Social-Media als PR-Gau: Von Twitter-Gewitter und Facebook-Öldruck
Dienstag, 13 Juli 2010 22:37 von Manfred Kohlen
Nun wissen wir ja schon von Politikern, dass sie mit der Netzdemokratie nicht umzugehen wissen. In Industrie-Unternehmen ist es nicht anders. Neuestes Opfer: Die Deutsche Bahn.
Gut, die Diskussionen im Netz haben Mitschuld an Horst Köhlers Rücktritt. Aber wenigstens war es kein PR-Gau(ck?).
Die Wortkreation vom »Twitter-Gewitter« des Meedia-Autoren Stefan Winterbauer zum derzeitigen PR-Problem der Bahn war naheliegend , als er über das nach Naturgewalten fast schon übliche Bahnchaos berichtete. Das größere Problem der Bahn war dann eher, die Social-Media-Gewalten zu bändigen. Viele Details über die Social-Media-Aktiviäten der genervten Bahnfahrer nach dem Sturmchaos in Nordrhein-Westfalen hat Winterbauer in seinem Artikel gesammelt. Winterbauers Fazit: »Die Info-Hoheit ist der Bahn längst entglitten. Wer sich über die Aktuelle Lage im Zugverkehr informieren möchte, ist bei Twitter derzeit besser aufgehoben als bei der Bahn«.
Den PR-Gau mit den neuen Medien hatte zuvor – noch stärker – BP durchgemacht. Dazu eine passende Wortkreation zu finden, mag schwieriger sein. Facebook-Öldruck vielleicht? Für Vorschläge sind wir offen. µ
L’Inqs:
Web2-Bahnchaos

Kommentare
Danke für das Zummentragen der Links, hat Spaß gemacht, sie zu lesen.
Die PR-Abteilungn müssen noch lernen , schnell zu reagieren, aber andererseits: wer zahlt denen das Extrageld für die twitternden und facebookenden Aushilfskräfte? Netter Studi-Job, aber sind die “Learner” fit genug für die psychologischen Anforderungen? (ok, die Jüngeren können besser mit Flames umgehen).
Ehrlih, BP müsste es noh gehabt haben, aber die Bahn dümpelt doch finanziell auch herum und die Finanzheinis sehen nur die momntanen Werte – in die Zukunft zu investieren ist denen allen zu unsicher!
Kommentar hinzufügen