Flash 10.1 befreundet sich mit Android
Mittwoch, 07 Juli 2010 14:23 von Manfred Kohlen
»Ätschbätsch, Apple!«, meint wohl Adobes »Evangelist« Ted Patrick und präsentiert Flash für Android. Er zeigt im Video, wie toll das alles ein soll. Doch ist an Apples Ablehnung doch was dran?
Adobe, sichtlich von Steve Jobs’ Aussagen über Flash genervt, bringt die aktuelle Flash-Version 10.1 für Apples Gegenspieler Android. Es sei unsicher und langsam, hatte der Apple-Chef gesagt. Das alles sei ganz anders, meint Adobe, Apple wolle ja nur alles kontrollieren – und das könne der Apfelbauer eben nicht mit Flash, das von Adobe produziert wird.
Nun hat Adobe seinen Evangelisten Ted Patrick losgeschickt, um auf Video zu zeigen, was die Android-Version alles kann. Patrick zeigt auf Motorolas künftigem Droid X einige Flash-Anwendungen von der Fußball-WM über ein Flash-Actionsppiel bis hin zu Vektorgrafik-Management. Toll.
Aber das Droid X ist ein Mobiltelefon, das ein paar mehr Pferdestärken hat als der Durchschnitt. Ist Flash also in Wirklichkeit lahm? Außerdem braucht der CPU-Aufwand eine Menge Strom – auch da ist das Droid X besser ausgestattet als andere Smartphones. Würden die anderen also einfach irgendwann den Geist aufgeben, wenn der User zu viel »flasht?« µ
L’Inqs:
Video: Adobe zeigt Flash auf Android
Adobe-Ankündigung des mobilen Flash von Ende Juni
Wegen Flash-Ablehnung: Apple vor Kartellverfahren
Android 2.2 mit Flash nimmt Kampf mit Apple auf
Apple-Bann für das Wort Android im AppStore

Kommentare
Da stellt sich hald die frage was besser ist… entweder es geht garnicht, oder es geht nicht perfekt. Ich tendiere eher zu zweitem
@ano nym: das ist allerdings nur die halbe Wahrheit!
Würden alle Geräte kein Flash unterstützen, würden die Seitenbetreiber ganz schnell auf andere, bessere (weil offene) Standards setzen. – Und das wäre definitiv besser Flash!
Wenn ich statt eines Flashgames eine entsprechende App starten würde die das gleiche bietet hätte ich den gleichen Akkuverbrauch. Aber das wäre ja auch was ganz anderes. Klar.
Auf ner Wikipedia Seite zu surfen und Flash als unnötig und albern darzustellen kann jeder. Ein Gametrailers in Javascript und Html 5 hätte genau die gleichen, wenn nicht gar schlimmere Cpu-Auslastung. Aber Äpfel mit Birnen vergleichen ist ja zulässig wenn man sein Lieblingsdevice verteidigen möchte^^
Ein Werbetreibender (und auch der erfolgsorientierte Websitebetreiber) nutzt immer die Möglichkeiten die sich ihm bieten um Aufmerksamkeit zu generieren. Das ist unabhängig von der Technik. Natürlich braucht keiner blinkende Flashbanner mit Partikeleffekten, 3D-Rotationen und eingebetteten Filmen samt Sound… aber es erzeugt Aufmerksamkeit und generiert Geld. Und das wird man mit (kostengünstiger in der Produktion) oder ohne Flash (teurer in der Produktion) erreichen. Und es wird Hardware immer ausreizen um möglichst viele Eye-Candy Effekte zu zeigen. Wer etwas anderes denkt (und von Html5 und dem werbefreien, unaufdringlichen Webdesign träumt) ist schlicht naiv und verkennt die Realität.
Das man Flash trotzdem ablehnt weil es proprietärer Schrott (Schrott im Bezug auf die Ausnutzung der Marktmacht Adobes) sei jedem unbenommen. Das eine diesbezügliche Kampagne persönlich vom Fürst der Kundengängelung und Unterdrückung, Herrn Jobs losgetreten wird ist allerdings reichlich lächerlich und entlarvt die dahinter stehenden Absichten sofort.
Dafür sollte man sich nun wirklich nicht instrumentalisieren lassen.
Das gefäkkt mir ausgesprochen gut. Da kann man den Apple-Jüngern mit Ihren iPads und iPhones mal schön ne lange Nase machen ;-)
@epospecht
schön gesagt! Danke!
Kommentar hinzufügen