilien a la Mac Mini oder All-in-One-PCs wie den iMac. In den allermeisten Fällen wird an den Maschinen eh nichts umgebaut. Gamer wiederum und Bastler werden sich nicht von ihren Boliden trennen wollen. Andersherum kann ich mir nicht so rech vorstellen, alle meine persönlichen Daten einem Webangebot sei es von Google oder Microsoft anzuvertrauen. Alleine schon aus Gründen der Redundanz und der Möglichkeit lokal weiterzuarbeiten verbieten sich reine Online-Anwendungen.
Streng genommen müssten sich in derlei Einsatzszenarien mehrfach redundante Internetanbindungen zu Hause und in der Firma einfinden. Beim dem trägen Instrument Telekom kann ich mir das derzeit überhaupt nicht vorstellen. Die schaffen ja noch nicht mal ausreichende DSL-Verbindungen flächendeckend verfügbar zu machen.

Die Mobile Hardware ist noch meilenweit von der Spieleperformance und er Grafikqualität entfernt, die ein Desktop System hat. Schon allein die entstehende Abwärme der Hochleistungsgrafikchips lässt sich noch nicht mal in den “großen” Notebooks bewältigen. Wenn sich da in den nächsten drei Jahren nichts tut (und das glaub ich nicht) wird uns der Desktop PC noch länger erhalten bleiben. Ich hoffe nur, dass er nicht zu einem teuren Nischenprodukt wird.

  • von Bürger
  • 09.03.10 15:13
  • comment

Alle sprechen immer von Spielen… arbeitet denn keiner mit den Geräten?
Ich will mir nicht vorstellen müssen an Laptops CAD zu zeichnen. Da brauch ich eine gewisse Ergonomie und zwei grosse Bildschirme.
Dazu kommt dass CAD meist eh Ressourcen frisst wie sau.

  • von Anonymous
  • 09.03.10 18:19
  • comment

na das ist ja mal GANZ WAS NEUES!!!

das habe ich ja NOCH NIEMLAS GEHÖRT . . .

. . . oder etwa doch???

stiiiiiiiiiiiiiiiiimmmmmmt, seit etwa 12 bis 15 jahren wird jedes jahr aufs neue die gleiche dumme sau durchs dorf getrieben. geändert hat sich bisher aber trotzdem noch nicht allzu viel. es sind hauptsächlich nur ein paar geräte mehr hinzugekommen und das computing hat sich im allgemeinen vom unbedingten zwang des rein statischen schreibtisches gelöst. mehr aber auch nicht.

die klobige kiste aber, war da – blieb da – und wird immer da bleiben. denn die leistung kann ja ruhig steigen bei den mobilen geräten – die leistung der GROßEN KISTEN ist aber immer um den faktor 2 voraus. denn nur die kisten können durch eine zB. ausreichende kühlung immer wieder aufs neue gewährleisten größere leistungssteigerungen zu ermöglichen.

tut mir ehrlich leid, aber tatsache ist und bleibt nun mal das die leistungen welche die (dann auch nicht mehr ganz so kleinen) kleinen mobilen geräte im mittleren größenordnungssegment vorzuweisen haben erst auf dem stand sind den die großen kisten schon vor ca. 8 bis 10 jahren hatten und mittlerweile schon längere zeit hinter sich gelassen haben.

im zuge der sich anbahnenden exorbitant steigernden mehrkerntechnologien im bereich von cpu und grafik die sich sehr bald extrem weit jenseits der heute üblichen 4 kerne bewegen wird (für die es zwar bisher kaum adäquate anwenungsmöglichkeiten gab, sich diesbezüglich aber gerade sehr viel verändert) – und sich zwangsläufig auf die anforderungen und möglichkeiten von (teils neuartiger) software auswirken wird, so werden mobile lösungen bald wieder dahin verschwinden wo sie vor kurzem noch waren – im bereich der A) besseren (aber nützlichen) spielzeuge und/bzw. B) verstärkt die schnittstelle darstellen zwischen stationärer arbeitsumgebung und notwendiger mobiler lösungen.

da können die fach-männer und -frauen noch so sehr vor sich hin orakeln, sich was wünschen und (zu ihren alleinigen gunsten natürlich) was zusammen-fabulieren, ändern wird sich deswegen noch lange nicht alles. und schon gar nicht SCHNELL!

und sollten sie nicht baldmöglichst mal damit aufhören die weltwirtschaften weiter in grund und boden zu rammen – was dazu führt das immer weniger menschen sich echte kaufkraft verdienen und mit nach hause nehmen können – sowieso nicht!!!

  • von knallbonbon
  • 09.03.10 19:29
  • comment

Hinzu kommt der Ökologische und ergonische Vorteil der großen Kisten.

Auch wenn Desktop PCs mehr Strom als ein Laptop verbrauchen können ist es immernoch besser bei einem Systemwechseln nicht gleich alles wei bei einem Laptop zu Kaufen… Display Tastatur sowie die Laufwerke werden jedes mal neu gekauft… hinzu kommt die Akkuproblematik.

Ergonomisch können Laptops natürlich auch mit externer Tastatur und Maus sein- fehlen tut jedoch die Möglichkeit Hardwaredefekte schnell und selbst lösen zu können. Ein Netzteildefekt beim Laptop bedeutet mindestens ein bis zwei Tage pause (bei einer perfekten Firma ansonsten gerne Wochen) und beim PC den Gang zum Hardwareladen um die Ecke.

  • von gast-24
  • 09.03.10 19:42
  • comment

@gast-24 [ Auch wenn Desktop PCs mehr Strom als ein Laptop verbrauchen können ]

bei den heute schon möglichen energie-spar und drosselungs-möglichkeiten (welche zukünftig noch viel tiefgreifender seine werden) spielt das fast sowieso keine große rolle mehr bzw. ist nicht mehr großartig der rede wert.

  • von knallbonbon
  • 09.03.10 20:30
  • comment

Ich sag’ mal so:
Womit kann man Bildschirmfläche ersetzen?
Mit NOCH MEHR Bildschirmfläche.
Ehrlich jetzt, selbst einfaches Textgucken macht auf 8″ keinen Spaß…

Hier geht es auch nicht um das Ersetzen der Peripherie, sondern um den Tower an sich. An sich ist die Idee ja hervorragend: Ein Rechner!
Zu Hause werden die Komfortgeräte wie ergonomische Tastatur und 24″-TFT angeschlossen und unterwegs gibt es die kompakten Äquivalente.

Wenn das Problem der Auf und Umrüstbarkeit und vor allem des Preises potenter Hardware gelöst ist, sehe ich da kein weiteres Problem.

  • von meinereiner
  • 10.03.10 14:29
  • comment

@Rock7 (und andere ;-) )
Hier muss man klar zwischen einem (semi-)professionellen und dem privaten Einsatz unterscheiden. Und auch zwischen einem “Freak” und einem Anwender.

Der Profi und der “Freak” verbringen täglich mehrere/viele Stunden am Rechner um ihre Arbeit zu erledigen, zu spielen, zu programmieren, …

Der Anwender wirft den Rechner nur an, wenn er eine bestimmte Aufgabe zu erledigen hat.

Für den Profi und den Freak spielen Dinge wie Arbeitsplatzergonomie, Performance, Aufrüstbarkeit, … eine große Rolle. Sie werden wohl auch zukünftig einen “normalen” Rechner mit einem großen Darstellungsgerät und extra Eingabegeräten nutzen.

Dem Anwender kann das Format egal sein. Solange das Gerät die gewünschte Funktion erfüllt. Hier haben mehrere Einzelgeräte eine Chance, die sich mir spezialisierten interfaces um die Aufgaben kümmern.

Und um das mal deutlich zu sagen:
Die Anwender machen >90% der Kundschaft aus!

  • von fangorn
  • 11.03.10 14:03
  • comment

der PC wird doch schon seit 10 Jahren tot gesagt. Wirklich gesehen habe ich bisher noch nichts davon. Im Gegenteil: Immer, wenn man meint, irgendwas wäre DIE Killerapplikation für den stationären Rechner, kommt wieder etwas Neues raus, dass den Desktop wieder nach vorn bringt.
So sind Konsolen beispielsweise…naja…schön und nett, aber jeder PC mit halbwegs anständiger Grafikkarte drin, bringt bessere Bilder und umfangreichere Inhalte auf einen Bildschirm mit größerer Diagonale und höherer Auflösung.

Und @Google: Schonmal dran gedacht, dass die Leute mit ihrem Smartphone eben schnell Ersatzakkus, nahe Tankstellen und Einkaufsläden und Co. suchen, die bei einem Desktop-PC eher weniger relevant sind?

  • von TimeShift
  • 14.03.10 15:09
  • comment

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